Strauch beschneiden (Kaffee)

strega
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Re: Strauch beschneiden (Kaffee)

#61

Beitrag von strega »

danke dir sehr, das ist schon mal prima und bringt mich weiter :)
ich verteile die Pflanzen an verschiedene Standorte, hab jetzt auch noch ein weiteres Eck entdeckt, an das ich vorher nicht gedacht hatte, da hätten sie lichten Schatten den ganzen Tag, da passen aber nur zwei hin. Und dann das mit den zwei Stunden Nachmittagssonne wird schon passen. Einen dann noch in den Kübel und ab in den Hof vor die Haustür.
Ok, das mit dem Düngen nehm ich mir zu Herzen. Da sollen keine Wünsche offenbleiben, zum Beispiel sheepshit satt oder auch mal :wbier:

;-)
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Re: Strauch beschneiden (Kaffee)

#62

Beitrag von Gesegnete Erde »

Kaffee bevorzugt den Schatten, bzw. Halbschatten.
Insbesondere sollte darauf geachtet werden, daß der Fuß der Pflanze nicht zu viel Sonne abbekommt. Er liebt es eher kühler, es sollte also auf eine dichte Mulchdecke geachtet werden.
Die Setzlinge nicht zu klein in die Erde setzen. Eine Höhe von mind. 30 . 50 cm sollten sie schon haben.
Die Kaffeeplantagen in unserer Gegend beschatten sich selbst, indem die Pflanzen heckenartig sehr dicht aneinander stehend in Reihen gepflanzt werden.
Auf unserem Grundstück fällt auf, daß die Kaffeepflanze sich ausschliesslich an schattigen Plätzen , durch von Vögeln fallen gelassene Samen selbst aussäht.

LG
Michael
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Re: Strauch beschneiden (Kaffee)

#63

Beitrag von strega »

danke und mille grazie!

Ich hab nun mal vier ausgepflanzt, unter lichten Schatten von den Olivenbäumen, die ich ungeschnitten gelassen hab, da hats nur nachmittags momentan noch etwa 1,5 Stunden Sonne, bevor sie hinter den Hügel geht, notfalls kann ich da noch nen Schutz arrangieren. Hatte das Gefühl, sie sind noch klein, aber haben den Drang, tief zu wurzeln, was sie im Topf nicht können. Mulch hab ich heut draufgetan, sollte passen.
Die anderen dürfen noch etwas warten bis sie an ihren Standort kommen. Hab sie da gepflanzt wo die Wünschelrutengängerin meinte, da würde ne Wasserader ziemlich in der Nähe durchgehen und dazu nicht sonderlich tief... vielleicht muss ich den Kaffee in ein paar Jahren auch nicht mehr giessen...
hab aber noch Platz gelassen für eine eventuell dort stattfindende Brunnenbohrung - irgendwann und irgendwie....
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Re: Strauch beschneiden (Kaffee)

#64

Beitrag von marty »

Hallo gesegnete Erde!
Schön, mal wieder von Dir zu hören! Womit mulchst Du? Alles was ich genommen habe wird gnadenlos von den Termiten zerfressen, also ich hatte Hobelspäne , Blätter, Holzreste, Rindenstückchen und bin nun etwas ratlos (und nutze einfach zusammengeharktes Gemischtes)…

Ausserdem habe ich gemerkt, unter der Mulchschicht entwickeln sich viele kleine feine weiße Wurzeln, die nicht zur Kaffeepflanze gehören. (Aber auch zu sonst keiner bestimmbaren Pflanze) Ist das bei Euch auch so? Diese feinen Wurzeln nehmen leider Nährstoffe weg, denn sie werden mehr, wenn man nicht mit einer Kralle da ab und zu durchgeht.

Ja, und @strega: ich hatte nun nochmal genau auf Licht-und Schatten geschaut. Also unter normalem bis lichtem Schatten wachsen die Pflanzen am besten. Und viele haben von 10 Uhr bis 14 Uhr volle (Tropen) Mittagssonne. Das stört, zumindest ab 1m Pflanzenhöhe nicht. (und für 20cm große Pflänzchen findet man doch immer Schatten, und sei es unterm Regenschirm eines *mobilen* Gartenzwerges) :haha:

Grüße in die Welt :lala:
marty
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Re: Strauch beschneiden (Kaffee)

#65

Beitrag von strega »

Grüsse in die afrikanische und sonstige Welt :)
so hatt ich mir das gedacht, für den Anfang notfalls noch ein bisschen Schilfschutz davor, dann dürfen sie selbst Schatten machen...

Termiten hab ich keine hier im Mulch, zumindest letztes Jahr nicht gehabt, aber da gabs auch noch keinen Kaffeemulch, nur anderen... hab allerdings ein paar Holzstapel in der Gegend rumstehen, die ich dann nach Lust und Laune mal abtrage und kleinsäge für Brennholz, da gibts schon alle möglichen Tierchen drin, aber glaub keine Termiten.
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Re: Strauch beschneiden (Kaffee)

#66

Beitrag von Gesegnete Erde »

Leute, freut Euch über Termiten, es sind grossartige Bodenverbesserer!
Holzmulch ergibt den besten Kompost und die Termiten beschleunigen den Holzzersetzungsprozess.
Da Termiten trockenes Holz bevorzugen, kann es helfen, die Termiten etwas in ihrem Auftreten zu reduzieren, indem man das Mulchmaterial gut feucht hält.

Marty, die weissen Fäden sind wohl keine Wurzeln sondern Pilzmyzele, die ebenfalls den Rotteprozess fördern. Harke sie nicht weg.
Im übrigen gibt es in der Natur der Pflanzen keinen Wettkampf um Nährstoffe im Boden, ebenso keinen Wettkampf ums Wasser. Das Einzige, um was gekämpft wird, ist das Licht.

LG
Michael
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Re: Strauch beschneiden (Kaffee)

#67

Beitrag von strega »

mögen sie willkommen sein :)
allerdings mach ich selbst hier auf Termite, denn das komplette Sägemehl vom Brennholzmachen kommt lückenlos wieder in den Garten.
Kommt schon was zusammen über den Winter.
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Re: Strauch beschneiden (Kaffee)

#68

Beitrag von marty »

Michael, wo du gerade hier bist.

Wie sieht so eine Kaffeepflanzen-Hecke bei Euch aus. Ich mein, wieviele Meter Platz ist da seitlich zwischen den Pflanzen?
Eine Kaffeehecke wäre doch super. Dieses satte Grün und bisher noch kein einziger Schädling. Es haben viele probiert, aber keiner ist auf Dauer geblieben.

Danke,
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Re: Strauch beschneiden (Kaffee)

#69

Beitrag von marty »

Michael, wo du gerade hier bist! Beinahe vergessen. Wie sieht so eine Kaffeepflanzen-Hecke bei Euch aus. Ich mein, wieviele Meter Platz ist da seitlich zwischen den Pflanzen?
Eine Kaffeehecke wäre doch super. Dieses satte Grün und bisher noch kein einziger Schädling. Es haben viele probiert, aber keiner ist auf Dauer geblieben.

Danke,
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Re: Strauch beschneiden (Kaffee)

#70

Beitrag von marty »

strega hat geschrieben:...noch ein bisschen Schilfschutz davor, ...
genau! :) Hier nehme ich in solchen Fällen, wenn es direkt und schnell gehen muss 3 Ölpalmzweige und stelle die zu einem Dreieck über der Pflanze zusammen, oben dann mit den Palmblättern zusammenbinden und fertig ist ein ziemlich genialer „Schnellschutz“. Wenn die Palmzweige frisch sind, gibt die Grünmasse ordentlich Schatten und je mehr die Blätter trocknen, desto mehr Sonne kommt durch und die Pflanze kann sich an Sonne gewöhnen. Letztendlich Termiten oder Wind - Palmschutz fällt um, dann Feuer. Pflanze happy. Praktisch… (im Moment behandele ich gerade meine 4 handlangen Cherimoya-Bäumchen so)
strega hat geschrieben:...schon alle möglichen Tierchen drin, aber glaub keine Termiten.
Hmm, ja, die Stapel wären nicht lange Stapel, wenns de Termiten hättest. Wenn diese Tierchen zulangen, bleibt kein Scheit auf dem andern. :motz:
Gesegnete Erde hat geschrieben:Leute, freut Euch über Termiten, es sind grossartige Bodenverbesserer!
Generell hast Du Recht. Natürlich gesehen, sind Termiten unschlagbar bei der Zersetzung von Holz in kürzester Zeit. Niemals muss ich einen Baumstumpf herausgraben, die Tiere schaffen das in spät. 2 Jahren. (Naja, man sollte sowieso nie doppelte Arbeit haben und erst Bäume umhacken und dann die Stümpfe ausgraben müssen. Erst vor 2 Wochen haben unsere Landarbeiter einen toten Baum umgelegt. Wurzeln freilegen und alle Wurzeln durchhacken und dann alle Leute mittels Seil an eine Seite hängen und der komplette Baum wird dann herausgezogen, mit Wurzel, durch sein eigenes Gewicht, danach Holzkohle…)

Ich muss aber auch versuchen wirtschaftlich zu denken und dann kosten Termiten doch einiges. All meine Wirtschaftsgebäude aus Beton (die Konkurrenz nimmt einfach Holz und erneuert alle 10 Jahre das Durchgefaulte), immer Fundament, und Termiten nehmen auch gerne Pflanzen in Angriff: Rinde und Wurzeln von Pflanzen werden angefressen, bis die Pflanzen sterben. Mein Mais übrigens: Termiten fressen die Stützwurzeln, dann hängt Mais schräg und dann Vögel und Nager (Affen sowieso)…tolle Teamwork-Mais weg. Wollts erst gar nicht glauben. (Also Mais nicht neben Termitenhügeln pflanzen) Auch Zuckerrohr wird von Termiten in Windeseile verzehrt… und runtergefallene Mangos sowieso…
Dennoch findet man ja für jedes tierische „Problem“ (was ja nur für uns wirtschaftliche Menschen ein „Problem“ ist) eine Lösung. Mittlerweile baue ich Holzhütten für Gäste/Arbeiter direkt neben Termitenhügeln und die Stütz-Pfähle, 70cm in der Erde, sitzen quasi genau in der Speisekammer der Termiten, werden absolut nicht angerührt. Gewußt wie :)
Gesegnete Erde hat geschrieben:die weissen Fäden sind wohl keine Wurzeln sondern Pilzmyzele
Na super. Es sieht auch so aus. Aber schön, das das jemand mal so klar sagt. Die Einheimischen sagen immer, es wären die Wurzeln von Öl-bzw. Kokospalmen. Aber das kann nicht sein, denn diese Würzelchen hab ich bei allen gemulchten bzw. mit Hühnermist(auf Hobelspanbasis) versehenen Pflanzen, auch wenn da weit und breit keine Palme steht. (Und das Pilze Holz verarbeiten ist ja bekannt, wenn man sich den Waldboden in deutschen natürlich/unbelassenen Wäldern anschaut….) :pfeif:

Und bei aller „Liebe“ :mrgreen: zu Theorien der Einheimischen, aber 30m reicht keine Palmwurzel 2cm unter der Oberfläche. No way. Aber was soll man sagen. Hier denkt man ja auch, das Schlangen im Laub entstehen, weil sie da in allen Größen rauskommen und dass Frösche giftig sind, weil Schlangen Frösche fressen und Schlangen giftig sind.
Na denn, vielen Dank für die Information.

Achso, ich versuche meine Termitenpopulationen unter Kontrolle zu halten: Brett auf den Boden legen, am nächsten Tag hochheben und (drunter alles voller Termiten) über dem Fischbassin abschlagen. Fischfutter gespart. Fische fressen übrigens auch Mangos, bis der Kern, fein säuberlich abgenagt, oben schwimmt :daumen:

Lg, marty
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