Tiny houses

Pastinake

Re: Tiny houses

#51

Beitrag von Pastinake »

Ich kenne auch mehrere Leute, die im Bauwagen, LKW, Wohnwagen leben / gelebt haben. Ich finde das beeindruckend, muß aber sagen, daß das für mich persönlich wohl zu wenig Platz wäre. Außerdem hatten /haben die meisten, die ich kenne, dann noch eine Scheune als Lager gemietet, oder ein Stromkabel rüber zum Bauern, oder Freunde, Familie zum Aufladen der Autobatterie, zum Wäschewaschen, baden oder Ähnliches.
So ganz autark für einen längeren Zeitraum habe ich noch nie Jemanden kennengelernt. Natürlich zwingt das zu einer Beschränkung, was Besitz angeht. Ich wollte nie ein riesiges Haus haben, weil das geheizt, geputzt, erhalten werden muß. Und mir schadet es nicht, weniger Raum zur Verfügung zu haben. So muß ich meine Neigung zum Jagen und Sammeln wenigstens ein bißchen disziplinieren. ;)

Heute waren wir im Freilichtmuseum in Fladungen und das hat mich auch wieder zum Nachdenken gebracht, wie wenig Sachen die Leute damals besessen haben und wie eng die gewohnt haben: Stube mit Tisch und Eckbank, Ofen und 1 Schrank, Küche mit Holzherd und ein paar Sachen an der Wand hängend, Betten, Truhen, Kleiderschrank. Braucht man wirklich soviele Dinge? Hmmm... :hmm:

(@andi: Grüße aus der Coburger Ecke nach Unterfranken :hallo: )

@landleben1898: Du hast zwischenzeitlich auch was geschrieben. Soweit ich weiß, darf man einen Bauwagen, Wohnwagen, Wohnmobil auf seinem eigenen Grund ohne Genehmigung abstellen. Hauptsache, er ist beweglich.
Aber andi (oder Andere hier im Forum) können Dir diese Frage bestimmt besser beantworten.
Pastinake

Re: Tiny houses

#52

Beitrag von Pastinake »

Hab grad nochmal recherchiert und dieses hier gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=T28dGvseAVM

In dem Beitrag wird ein Preis genannt und auch die rechtlichen Grundlagen in D.
Vielleicht wäre das was für landleben1898? Finde ich auch ziemlich durchdacht das Tiny house.
Auf nem Oldtimertreffen am 1. Mai hab ich erfahren, daß es wohl auch möglich ist, einen LKW hinzustellen und das Häuschen dann so zu bauen und zu befestigen, daß es abladbar ist. Dann gilt das als Ladung und Keiner kann einem etwas.

Landleben: Wo lebst Du denn? In Deutschland? Welchem Bundesland?

@andi: Ja, man ist sicherlich im Wagen mehr auf andere Menschen und gegenseitiges Helfen angewiesen. Man braucht ja in D auch eine Meldeadresse z.B. Oder wie Du geschrieben hast, darfst Du ja den Keller von Freunden und Scheune mit Starkstrom (Brennholz?) nutzen. Warum lebst Du im Wagen? Kannst Du Dir in der Gegend keine Miete leisten? Oder ist es der Wunsch nach Leben näher an der Natur?
althea
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Registriert: Do 14. Mai 2015, 10:20

Re: - "The -Have-More-Plan"

#53

Beitrag von althea »

Sabi(e)ne hat geschrieben:Okay, kennst du den "Have-more-Plan? (http://www.amazon.de/Have-More-Plan-Rob ... -more-plan
Der dürfte für dich besser passen.
Ich bin nur grad erstaunt, daß das Ding so teuer geworden ist - vor 2 Jahren bekam man es noch unter 10€.
Man muß immer im Hinterkopf haben, das es aus den 50ern ist - Küchenfarbe mit 25% DDT gegen Fliegen ist heutzutage no-go, aber man lernt ja dazu.
Die Tierhaltung von damals würde man heute total ablehnen, aber trotzdem ist das Gesamtkonzept sehr okay. Die Army hat mehr als eine halbe Million davon gekauft, um den Veteranen eine Perspektive zu bieten.

Wenn du dich jetzt ernsthaft mit Joel Salatin beschäftigst, und dem Konzept der "portable Farm" plus Selbstvermarktung, weißt du alles, was du brauchst.
Nur ist es leider nicht jedem gegeben, ein guter Selbstvermarkter zu sein - da wären dann Ko-operationen nützlich...
Hallo Sabine,

herzlichen Dank für den Hinweis auf den "Have-More-Plan" - ich liebe alte How-to-Bücher und Schriften und kannte diesen eben noch nicht!

Dein Link ist inzwischen nicht mehr aktiv. Hier für alle die noch Interesse daran haben: https://ia902601.us.archive.org/10/item ... 20Plan.pdf

liebe Grüsse
althea
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emil17
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Re: Tiny houses

#54

Beitrag von emil17 »

Danke für den Link!
Da ist schon alles drin, von Stadtmüdigkeit über die Freude am Selbermachen ...
Bilder wie dieses im Einführungstext
sk1.gif
sk1.gif (44 KiB) 3702 mal betrachtet
stellen die Sache allerdings ein bisschen gar vereinfacht dar.
Auch damit passt es in die Linie der SV- und Aussteigerliteratur. Beim Durchblättern in der Buchhandlung bleiben natürlich die Bilder hängen und sind wichtig für die Kaufentscheidung. Sie werden meistens durch den Verlag gewünscht, die Autoren mit Selbsterfahrung würden das realistischer sehen.
Man muß immer im Hinterkopf haben, das es aus den 50ern ist - Küchenfarbe mit 25% DDT gegen Fliegen ist heutzutage no-go
Darauf weisen die Herausgeber im Vorwort extra hin.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Manfred

Re: Tiny houses

#55

Beitrag von Manfred »

Schaut euch mal den Innenausbau dieses Zirkuswagens an:
http://tinyhousetalk.com/gypsy-mermaid- ... 048Zx7e.01
Manfred

Re: Tiny houses

#56

Beitrag von Manfred »

Hier hat jemand einen alten Helikopter zur Ferienunterkunft umgebaut:

http://www.helicopterglamping.com/gallery
Griseldis

Re: Tiny houses

#57

Beitrag von Griseldis »

"Mit „FlexHome“ reagiert eine Saalfelder Tischlerei auf steigende Mieten und Grundstückspreise und den Trend zur lebenslangen Mobilität"
21qm ab 28 000€
http://saalfeld.otz.de/web/saalfeld/sta ... 1659633972
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marceb
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Re: Tiny houses

#58

Beitrag von marceb »

https://youtu.be/uSewVsbRe2A

ein Mobile Home aus Seecontainern
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si001
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Re: Tiny houses

#59

Beitrag von si001 »

Das ist zwar clever, aber meiner Meinung nach weder tiny noch mobil. :hmm:
Liebe Grüße, si001!
-----------------------
www.miteigenenhaenden.de
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Peterle
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Re: Tiny houses

#60

Beitrag von Peterle »

Guten Morgen,

da sich meine Lebensumstände aufgrund eines Todesfalles drastisch geändert haben, bin ich meinem Geschwafel nachgegangen und werde ab 2018, wenigstens in der warmen Zeit (April-Okt), auf ein Boot ziehen.
Ich hatte ja schon einmal angesprochen, dass ich diese Lösung für einen interessanten Weg halte, welcher die Kosten an Land deutlich mindern kann.

Nicht in allen Punkten habe ich meine Vorgaben eingehalten, was aber auch daran liegt, dass ich zukünftig allein lebe. So sind die Maschinen deutlich grösser als gewollt und das Boot insgesamt auch höher als ideal wäre.
Dafür ist die Sicherheit auf dem Wasser gestiegen und die Lebensqualität.

Zur Zeit rüste ich auf um von Bord aus zu arbeiten:
- SAT anlage
- WLan on Bord
- Voip via Internet und Skype via DECT
- Beiboot

Ich hatte im Frühjahr beinahe ein Ferienhaus gekauft (um 60qm) in der Nähe von mehreren Seen. Durch das Grundstück und die Lage wäre ich fast beim doppelten Preis angekommen. Zweitwohnungssteuer und Grunderwerbssteuer sowie Zwangsanschlüsse für Wasser/Abwasser wären als feste Posten zu berücksichtigen.
Jetzt habe ich mich auf weniger reduziert mit deutlich mehr Lebensqualität. Wenn ich mich eingelebt habe könnte ich optimieren im Bereich Kosten und teilweise Selbstversorgung (Angeln zum Beispiel).

Masse:
10mx3,35m bei bis zu 3,7m Höhe.

Wohnqualität:
Komplett isoliert (Tauwasser!)
Bugkajüte mit Doppelbett
Pantry mit Gasherd und Backofen
Eßecke
Salon
Plicht überdacht
Schiethus mit elektrischem WC und Dusche (warm)
Zentralheizung
Warmwasser
Strom, TV, Internet, WLan ..

An Land würde ich jedenfalls bei ähnlicher Ausstattung (voll möbliert und eingerichtet) etwa das doppelte zahlen und wäre nicht mobil.

Nachteile gibt es natürlich auch:
Boot muss winterfest gemacht werden (Aufwand ca. 2 Stunden, Kosten ca. 250,-- € inkl. Verschleißteile)
Maschinen müssen gewartet werden (Kosten je nach Laufleistung)
Strom ist teurer als bei Festanschluss an Land
Wenige Platz zum Bewegen und Stauen
Liegeplatzmiete

Nicht das ihr glaubt, ich will protzen oder bin Millionär, das Schätzchen ist Baujahr 1979 und wäre, ohne die entsprechenden Vorleistungen des Vorbesitzers, heute fast wertlos.

Allen eine schöne Zeit

Peter
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