Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1441

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Oelkanne hat geschrieben:Wo kommt eigentlich dieser absurde Anspruch von Ina maka und dir her?
Ich stell keinen Anspruch, ich wollte Rohana antworten :im:
Und von was lebt ihr so, und eure Tiere? :kaffee:

(rein rhetorisch, keine Antwort nötig)
Ich hab eigentlich aus dieser rhetorischen Frage den mir unterstellten "absurden Anspruch" herausgelesen oops, sorry falsch verstanden, oder?? :hmm: :grinblum:
Oelkanne hat geschrieben:Was heißt hier glauben?
Glauben kann man in der Kirche, auf dem Acker zählen Fakten und die sind eindeutig.
Oelkanne hat geschrieben:Durch den Wegfall von Herbizide ist man zu intensivieren und tieferen Bodenbearbeitung gezwungen,


Wo bitte kann ich dieses Faktum selber sehen?
ist natürlich eine Glaubenssache :roll:
Niemand zwingt hier.....
Oelkanne hat geschrieben:schließlich kann nicht jeder Landwirt noch 10 Apfelbäume, 100qm Salat, Hühner, Schweine, Rinder, Kühe und Masthähnchen halten, Nussbäume und Hopfe haben, Brotweizen,Futterweizen, Keksweizen, Brau und Futtergerste, Körnermais, Silomais, Soja, Erbsen, Bohnen, und ein Gewächshaus für die Gemüseproduktion haben?
Wieso nicht?
Oelkanne hat geschrieben:Am Ende Ernähren wir Landwirte uns selbst,
wie jeder andere Verbraucher auch über den "Umweg" des Handels.
sich selber ernährt.

Dann sind wir uns eh einig......
(fast - ich hab ein "r" aus dem Zitat weggelassen, weil es gramatikalisch nicht passte)
Benutzer 3370 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1442

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

Wort zum Sonntag

Es gibt junge Menschen, die denken "jung"
Es gibt alte Menschen, die denken "alt"
Es gibt junge Menschen, die denken"alt"
Es gibt alte Menschen die denken "jung"
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1443

Beitrag von centauri »

An die Leute die gar nicht denken ist noch gar nicht gedacht! :)
Aber wenn jeder wenigstens an sich selber denkt ist ja auch an alle gedacht. ;)
sybille
Beiträge: 3274
Registriert: Mi 2. Nov 2011, 19:48

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1444

Beitrag von sybille »

Aber wenn jeder wenigstens an sich selber denkt ist ja auch an alle gedacht. ;)
Das kannst Du in der heutigen Zeit nicht einfach so verallgemeinern.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
Benutzer 3370 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1445

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

centauri hat geschrieben:Aber wenn jeder wenigstens an sich selber denkt ist ja auch an alle gedacht. ;)
Keiner mag mich, ....nur ich mag mich :platt:
Es lebe der Narzissmus :bang:
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1446

Beitrag von centauri »

Naja Ölkanne sagt ja auch das die Landwirtschaft die Welt ernährt.
Geht ja auch einfacher wenn 750 Mio Leute von der Hand im Mund leben.
Außerdem ist das "We feed the World" Logo schon weg. :) Das hat schon eine andere Firma. :haha:
strega
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1447

Beitrag von strega »

da geht mir doch mal wieder auf was für ein Luxus SV ist....
eben nicht leben müssen auf Gedeih und Verderb vom täglichen schnellen Einkauf im Supermarkt...
davor stunden, tagelang, wochenlang, monatelang, jahrzehntelang Rennen im Hamsterrad, um halt das nötige Kleingeld zu haben für alles was so gekauft werden muss...................

den eigenen Garten pflegen und lieben und wissen was da wächst und womit es behandelt oder auch eben nicht behandelt wird
Wildpflanzen kennen, achten und nutzen
die Produkte eigener Tiere oder die derer von Freunden, die sie gut behandeln, maßvoll und dankbar geniessen

irgendwie will ich nix anderes mehr....

die paar Millionen oder Milliarden Leute, die das nicht geniessen können, die können ja weiterhin im Supermarkt einkaufen.
Ich bring sie wohl eher nicht davon ab, das ist halt der Lauf der Welt :pfeif:
auch wenn ich es gern würde!!!

aber jeder schmiedet sein/ihr Glück halt tatsächlich selbst.
Frauen, die sich gut benehmen, schreiben selten Geschichte. Eleanor Roosevelt
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1448

Beitrag von centauri »

Läuft gerade übern Ticker. Pommes könnten teurer werden wegen der Dürre. Ist das nicht schrecklich! :ohoh: :kaffee:
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1449

Beitrag von Rohana »

strega hat geschrieben:da geht mir doch mal wieder auf was für ein Luxus SV ist....
Da braucht man nichts hinzuzufügen. Das Land und die Zeit zu haben, selbst anzubauen, das ist ein Luxus - denn das hat längst nicht jeder.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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marceb
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1450

Beitrag von marceb »

Rette ich mit dem Kauf von Biogemüse die Welt?

https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher ... se104.html
Rette ich mit dem Kauf von Biogemüse die Welt?
von Claudia Plaß, NDR Info
Was bringt Nachhaltigkeit oder besser: nachhaltiges Verbraucher-Verhalten? In dieser Folge der Serie von NDR Info und NDR 2 geht es um das Thema Bio-Landwirtschaft und -Lebensmittel.

Einkaufen mit gutem Gewissen: Das Gemüse wird in der Region angebaut und ist frisch geerntet.
In meinem Einkaufskorb am Bio-Stand auf dem Wochenmarkt landen Tomaten, Salat, Zucchini, Radieschen und Gurken - frisch geerntet in der Region. Ein guter Beitrag zu einer nachhaltigen Ernährung - und zu einer umweltschonenden Landwirtschaft. Ein Besuch beim Erzeuger, dem Öko-Betrieb Gut Wulksfelde, zeigt: Salate, Gemüse und Kräuter werden ohne chemischen Dünger und ohne Pestizide angebaut. Die Tomaten wachsen in Thermo-Gewächshäusern, die nicht zusätzlich beheizt werden. Das sorgt ebenfalls für eine gute Öko-Bilanz.
Flugzeug-Transport verschlechtert Klimabilanz
Was aber ist mit Bio-Tomaten aus Holland? Oder Bio-Avocados aus Peru? Bin ich da umweltbewusst? "Da habe ich meine Zweifel", sagt Gerold Rahmann, Leiter des Thünen-Instituts für ökologischen Landbau in Trenthorst in Schleswig Holstein: "Beim Klimaschutz, das kann so oder so sein. Das kann sein, dass wir mit fossiler Energie sehr klima-unfreundlich dort produzieren. Erdbeeren aus Peru, Frühkartoffeln aus Ägypten können einen ganz schlechten Fußabdruck fürs Klima haben." Vor allem, wenn sie mit dem Flugzeug transportiert werden. Dann verschlechtert sich die Klimabilanz bei konventionellen und bei Bioprodukten.
Der Schiffstransport ist deutlich umweltschonender: Er verursacht pro Kilo Obst und Gemüse bei gleicher Distanz nur drei Prozent der CO2-Menge, die beim Flugtransport entsteht. Auch die Lagerung spielt eine wichtige Rolle bei der Klimabilanz: Äpfel zum Beispiel, die nach der Ernte im Herbst monatelang gelagert und frisch gehalten werden, bevor sie im Supermarkt landen, weisen nicht unbedingt eine gute CO2-Bilanz auf.

Auch wer Bio-Avocados aus Peru kauft, handelt nicht unbedingt umweltgerecht.
Insgesamt schneiden Produkte aus ökologischer Landwirtschaft besser ab als solche aus konventionellem Anbau: Sie sparen bis zu 30 Prozent der Treibhausgasemissionen. Das zeigt ein Vergleich der Klimabilanzen des Bundesumweltministeriums. Bio ist eine Erfolgsgeschichte, betont Gerold Rahmann: "Wenn ich mir die Produktion anschaue, dann kann ich sagen, dass die Standards eingehalten werden. Egal, wo auf der Erde sie produziert werden, werden sie über die gesamte Handelskette bis zum Markt geprüft. Es gibt keinen Lebensmittelsektor, der so homogen und so nachhaltig ist wie die Bio-Prozesskette."
Geringere Ernte in der Bio-Landwirtschaft

Jeder kann heutzutage seinen Beitrag leisten", meint Daniel Anthes vom Zukunftsinstitut. Er zeigt auf, welche Möglichkeiten jeder Einzelne für mehr Nachhaltigkeit hat.
In Deutschland ist inzwischen jeder zehnte landwirtschaftliche Betrieb ein Bio-Betrieb. Die Bundesregierung will Öko-Landbau weiter stärken. Das Ziel: Mittelfristig 20 Prozent Öko-Anbaufläche. Während Rahmann das realistisch findet, ist der Agrarökonom Matin Qaim von der Uni Göttingen anderer Meinung. Er sieht aus wissenschaftlicher Sicht keinen Grund, ausgerechnet das 20-Prozent-Ziel zu setzen. Und auch wenn Bio-Produkte mit weniger chemischen Pflanzenschutzmitteln belastet sind - die Ökolandwirtschaft setze Bio-Pestizide ein, etwa Kupferverbindungen.
Qaim hält auch die Aussage für zu pauschal, wonach Bio-Landwirtschaft nachhaltiger ist: "Man muss schauen, was auf einem Hektar Ackerland passiert. Wenn Sie auf dem einen Hektar Gemüse anbauen und messen, was für Umwelteffekte entstehen, dann ist es häufig so, dass die Bio-Landwirtschaft besser abschneidet als die konventionelle Landwirtschaft. Aber Sie ernten auch deutlich weniger."
Eben weil sie zum Beispiel keine chemischen Pestizide einsetzen, hält Rahmann vom Thünen-Institut dagegen. Er ergänzt: In Sachen Ertragsteigerung muss die Ökolandwirtschaft noch besser, Kontrollen und Standards weiterentwickelt werden: "Wir müssen weniger Sprit verbrauchen. Wir müssen weniger Fläche für die Lebensmittelproduktion verbrauchen, wir müssen den Tieren noch bessere Lebensbedingungen geben, das Essen muss noch gesünder werden."
Der Kauf am Bio-Stand ist nicht alles

Die Erträge im Biolandbau sind deutlich geringer als die in der konventionellen Landwirtschaft.
Nachhaltige Ernährung bedeutet aber mehr als der Kauf beim Bio-Stand auf dem Wochenmarkt: Fahre ich mit dem Auto oder dem Fahrrad zum Einkaufen? Außerdem wird viel zu viel weggeschmissen: Allein in Deutschland landen laut Bundesumweltministerium elf Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr in der Tonne.
Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen haben "nachhaltige Ernährungsweisen geringe Auswirkungen auf die Umwelt, tragen zur Lebensmittel- und Ernährungssicherung bei und ermöglichen heutigen und zukünftigen Generationen ein gesundes Leben". Zudem schützen sie die Ökosysteme.
Insgesamt also geht es um einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln, sagen Experten. Dabei spielt auch der Fleischkonsum eine große Rolle: Die Produktion von Fleisch verbraucht zehnmal so viel Energie und Wasser wie pflanzliche Kost.
EU-Bio-Siegel bietet Orientierung
Überprüfen können Verbraucher die Ökobilanz von Bio-Produkten aus dem Ausland aber schlecht: Es gibt ja kein Klimabilanz-Siegel auf den Produkten, das alles - also Produktion, Transport und so weiter - kennzeichnet.
Orientierung bietet das EU-Bio-Siegel. Hier werden Mindeststandards eingehalten, die Labels deutscher Bio-Verbände haben strengere Richtlinien.
Bio- und konventionelle Bauern lernen voneinander
Kann Bio die Welt ernähren? Einige Studien sagen: Ja, unter der Voraussetzung, dass wir weniger wegschmeißen und weniger Fleisch essen. Andere sagen: Nein, Bio kann die Welt auf keinen Fall ernähren. Dazu gehört zum Beispiel eine Studie der Uni Göttingen.
Das Problem ist: Bio-Landwirte ernten je nach Standort bis zu 50 Prozent weniger als ihre konventionell wirtschaftenden Kollegen. Sie brauchen also viel mehr Fläche. Deswegen wird gerade daran geforscht: Wie können Erträge ohne chemische Zusatzmittel gesteigert werden? Wie kann man robustere Pflanzen anbauen? Noch bessere Fruchtfolgen einsetzen? Durch diese Diskussion lernen Bio- und konventionelle Bauern schon jetzt schon voneinander.
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