Pilze 2018

(Sammeln, Bestimmen, Anbau etc.)
Hildegard
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Re: Pilze 2018

#31

Beitrag von Hildegard »

Beim Karbolchampignon wird der Stiel auf Druck sehr schnell chromgelb...bei den anderen langsamer und auch blasser, aber wenn man nicht sicher ist, kann man vorher ein Exemplar erhitzen, DAS stinkt dann heftig.Oder wie oben von Maisi gesagt: Stehen lassen.
LG Hildegard
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hobbygaertnerin
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Re: Pilze 2018

#32

Beitrag von hobbygaertnerin »

Ich bin bei Pilzen sehr vorsichtig und sammle nur Pilze, die ich wirklich kenne- ist eh nur der Wiesenchampignon und Steinpilz. Da lieber Pellkartoffeln als Essen und keine Pilzexperimente. Selbst die angebotenen Pilzkurse haben mich da nicht wirklich weiter gebracht.
Steinpilze finde ich so gut wie keine- also schon froh um den Champignon- beim sammeln neulich hab ich auch ein paar kleine Boviste gesehen, aber man kennt sie schon raus
und alles andere züchte ich lieber an der kleinen schattigen Pilzkultur im Garten.
Aus dem grossen Waschkorb Wiesenchampignons sind 8 Päckchen zum Einfrieren geworden, 2 mal Rahmschwammerl und 4 Bleche getrocknete Pilze. Ein Päckchen Pilze hab ich als Versuch vakkumiert und im Kühlschrank einen Tag aufbewahrt, die waren farblich und geschmacklich wie frisch.
Mit der Anzucht von Champignons bin ich bis jetzt noch auf keinen grünen Zweig gekommen, während Riesentäuschling, Shitake, Austersaitling ganz gut geht.
Beim Pilzesammeln kommt scheinbar das archaische Sammlergen der Urururahninen zum Vorschein, das scheint tiefer zu wirken als das Gen vom Garten- und Ackerbau.
Hildegard
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Re: Pilze 2018

#33

Beitrag von Hildegard »

Nachdem ich etwas über 6 Jahrzehnte Pilzgenuss noch immer lebe , darf ich meinem Geschmack -und Sehsinn und "Bauchgefühl" trauen. War aber mit 4 Jahren schon allein im Wald sammelnd unterwegs.Es gibt aber immer noch Pilze die ich freiwillig stehen lasse, obwohl sie essbar wären.
LG Hildegard
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Re: Pilze 2018

#34

Beitrag von kapuzinerkresse »

Ich bin ja total neidisch auf jeden der sich da auskennt .
Als Kind war ich oft mit einem Onkel im Wald, der sich wirklich gut ausgekannt hat. Als Teenager hat mich das aber nicht interessiert und als ich älter war und Interesse hatte, da war der Onkel schon zu krank.
Mittlerweile auch verstorben .
Außer Eierschwammerl kenne ich nichts und nicht mal da bin mir sicher.... :pfeif:
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Maisi
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Re: Pilze 2018

#35

Beitrag von Maisi »

Wir haben hier in Pilzjahren immer viele Parasol, die mag ich sehr gern. Paniert und angebraten wie Schnitzel - saugut :) Champignons hat es hier eher wenig, Steinpilze schon ab und zu. Die sonst eher seltene abgestutzte Keule wächst hier auch, die find ich sehr lecker. Hingegen lass ich Flaschenstäublinge (oder auch Beutel) stehen, die haben ein sehr intensives, eigenes Aroma, das man mögen muß. Meins ist es so gar nicht...

Grüner Knollenblätterpilz wächst hier auch gut. Hm, wen könnt ich denn da mal zum Essen einladen....? :pfeif: :aeh:
Hildegard
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Re: Pilze 2018

#36

Beitrag von Hildegard »

Mein Wahlspruch in punkto Pilzen ist ja: "Alle Pilze sind essbar , viele sogar öfter!" :mrgreen:
LG Hildegard
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Re: Pilze 2018

#37

Beitrag von hobbygaertnerin »

Ich hab mich schon öfters gefragt, wie lernt man es, die verschiedenen Sorten und Arten gut zu kennen?
War schon 2 mal auf einem Pilzkurs - stattgefunden im Wald mit anschliessender Bestimmung und Verwendung in der Küche-
aber ein Jahr später stand ich dann wieder draussen im Wald und wusste nicht mehr genau, auf was man genau achten müsste- und da dann lieber gekochte Pellkartoffeln mit Kräuterquark.
Deshalb hab ich mich mit der Zucht von Pilzen im Garten befasst, da weiß ich, was daher wächst.
centauri

Re: Pilze 2018

#38

Beitrag von centauri »

Ich denke mal das dir das nicht so wichtig ist und deshalb halbherzig ran gehst. Das kenne ich z.B. von unseren Sägekursen. Nur ein Teil der Teilnehmer verinnerlicht das gelernte. Die anderen sägen nach einem Jahr genau so wie eh und je. Funktioniert eben nur dann wenn man ihnen sagt das sie das üben müssen. Lernen, üben, verinnerlichen. ;)
Südwind
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Re: Pilze 2018

#39

Beitrag von Südwind »

centauri hat geschrieben:Ich denke mal das dir das nicht so wichtig ist und deshalb halbherzig ran gehst. Das kenne ich z.B. von unseren Sägekursen. Nur ein Teil der Teilnehmer verinnerlicht das gelernte. Die anderen sägen nach einem Jahr genau so wie eh und je. Funktioniert eben nur dann wenn man ihnen sagt das sie das üben müssen. Lernen, üben, verinnerlichen. ;)
Ich glaub, bei Pilzen ist das mit dem üben aber doch noch schwieriger, weil du, wenn du Pech hast, erst ein Jahr nach dem Pilzkurs überhaupt wieder welche zu sehen bekommst.
Hobbygärtnerin, mir hat sehr geholfen, mir einzugstehen, dass ich nicht der visuelle Typ bin. Ich seh die kleinen Unterschiede schlecht. Ich brauche eine Liste im Kopf, auf was ich achten muss, und die arbeite ich dann ab (nicht an unbekannten Pilzen, sondern an denen die ich eigentlich kenne), dann fühle ich mich sicher. Wenn mir jemand (der es wirklich weiß) einen mir neuen Pilz zeigt, schreibe ich mir diese Liste zunächst auf, checke dann die Doppelgänger ab. Ich mache es wie damals in der Schule. Mein Problem ist eher, dass ich nicht so viele pilzkundige Menschen kenne, die mir die Pilze zuverlässig erklären können.
Viele Grüße,
Südwind
hobbygaertnerin
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Re: Pilze 2018

#40

Beitrag von hobbygaertnerin »

Die 2 Pilzkurse im Wald waren wirklich interessant, leider hat jeder der Kursleiter die Pilze doch wieder ganz anders gesehen, einmal waren sie speisetauglich, ein anderes mal bedingt speisetauglich.
Bin nach dem Kurs mit einem Pilzbestimmungsbuch und all dem, was ich mir in dem Kurs aufgeschrieben hatte, in unseren Wald gegangen und da waren die Pilze rein vom Foto und auch von der Beschreibung her schon wieder total anders. Ausserdem wuchsen in dem Pilzkurswald wieder ganz andere Pilze als in unserem reinen Laubwald.
Ich mag auch nicht einen ganzen Korb Pilze pflücken und dann zum Pilzberater gehen, damit er sie anschaut. Denk mir da immer, die Pilze haben ja einen Sinn im Wald und da muss ich dann nicht einfach abernten.
Hab da noch einen Defekt, wenn ich jetzt Pilze verkochen würde, von denen ich nicht hunderprozentig sicher bin, dass sie gut sind, da hab ich einfach keinen Appetit- und unseren Hund möchte ich auch nicht als Testesserin verwenden.
Den nächsten Pilzkurs, den ich gemacht hatte, der hatte das Thema -Züchten von Speisepilzen- damit kann ich was anfangen und hab da auch schon viel umgesetzt.
Wo bei mir neulich auf der Schwammerlpirsch schon wieder klar geworden ist, dass diese uralten Sammlergene immer noch aktiv sind- es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl, auf der Weise draussen solche Mengen wunderbarer Champignons zu finden, kein einziger der Pilze war wurmig.
Ich hab mich vor allem gefragt, wie es möglich sein kann, nach so einer Trockenheit, das Gras ist dort total verdorrt, das dort Champignons in rauhen Mengen wachsen. Ich hatte in Erinnerung, das es oft sehr fettes junges Gras war, wo Champignons in grösseren Mengen wuchsen.
Pilze sind schon sehr geheimnisvolle Gestalten, so wirklich verstehen tu ich von denen sehr wenig.
Ich freu mich einfach über diesen gefundenen Schatz und werd aber dennoch mit den Zuchtpilzen weitermachen.
Ist auch immer wieder ein Erlebnis, wenn wieder mal massig was wächst und zum Ernten ansteht.
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