Tiny houses

Benutzer 3370 gelöscht

Re: Tiny houses

#91

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

si001 hat geschrieben:haupsächlich von der älteren Generation-
Bei mir gucken die Alten auch immer( von wegen altes Wissen und so). Von Lehmbau haben die Null Ahnung. Wie du nimmst den Lehm aus der Erde ? Damit kann man Mauern und Verputzen? Wie und nur Wasser keinsonst nix?
Dabei sind die Häuser alle aus Feldbrandziegeln mit Lehmmörtel gemauert. Da hat keiner eine Ahnung davon.
Dann kommt immer die Frage und wie sieht es aus mit Ungeziefer bei der Strohdämmung? sag ich: "So lange Ungeziefer in der Dämmung ist, weiß ich, dass die Dämmung biologisch ist :haha: "
Benutzer 3370 gelöscht

Re: Tiny houses

#92

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

Küstenharry hat geschrieben:170 cbm Strohballen
Das sind etwa 1000 Stk Kleinstrohballen. Bei uns von 1,4 € - 3 € zu haben.
Wieviel m² Wohnfläche entspricht das etwa?
Küstenharry
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Re: Tiny houses

#93

Beitrag von Küstenharry »

Yep. ca 1000stck zu 2,2 Euro oder so.
für 170 qm netto Wohnfläche.
war auch mehr Aufwand beim Pressen.
Rohdichte einstellen ( Mittelwert von 105 kg/qbm) und kontrollieren sowie nach Stückzahl vorgegebene Längen pressen.
Strohballen durchzusägen ist sehr interessant und geht eigentlich nur mit einer Spezialsäge.

Morgen bekommen wir Besuch eines neuen potentiellen Strohballenhausbauers. mal sehen.

Wir haben jetzt im ersten Jahr 800 qbm Gas verbraucht. Also 47 kWh pro Jahr auf den Quadratmeter.
Mit so einfachen Mitteln ist das nicht schlecht.
Gruss von der Küste

Harry
Benutzer 3370 gelöscht

Re: Tiny houses

#94

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

Mit 40 cm Strohwanddicke sollte sich eigentlich Passivhausstandart ausgehen.
Das ganze ginge auch mit Heuballen, allerdings müsste das Heu erst nach dem Aussamen gemäht werden (wegen Eiweisanteil)

Sind die Wände außen und innen mit Lehm verputzt? Außen Fassade würde mich vor allem interessieren.
Ich habe versuchsweise eine Außenwand westseitig mit Strohlehm verputz, Dachüberstand etwa 60 cm. Seit drei Jahren keine Beeinträchtigung auch bei Schlagregen nicht.
Küstenharry
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Re: Tiny houses

#95

Beitrag von Küstenharry »

Sind 34 cm Wandstärke 28 cm KVH+ 6 cm Holzfaser Aufdoppelung der Ständer.
das thema passivhaus hatten wir heute NAchmittag beim Besuch der potentiellen Strohhausbesitzer.
Da müsste man 36 cm Industrieleimholz nehmen+ aussen 6 cm vollflächige Holzfaserdämmung.
Aber dann gibts wieder ein Bauphysikalisches feuchte Problem, aussen dichter als innen.
desweiteren Lüftungsanlage etc.

Ja, 40 to lehm innen(Innenwände + Putz), ist alles mit 3 lagen Lehm verputzt und aussen mit einer zur Sicherheit.
darauf dann eine hinterlüftete Vorhangfassade aus Douglasie.
Lehm aussen wäre hier an der Küste unddenkbar.
Regen waagerecht bei 100 kmh Windgeschwindigkeit ist wie ein Hochdruckreiniger.
Daher haben die Leute früher schon keine Dachüberstände gebaut so wie ich es aus dem Süden kenne.

Wenn die Fassade hinüber ist kommt vielleicht mal ein Klinker dran.

[imBild

Bild

Als nächstes werden die Türen aus profilierten Eichendielen gebaut, nachdem ich endlich das Holz dafür habe.
Gruss von der Küste

Harry
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marceb
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Re: Tiny houses

#96

Beitrag von marceb »

Wohntrend "Off-Grid": Weg vom Versorgungsnetz

https://www.ndr.de/kultur/Wohntrend-Off ... id100.html
Ole Schütz und Lea Klöppel aus Dornum bei Aurich wollen "off-grid" leben - völlig energieautark, unabhängig vom öffentlichen Wasser- und Stromnetz. In zwei Monaten soll ihr "Wandelwagen", ein Haus auf Rädern, fertig sein. So sind sie auch noch mobil. Ole Schütz erklärt den Plan: Geheizt wird mit einem Kaminofen, der auf einer kleinen Zwischenebene im Haus stehen soll. "Und auf der ersten Ebene darunter, da ist dann die ganze Wasserinstallation. Also der Wassertank, unser Filtersystem und unser Warmwasser-Boiler, der von dem Ofen erwärmt wird." Lea und Ole nutzen im Haus einen Wasserkreislauf mit 40 Litern Kapazität. Das Wasser wird durch ein Filtersystem gereinigt und immer wieder aufgefrischt mit Regenwasser. Der Ofen wärmt. Für die beiden geht es dabei um Grundsätzliches.
Kein lockeres Hobby, sondern Lebensstil
Ole möchte sich "entkoppeln" von dem, was man eigentlich konsumiert. Er fragt sich: "Nehme ich eigentlich mehr, als ich gerade bräuchte oder nehme ich eigentlich mehr, als ich verwenden darf? Wenn man aber jetzt sagt: Ich habe nur das zur Verfügung, was ich an diesem Ort auch erzeugen kann, dann ist das Verhältnis ganz klar." Lea und Ole gehören zu den Vorreitern der "Off-Grid"-Szene. Individualisten mit ökologischen Visionen, die keine Lust mehr haben auf das klassische Energienetz. Ihren "Wandelwagen" lassen sie sich 25.000 Euro kosten. 7.000 Euro kostet allein die Technik, die "Off-Grid" möglich macht. In den vergangenen zwei, drei Jahren hat die Zahl solcher Häuser weltweit stark zugenommen. Die Mitglieder der Community geben sich im Netz untereinander Tipps. Es ist kein lockeres Hobby, sondern ein Lebensstil, der sich immer mehr professionalisiert. In England und Österreich kann man kleine unabhängige Wohneinheiten schon schlüsselfertig kaufen.
"Der Trend ist die Ur-Sehnsucht nach Unabhängigkeit"

Ole Schütz und Lea Klöppel vor ihrem "Wandelwagen", der ihnen Unabhängigkeit gewährt.
Timo Leukefeld will das Thema hier in Deutschland in größerem Maßstab voranbringen. Seit Jahren forscht er am energieautarken Wohnhaus - in einem der Prototypen wohnt er selbst. Leukefelds Vision: "Off-Grid" für Jedermann. Leukefeld sagt, man könnte das fast als Trend bezeichnen. "Der Trend ist praktisch die Ur-Sehnsucht nach Unabhängigkeit. Unabhängigkeit heißt: handlungsfähig sein und selbstbestimmter leben." Dazu braucht es einen eigenen Brunnen und Solarmodule auf dem Dach für Strom und Wärme. Der Strom wird in Batterien gespeichert. Er steht dort bis zu drei Tage zur Verfügung. Die Wärme landet hinter der halbrunden Wohnzimmerwand in einem Wärmespeicher, einem isolierten Tank mit 9.000 Litern Wasser. So reicht die im Sommer gesammelte Licht-Wärme bis in die Wintermonate. Und wenn das nicht genügt, kommt Holz zum Einsatz. Das mangelnde Sonnenlicht im Winter ist die größte Herausforderung. Die üppige Sonnenenergie aus dem Sommer muss irgendwie in den Winter hinübergerettet werden. Je besser das gelingt, umso näher kommt man an 100 Prozent Unabhängigkeit. Professor Leukefeld sagt: "Beim Strombereich haben wir letztes Jahr die 100 Prozent geschafft. Das ist also technisch machbar. In der Wärme liegen wir bei 70 Prozent Autarkie, brauchen also noch drei, vier Raummeter Holz pro Jahr. Und bei der Mobilität, kann man sagen, liegen wir bei 80 Prozent Autarkie."
Vernetzung - Nachbarhäuser sollen mitversorgt werden
Das Zauberwort heißt dann: Vernetzung. Häuser, die zu viel Energie haben, geben diese an Häuser ab, die zu wenig haben. Theoretisch ist energieautarkes Nachrüsten auch bei bestehenden Gebäuden möglich. Aber nicht bei allen lohnt es sich. Leukefeld sagt, nur 25 Prozent aller bestehenden Gebäude seien für die Energieautarkie geeignet. "Das hängt mit den Dachflächen zusammen." Die Dachflächen müssen nach Süden ausgerichtet sein. Und ausreichend schräg. Über Vernetzung könnten dann auch Nachbarhäuser mitversorgt werden, die keine idealen Dachflächen besitzen. Dieses Konzept hat derzeit jedoch keine namhaften Befürworter. Zu mächtig ist die konservative Strom-Lobby. Dann doch nicht länger warten, sondern einfach selber machen. Leas und Oles "Wandelwagen" ist sicher keine Lösung für Jedermann. Doch die beiden nehmen ihre ganz persönliche Energiewende einfach in die eigenen Hände. Lea sagt, das sei auch das Schöne und Wichtige daran, dass das Haus autark sei. "Weil wir dadurch einfach immer hundertprozentig sicher sein können, dass wir erneuerbare Energien nutzen und uns nicht irgendwo hinstellen und dann den Nachbarn fragen müssen. Und der ist ein Atom-Fan oder hat Kohle oder dem ist es egal. Und dann unterstützt man Dinge, die man nicht unterstützen möchte." Es braucht viel eigene Energie für die Energieautarkie.
Benutzer 6122 gelöscht

Re: Tiny houses

#97

Beitrag von Benutzer 6122 gelöscht »

Sorry, ich weiß nicht, wo es sonst thematisch dazupasst?!
Auf jeden Fall bin ich gerade am Recherchieren wegen geplantem Neubau eines Gartenhauses aus Stein oder anderem Material. Nicht Holz.

Und dabei bin ich auf eine Pinterest-Seite gekommen (bin da nicht angemeldet). Aber ein paar echt coole Häuser kann man da auch ohne Registrierung angucken.
Schade, daß Einiges vermutlich in Deutschland nicht genehmigt werden würde.
Aber träumen darf man ja mal... :)

https://www.pinterest.de/gartenhausgmbh ... 3%A4user/s
Doris L.
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Re: Tiny houses

#98

Beitrag von Doris L. »

Melde dich doch an bei Pinterest, von dort kommt man dann auf die Werbeseiten der wasweißich Hersteller .
Es ist nur leider so bei Pinterest da kommt man von einer Seite auf die andere, man findet immer was neues. Bin da auch angemeldet.
Man findet unglaublich viele Ideen, für Haus und Garten , zum nähen und stricken, kochen und einmachen. Furchtbar!
Benutzer 6122 gelöscht

Re: Tiny houses

#99

Beitrag von Benutzer 6122 gelöscht »

Ja, auf Pinterest gibt es tolle Sachen. Meine Kollegin ist da angemeldet und wir finden auf der Seite auch öfter kreative Sachen, die wir verwenden können. Genauso wie bei Instagram.
Aber mich schreckt das Datensammeln ab.

Eine faszinierende Art, Häuser aus Sandsäcken zu bauen habe ich auch so gefunden (ohne bei Pinterest angemeldet zu sein): Earthbag buildings. Da lese ich mich gerade ein. Das wäre für mich wohl wirklich die einfachste Art, ein neues Gartenhaus zu bauen mit relativ geringen Kosten, sicher gegen Überschwemmungen, Erdbeben, Schußwaffen und sogar Explosionen. :mrgreen:

Ich brauche es zwar eigentlich nur für Gartenkram und als Schall- und Sichtschutz zu den doofen Nachbarn rüber, aber das könnte ich vielleicht auch alleine hinbekommen, ohne groß Maurer, Steine, Mörtel etc. zu bezahlen. Schädlinge gehen auch nicht dran. Und irgendwie kann man ganz ungewöhnliche Häuser damit bauen scheint mir.
Werd mich da auf jeden Fall mal mit beschäftigen.
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Re: Tiny houses

#100

Beitrag von emil17 »

Wenn du viel handwerklich kannst, wird das was - nicht unbedingt etwas 1:1 nachbauen, sondern Ideen bekommen, das Brauchbare raussuchen, kombinieren und für die eigenen Verhältnisse anpassen.
Bei Bausätzen lassen sich die Anbieter natürlich alles vergolden, die wollen davon ja auch leben.
Sandsäcke aufstapeln ist ja nun wohl nicht so schwierig. Du solltest aber Säcke finden, deren Material einige Jahrzehnte am Wetter (mit Frost und Sonnenlicht) aushält, sonst hast du irgendwann einen mit Plastikmüll verunreinigten Sandhaufen.

Wenn das Ding direkten Beschuss von fehlgeleiteten Panzerabwehrlenkwaffen beschädigungslos überstehen soll, wird es eben etwas aufwendiger. Allerdings ist die heutige Munition so stark, dass dir dann das Ding als Ganzes davonfliegt.

Wenn du viel mit gebrauchtem Material arbeiten oder sonst improvisieren willst, besorg dir zuerst Fenster und Türen mit Zargen und bau das Haus danach, das spart aufwendige Einpassungsarbeiten oder teure Sonderanfertigungen. Für einfache Geräteschuppen ist das Anfertigen einer einfachen Brettertür hingegen nicht schwierig. Aber auch da sparste Zeit, wenn du die Tür schon hast.

Ein Thema ist natürlich die Genehmigung. Die maximal zulässige Grösse betrifft immer die Grundfläche einschliesslich Mauern. Wenn da maximal 6 m2 genehmigungsfähig sind und die Mauern schon 50 cm dick werden, kannste innen nachher kaum was machen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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