Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1531

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Oelkanne hat geschrieben:Oh sieh an, Neidbekundung N° 3 :haha:
kannst du mir deine Adresse geben?
In Italien hast du sicherlich Oliven, Aprikosen, Pfirsiche, Artischocken und andere Leckereien die hier nicht so gut wachsen.
Ich komme dann und hole alles
Das Nievau sinkt .....

:dreh: sind das die Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion??
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1532

Beitrag von Rohana »

Ach, ist stregas Post so viel besser? :dreh:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1533

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

ina maka hat geschrieben:
Oelkanne hat geschrieben:Oh sieh an, Neidbekundung N° 3 :haha:
kannst du mir deine Adresse geben?
In Italien hast du sicherlich Oliven, Aprikosen, Pfirsiche, Artischocken und andere Leckereien die hier nicht so gut wachsen.
Ich komme dann und hole alles
Das Nievau sinkt .....

:dreh: sind das die Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion??
Na, Ina
Einsicht ist der erste Weg zur Besserung...

wenn du schon Zitate von mir aus zwei verschiedenen Themen zuzammenwirfst solltest du das wenigstens kenntlich machen!
strega
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1534

Beitrag von strega »

ach Leut,

neee, Neidbekundung null, ich bin nicht abhängig vom Markt und hab immer was zu essen, auch wenn ichs nicht kaufen geh aufm Weltmarkt ... :)

nur manchmal frag ich mich halt, wo das Niveau geblieben ist, wenn nach staatlicher Unterstützung geschrieen wird bei Wetter und Windverhältnissen, die halt einfach Natur sind, sprich: nicht programmierbar per Mouseklick, auch wenn das viele gern hätten....
aber wer das gern will suche sich halt nen sicheren Bürojob, unabhängig vom Wetter, möglichst noch staatlich, auch wenns das heut eh fast nicht mehr gibt :pfeif:

is wie bei ner Klofrau, die sich beklagt bei ihrem Chef, dass es manchmal stinkt an ihrem Arbeitsplatz
und dann staatliche Entschädigung für den Gestank beantragt....................................... :aeh:

weisst was ich meine?

Wer hauptberuflich in der Landwirtschaft tätig ist muss halt meines Erachtens einkalkulieren, dass es mal Ernteausfälle geben kann,
ist doch das Natürlichste der Welt
wem das nicht passt werde halt Banker oder sonstwas...
gibt auch keine ach so herzigen Subventionen für Klofrauen :aeh:
Die meiner Meinung genau so wichtig sind für das Fortleben der europäischen und weltweiten ach so gepriesenen Kultur
wie die Bauern, die sogenannt die Welt ernähren....

wenn euch Bauern die Konditionen nicht passen in EU und so, was ich gut verstehe,
nur in Sachen vielleicht unlimitiertem Pestizid- und sonstigem- Einsatz find ich Begrenzungen echt guuuut :sauenr_1:

dann tut euch halt zusammen und produziert mal ein Jahr nix,
werdet dann sehen was die Regierung dazu sagt, die kriechen euch hinterher wahrscheinlich

aber jeder macht ja seinen eigenen Stiefel ohne Solidarität für niemand
das ist das Problem heute

also lamentiert weniger und schnorrt weniger Zuschüsse für was auch immer,
probiert mal zu machen......................................

und ich weiss ich nerv tierisch mit diesem Geschreibsel, vor allem zwei user hier,
aber die heutige Generation ist halt angepasst und brav und depressiv und fertig im Zweifelsfall,
nix Profil
ich bin fast noch in den 68-ern unterwegs
und deshalb denk ich ganz anders
und stifte auch anders an als es heutzutage Mode ist
nämlich schweigen, lamentieren, konsumieren maximal
und nix machen
was irgendwie was bewegen könnt!
Dann könnten ja Zuschüsse gestrichen werden und das tut weh......
Frauen, die sich gut benehmen, schreiben selten Geschichte. Eleanor Roosevelt
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1535

Beitrag von centauri »

Bin ja mal gespannt ob die Landwirtschaft in kommenden Rekorderntejahren eventuell etwas zurückzahlt. :)
Normalerweise müsste eine Versicherung für solche Geschichten her. Jetzt kommt natürlich gleich wieder "Wer soll das bezahlen?". Eigentlich jeder der eine Entschädigung haben möchte. Besser wäre es wenn es gleich auf ha umgelegt wird. Bei den zu erhaltenden Subventionen funzt das ja auch sehr gut. ;)
Und wenn dann auch alle mitmachen ist es für den einzelnen ha auch nicht so teuer.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1536

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

centauri hat geschrieben:Bin ja mal gespannt ob die Landwirtschaft in kommenden Rekorderntejahren eventuell etwas zurückzahlt. :)
Normalerweise müsste eine Versicherung für solche Geschichten her. Jetzt kommt natürlich gleich wieder "Wer soll das bezahlen?". Eigentlich jeder der eine Entschädigung haben möchte. Besser wäre es wenn es gleich auf ha umgelegt wird. Bei den zu erhaltenden Subventionen funzt das ja auch sehr gut. ;)
Und wenn dann auch alle mitmachen ist es für den einzelnen ha auch nicht so teuer.
Gegen Hagelschäden ist eine Versicherung üblich.

gegen Trockenschäden bietet bis jetzt noch keine Versicherung etwas an...
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marceb
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1537

Beitrag von marceb »

Bei Rekordenten dürfen sie dann vielleicht nicht ernten, wie die Winzer.

https://www.allgemeine-zeitung.de/lokal ... n_19120152
Nahe-Winzer müssen Trauben hängenlassen
Von Heidi Sturm vor 5 Tagen
Der Supersommer hat eine reiche Ernte beschert. Viele Winzer müssen aber Trauben am Stock verrotten lassen, weil sie die Hektarhöchstmenge erreicht haben.
BAD KREUZNACH - Dem Planiger Winzer Peter Lukas blutet das Herz, wenn er durch seine Dornfelder-Weinberge geht: Dort hängen auf rund sechs Morgen noch die vollreifen blauen Trauben, denen der Ausnahmesommer besondere Süße und Üppigkeit beschert hat. Wegen der erreichten Hektar-Höchstmenge dürfen sie aber nicht mehr gelesen werden, sondern müssen am Stock verfaulen. „Unsere Vorfahren würden uns verhauen, wenn sie sehen müssten, dass wir dank der Politik diese wertvolle und hohe Qualität nicht ernten dürfen, die uns die Natur nach zwei mageren Jahren geschenkt hat“, sagt Lukas und ergänzt: „Es tut weh, wenn man das ganze Jahr dafür gearbeitet hat und dazu erzogen wurde, keine Frucht auf dem Feld verkommen zu lassen.“
Auch für Traubensaft und Gelee darf wegen der Mengenbegrenzung nicht geerntet werden, noch nicht einmal als Benefizaktion verschenkt. Für Lukas fühlte es sich wie Hohn an, dass Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner fast gleichzeitig in ihrem Erntedankfest-Video auf Facebook daran erinnert, dass Lebensmittel nicht einfach vom Himmel fallen: Man müsse dankbar sein gegenüber dem, was einem die Erde schenke und sich auch bewusst sein, dass es Erzeuger brauche, die diese Mittel zum Leben täglich auf den Tisch brächten. Lukas hatte dann frustriert ein Video einer voll hängenden Dornfelder-Reihe gepostet und einen Hinweis auf die verbotene Ernte gepostet und viele verärgerte Reaktionen über diese Lebensmittelverschwendung erhalten. In kurzer Zeit wurde das Video 91-mal geteilt.


Bewusst habe man beim Rebschnitt im Sinn von „Qualität statt Quantität“ die Ertragsbegrenzung vorgenommen, betont der Winzer. Man produziere nicht auf Masse, sondern habe in den vergangenen zwei Jahren durch Hagel und Frost erhebliche Einbußen gehabt. Da müsse es doch jetzt möglich sein, die qualitativ hohe „Übermenge“ als Ausgleich zu lagern – oder vorbeugend, falls es im kommenden Jahr wieder eine Missernte gebe. Aber auch das bringt nichts: Dann werde im kommenden Herbst die Höchstmenge noch stärker reduziert als das, was man jetzt „gut gemacht“ habe. „Es ist eine Sünde und Schande, diese herrlichen Früchte verkommen zu lassen“, schüttelt Lukas den Kopf.
MENGENREGULIERUNG

Auf Anfrage der AZ wies Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner darauf hin, dass man das Thema auf dem Schirm habe. Die Mengenregulierung sei zunächst einmal Ländersache. Im Rahmen der anstehenden Weingesetzreform werde aber eine flexiblere Ausgestaltung geprüft, um beispielsweise besonderen Witterungssituationen besser gerecht werden zu können. Auch Höfer bekannte sich grundsätzlich zu einer Überlagerung, dafür seien aber noch dicke Bretter zu bohren. Mengenregulierung Auf Anfrage der AZ wies Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner darauf hin, dass man das Thema auf dem Schirm habe. Die Mengenregulierung sei zunächst einmal Ländersache. Im Rahmen der anstehenden Weingesetzreform werde aber eine flexiblere Ausgestaltung geprüft, um beispielsweise besonderen Witterungssituationen besser gerecht werden zu können. Auch Höfer bekannte sich grundsätzlich zu einer Überlagerung, dafür seien aber noch dicke Bretter zu bohren.


Auch für Weinbaupräsident Thomas Höfer ist es eine traurige Sache, was draußen noch hänge. Er ist sich aber sicher, dass noch einiges geerntet werde, weil noch Weinkommissionäre unterwegs seien. Wer allerdings sein Pulver verschossen, also die Höchstmenge geerntet habe, könne jetzt nichts mehr tun und müsse in den sauren Apfel beißen und die Trauben hängen lassen. Es gebe zwar noch die Möglichkeit einer Abstufung auf „Tafelwein“ oder „Deutschen Wein“, bei dem größere Mengen als beim Qualitätswein möglich seien, was sich allerdings wegen der deutlich niedrigeren Preise kaum rechne. Für die Höchstmengen hat er allerdings gewisses Verständnis: „Es wird einfach zu viel produziert und wir können die EU nicht mit Alkohol überschwemmen.“ Der Markt werde überall reguliert, bei den Autos etwa durch Zölle. Es gebe nun einmal Spielregeln, die man befolgen müsse. Mit der Regulierung zeige man auch Verantwortung für die Erzeuger, damit diese nicht auf vollen Kellern sitzen blieben, betont der Weinbaupräsident.



Die abnehmende Hand setze auf junge Weine. Von deren Seite höre er immer wieder, dass ein Wein nicht besser werde, wenn er als Vorrat für den möglicherweise nächsten schlechten Herbst länger im Fass liege. Ein Problem sei, dass noch viele ausländische Weine getrunken würden, da müsse man ansetzen, um mehr Absatz bei den regionalen Produkten zu erzielen, wirbt Höfer, weiß aber, dass dies schwer sei. Einen Lösungsansatz sieht er aber auch bei den Winzern selbst.
Bei jeder Wintertagung werbe man stets dafür, dass diese sich der erfolgreichen Moselland-Winzergenossenschaft anschließen, die seit Jahren Partner suche, was ein echter Glücksfall sei. Da hätten die Winzer garantierte Einnahmen und keine Riesenschwankungen, was auch dem Überleben kleinerer Betriebe diene. Er hofft jetzt, dass nach den schlechten Erfahrungen dieses Jahres ein paar Winzer umschwenken und sich der Genossenschaft anschließen. Und letztlich hofft er sogar, dass es im kommenden Jahr nicht noch einmal eine Superernte gibt, damit dieser verständliche Frust vielen erspart bleibe.
„Als Moselland-Vertragspartner hätten wir jetzt das gleiche Problem, dass Trauben hängen bleiben“, widerspricht Lukas: Auch mit der Genossenschaft habe man kein größeres Kontingent. Das Anbaugebiet Nahe sei einfach zu klein, um im Handel zu landen. Es gebe zu wenig Wein, um den Markt kontinuierlich zu bestücken. Lukas plädiert deshalb für die Möglichkeit, eine Übermenge über das Erntejahr hinaus als Wein zu lagern und in einem folgenden Jahr zur Aufstockung einer Minderernte zu verwenden. Das habe nichts damit zu tun, dass man die EU mit Alkohol überschwemme, ist Lukas verärgert: An der Ahr und am Mittelrhein sei es schließlich erlaubt. Weinbaupräsident Höfer solle lieber überlegen, von wem er gewählt worden sei und sich für eine Überlagerung einsetzen. „Dann hätte er etwas Gutes erreicht und den Fassweinbetrieben geholfen, statt sie zu kritisieren.“
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1538

Beitrag von Rohana »

Nicht ganz neu, aber aufschlussreich zum Thema Marktanteile im Bio-Lebensmitttelbereich: https://www.iol.uni-bonn.de/iol-studie- ... mittel.pdf
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1539

Beitrag von centauri »

Sehr interessant. Das heißt eigentlich nur das uns die Polen mit ihrer Anbaufläche für Bioprodukte schon längst überholt haben. Naja kein Wunder bei einem Zuwachs in Polen von 531 % gegenüber 29 % in Schland. Jetzt gehe ich aber nicht davon aus das sich die polnische Bevölkerung so dem Biomarkt zugewandt haben. Eigentlich zeigt es aber auch die Unfähigkeit der deutschen Landwirtschaft sich auf Veränderungen ein zu stellen. ;)
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1540

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

centauri hat geschrieben:Sehr interessant. Das heißt eigentlich nur das uns die Polen mit ihrer Anbaufläche für Bioprodukte schon längst überholt haben. Naja kein Wunder bei einem Zuwachs in Polen von 531 % gegenüber 29 % in Schland. Jetzt gehe ich aber nicht davon aus das sich die polnische Bevölkerung so dem Biomarkt zugewandt haben. Eigentlich zeigt es aber auch die Unfähigkeit der deutschen Landwirtschaft sich auf Veränderungen ein zu stellen. ;)
Ungeachtet der Steigerungsrate ist die Biofläche 2010 in DE doppelt so groß wie die Polnische.

Die Studie ist leider nicht mehr die neuste.
Mittlerweile hat man das Problem das eine massive Überproduktion stattfindet (vor allem bei den Massengütern Getreide, Milch, Fleisch und Eiern sowie vor allem Leguminosen) die die Preise immer tiefer drückt, bei gleichzeitig steigenden Produktionskosten (hier besonders die Personal und Pachtkosten).
Wo mit sich noch wirklich Geld verdienen lässt sind Sonderkulturen, Körnermais und Kartoffeln,
neu dazugekommen sind Zuckerrüben.
Bei den Rüben ist die Entwicklung noch unklar, ob das nur ein Strohfeuer ist oder die deutsche Zuckerindustrie wirklich im größeren Stil Bio-Zucker anbieten will.
Bis jetzt ist der Bio-Rubenzucker aber eine "ökologische-katstrophe":
in DE gibt es nur ein einziges Zuckerwerk das Bio-Zucker herstellt.
Alle Biorüben, vom Bodensee bis zur dänischen Grenze, werden per LKW nach Nord-Hessen gefahren und dort zu Zucker verarbeitet

Dazu kommt daß es in den vergangenen und in den kommenden zwei Jahren eine große Umstellungswelle kommt, die für einen gesättigten Markt produziert...
Viele dieser Neuumsteller haben nicht aus der Ideologie heraus umgestellt, sondern aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Und wie immer und überall gibt auch im Biobereich die "bösen Russen" :mrgreen:
Russland plant etwas mehr als 1,3 Millionen Hektar schwarzerde-Brache wieder in die Produktion zu nehmen und diese Fläche Bio-Zertifizeren zu lassen.

Vor dem Exportembargo gegen Russland habe wir (West) Europäer Russland mit landwirtschaftlichen Produkten versorgt.
Durch das Embargo hat die russische Führung die heimische Landwirtschaft massiv angekurbelt so das nach dem Embargo der russische Markt für uns Landwirte praktisch tot ist,
im Gegenteil wenn sich die Russen anstrengen werden sie in der Lage sein den europäischen Markt zu fluten,
auch mit Bio-Produkten...
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