Peterle hat geschrieben:@oelkanne,
da habe ich heute aber was ganz anderes gelesen und verlinkt bekommen. Das war bei Gabe Brown, ganzheitlicher Ackeranbau.
Vielleicht magst du dir die Mühe mal machen (ist auf Deutsch)? Sind ja 22Jahre Erfahrung und sollte auch für dich etwas beinhalten.
Gruß
Peter
meinst du das:
http://ich-mache-boden-gut.de/?page_id=307?
Kurze Erläuterung hierzu:
Oelkanne hat geschrieben:Biobewirtschaftung lässt die Aufwände für Dünger ganz und für PSMs vermutlich ebenfalls komplett wegfallen.
Dünger kann nicht wegfallen,
das geht aus Prinzip nicht.
PSM könnte wegfallen, geht praktisch aber nicht.
Durch echte Biobewirtschaftung dürfte etwa der Zuckergehalt, aber auch der sonstige Mineralgehalt z.B. in Zuckerrüben sowie die Ertragsmenge deutlich höher liegen. Dadurch kann man den erhöhten Personalaufwand vermutlich ausgleichen.
wat soll das denn werden?
Das ist unmöglich und (der Mineralien Gehalt) absolut unnötig.
Dünung:
Wenn ich ein Ernteprodukt von einer Fläche abfahre, so fährt da eine gewisse nährstofffracht (NPK und Konsorten) mit, Getreide Mais und Kartoffeln bestehen ja nicht nur aus Kohlenstoff und Wasser.
Diese Nährstoffmemge fehlt nun auf der beernteten Fläche ich muss sie also durch Dünung ersetzen.
Ob das nun Gülle oder Mineraldünger ist ist in der Hinsicht egal.
Aber daraus resultiert auch, das ein Betrieb der etwas an Produkten verkauft (Milch, Fleisch, Getreide etc) ohne auch Nährstoffe zu kaufen auf Dauer seinen Boden auslaugt,
das ist in der Biobranche leider gang und gäbe.
Mist auf dem Acker von Kühen die nur Wiesengrasfressen hilft dem Ackerboden, der Wiesenboden verarmt dadurch umsomehr (an P und K, N kann teilweise durch Leguminosen erschlossen werden aber auch nur unzureichend).
PSM könnte man weglassen, ja.
Aber das möchte z.B. bei Obst (Äpfeln) der Verbraucher nicht und bei anderen Früchten (Kartoffeln) kann es einen Totalausfall geben,
also fährt der Biobauer doch X-mal mit seiner Spritze durch...
Wenn biorüben den höheren (geldwerten) Ertrag hätten, würden alle Rübenbauern biorüben haben,
den haben sie aber nicht.
Fängt schon damit an das man die 1,7 fache saatstärke hat (ggü normal) und das Saatgut 25% teuer ist.
Geht damit weiter das der extrem Empfindliche Rübenkeimling ungeschützt ist, das versucht man durch die extrem hohe Saatstärke auszugleichen schafft RS aber nicht immer, d.h. es kann stellenweise oder ganzflächig zu wenig auflaufen.
Rüben reagieren wie Mais extrem auf Unkraut in der Jugendphase,
d.h. hacken hacken hacken pro ha etwa 200-300h macht schon mal 2550€ plus 3mal maschinenhacke,
so Rüben saubergehackt reihen sind geschlossen.
jetzt wirds warm und und etwas feucht:
die Rübe bekommt Blattkrankheiten,
hast du Cercospora und kannst nix gegen tun ist der Bestand nach 2-3 Wochen zusammengebrochen
dann ist Ende.
Warm/heiß und trocken:
Die Rübe hat kein Bock und lässt die Blätter hängen:
Darauf wartet nur das Unkraut und schies mit einem affenzahn als sog. Spätverunkrautung durch die Decke.
Wenn die Rübe die Blätter (durch regen) nicht sofort wieder hoch bekommt ist es vorbei,
ist der Regen aber zu lang kommen die Blattkrankheiten und dann die Spätverunkrautung.
Mittel gegen Spätverunkrautung und Blattkrankheiten?Sehr sehr früh Roden (Anfang September)
bevor der Dreck kommt.
Nachteil:
Man verschenkt Ertrag ohne Ende, den die Rübe eigentlich erst im September / Oktober generiert hätte,
auch doof.
Und nicht das es heißt ich denke mur das nur aus:
Der Lehrbetrieb hat 13ha Biorüben und zu Hause wohne ich mitten im Zuckerrübenanbaugebiet (alle normal)
Der Mineraliengehalt ist völlig Wurst.
Du wirst nach Masse bei einem mindestzuckergehalt bezahlt plus Zuschläge (höherer Zuckergehalt) und Abschläge (anhaftungen, Zuckergehalt zu gering, Melassebildner etc).