Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

zaches
Beiträge: 1506
Registriert: Mo 23. Aug 2010, 09:51
Familienstand: rothaarig
Wohnort: Niederrhein Klimazone 8a

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#571

Beitrag von zaches »

"Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben." Paul von Heyse

www.hilshof.de
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#572

Beitrag von Manfred »

Da ist einiges dran. Hauptsächlich deshalb, weil im ökologischen Landbau großteils nur der Kampf gegen die Natur mit etwas anderen Mitteln fortgesetzt wird.
Das muss aber nicht so sein. Im Bereich der Wiederherstellenden Landwirtschaft gibt es sehr viele spannende Entwicklungen, von denen ich ja auch immer wieder welche im Forum verlinke.
Der ökologische Landbau so wie er von unserer Bürokratie definiert wird, ist für mich überholt.
Was wir brauchen ist eine neu gedachte Landwirtschaft, die mit der Natur statt gegen die Natur arbeitet.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#573

Beitrag von Manfred »

Laut einem Artikel der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung vom 28.07.2016 ist die Wirkung der EU-Agrarsanktionen gegen Russland inzwischen weitgehend verpufft.
Die russische Landwirtschaft boomt wie noch nie und die Unternehmen haben jetzt auch die nötigen Gewinne, um in eine Qualitätssteigerung und damit die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit gegen westliche Produkte zu investieren.
Noch bestehende Lücken werden durch unsere Weltmarkt-Konkurrenten geschlossen. Das Milchpulver liefert jetzt Neuseeland (für den DMK dürfte dieser Markt damit auf Dauer verloren sein) und die Schweiz hat ihre Käse-Exporte nach Russland verfünffacht.
Gleichzeitig steigern die deutschen Direktinvestitionen in Russland. Alleine 1,1 Milliarden seien im ersten Quartal 2016 aus Deutschland dort investiert worden. Auch aus Frankreich, Italien und Indien fließen erhebliche Beträge nach Russland.
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#574

Beitrag von centauri »

Naja das liegt eben daran das Geld die Welt regiert!
Und nicht die Idioten in Berlin und Brüssel. :)
Benutzeravatar
Rohana
Förderer 2018
Förderer 2018
Beiträge: 4787
Registriert: Mo 3. Feb 2014, 20:31
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Oberpfalz

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#575

Beitrag von Rohana »

Die Wirkung des Höfesterbens in D ist noch nicht verpufft...
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#576

Beitrag von Manfred »

Ja. Der Preis, den unsere Bauern dafür zahlen, der bleibt. Die finanzielle Situation ist auf vielen Betrieben verheerend. Das bekommen auch die Zulieferer deutlich zu spüren.
Benutzeravatar
Thomas/V.
Förderer 2017
Förderer 2017
Beiträge: 6936
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 17:00
Familienstand: verheiratet

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#577

Beitrag von Thomas/V. »

Manchmal glaube ich, die Verschwörungstheoretiker, die Merkel unterstellen, sie wolle D. kaputt machen, liegen gar nicht so falsch...
Irgendwie kommt alles als Bumerang zurück, was die ausbrütet, und die Kleinen dürfen es dann ausbaden :pfeif:
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
Benutzeravatar
Rohana
Förderer 2018
Förderer 2018
Beiträge: 4787
Registriert: Mo 3. Feb 2014, 20:31
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Oberpfalz

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#578

Beitrag von Rohana »

Auf einmal Mitleid für mittelgrosse konventionelle Betriebe? :haha:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#579

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Thomas/V. hat geschrieben:und die Kleinen dürfen es dann ausbaden
Rohana hat geschrieben:Auf einmal Mitleid für mittelgrosse konventionelle Betriebe?
"die Kleinen" = "mittelgroße konventionelle Betriebe", oder wie? :hmm:

*********************************************

hab einen newsletter bekommen, wo drinnen steht, dass vermehrt Reserveantibiotika in der Tiermast eingesetzt werden. Die Angst geht um, dass dann auch die Reserveantibiotika in Ernstfällen nicht mehr greifen....
mag aber keine Quelle verlinken, weil das wird ja eh nur zerrissen.
Jeder weiß, was er tut und jeder weiß, dass niiiiemand Antibiotika in der Tiermast einsetzt - nur damit das klar ist, aber den newsletter hab ich trotzdem bekommen..
Wie soll ich jetzt darauf als total unwissender Laie reagieren?? :hmm:

ich weiß, es gibt Verbote - Verbote, hm....

und: "schuld" sind natürlich nicht "die Kleinen", niiiiemals, die wollen ja nur überleben...

schön wärs, wenn "die Kleinen" wirklich Weidetiere hätten! :daumen:
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#580

Beitrag von Manfred »

ina maka hat geschrieben:hab einen newsletter bekommen, wo drinnen steht, dass vermehrt Reserveantibiotika in der Tiermast eingesetzt werden. Die Angst geht um, dass dann auch die Reserveantibiotika in Ernstfällen nicht mehr greifen....
Vor ein paar Tagen wurde in der landwirtschaftlichen und tierärztlichen Fachpresse gemeldet, dass der Antibiotikaeinsatz bis Ende 2015 bereits um 50% gegenüber 2011 gesunken sei und damit die Reduktionsziele der Bundesregierung erreicht sind.
Im QS-Bereich sei auch der Einsatz von Reserveantibiotika zurück gegangen.
Es ist derzeit wohl unklar, wo die Mehrmengen dieser Stoffe verbraucht wurden.
Da fast alle Schweine- und Geflügelmäster im QS-Programm sind, bleiben eigentlich nur der Heimtier-Bereich und die Rinderhaltung.
Am wahrscheinlichsten scheint, dass der anteilige Einsatz im Heimtierbereich viel höher ist als bisher von der Regierung angenommen.
Wenn ich mich alleine bei uns im Landkreis umsehe. Wir haben noch einen einzigen Großtierarzt, aber gleichzeitig mind. 6 Kleintierärzte.
Aber die Gesamtmenge an Antibiotika wird einfach dem einen Großtierarzt zugerechnet...

http://www.wir-sind-tierarzt.de/2016/08 ... de-tonnen/
Antworten

Zurück zu „Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion“