Wegen meiner Krankheit haben wir uns nur für ein Kind entschieden, was wegen Fehlgeburten, schlechter Hormonwerte usw. fragwürdig war, ob wir überhaupt eins bekommen können.
Wir verbringen viel Familienzeit, wo ich vorher jedes 2. Wochenende Nachtdienst gearbeitet habe, jedes Ostern und Weihnachten Nachtdienst, kann ich jetzt die Feiertage mit meiner Familie verbringen.
Durch die Reha bin ich auch zum malen gekommen. Ich male mit meinem Sohn Acrylbilder auf Leinwand, haben auch so Gartenstecker bemalt und Zierkürbisse, das lenkt mich gut vom Alltag ab, wie auch der Garten oder die drei Frettchen, die frei im WOhnzimmer/Küche rum flitzen, schlafen unter meiner Decke und sind sehr anhänglich.
Eine Haushaltshilfe bekommt man nur, wenn dadurch ein Heimaufenthalt vermieden werden kann. Und so müssen wir das selbst irgendwie hinkriegen. Viele Sachen bleiben liegen, wenn es mir nicht so gut geht. Das funktioniert nur mit guter Absprache zwischen uns. Mein Sohn muss wahrscheinlich auch mehr helfen, als gleichaltrige, die Schule beschreibt ihn als sehr selbstständig für sein Alter. Wir reden auch darüber mit ihm. Natürlich hat er auch Ängste, die ich nicht nehmen kann. Er ist darauf vorbereitet auch einen Notarzt im Notfall anzurufen, die Nummer hängt an der Tür, sowie Omas Nummer.
Ich habe gedacht, er könnte einen Entwicklungsrückschritt durch meine Erkrankung machen, aber er ist selbstständiger geworden.
Seit Wochen fragt er mich, wann er das erste Mal für mich Milch allein einkaufen gehen darf und heute war der Tag gekommen und er hat zwei Milchpackungen eingekauft. Mir müssen das auch fördern und er ist so richtig Stolz auf sich!! Den Schulweg läuft er ja auch allein.
Gleich mache ich ihm Milchreis.
Ich habe generell ein sehr gutes Gespür für meinen Körper und merke sofort , wenn was nicht stimmt, nur die Ärzte nehmen einen nicht immer so ernst..
Heute bin ich angestrengt vom atmen, seit gestern Abend und so werde ich heute nicht so viel machen.

