Aktuelle Ereignisse in der Ukraine

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DieterB

Re: Aktuelle Ereignisse in der Ukraine

#321

Beitrag von DieterB »

babayaga hat geschrieben:1.) Russland würde (subtil) entmachtet und langsam ausgeweidet, es entstünde langfristig eine monopole Welt (die mMn feudalistisch/unmenschliche Züge hätte)
Das Problem ist ja gerade, dass wir seit dem Zusammenbruch der Sovietunion vor gut 20 Jahren de Fakto eine unipolare Welt haben, in der die USA die einzig verbliebene Supermacht sind. Das hat dazu gefuehrt, dass in geopolitischer Hinsicht, die USA sich ungehindert ausbreiten konnten (Nato Osterweiterung, militaerische Interventionen im Balkan, Afghanistan, Iraq, Libyen, Syrien, usw.) und in wirtschaftlicher Hinsicht, der Finanzkapilismus zu grossen Verwerfungen gefuehrt hat wie die Finanzkrise sowie eine groessere soziale Ungleichhet.
2.) Russland verbündet sich mit China und beide brächten eine neue Leitwährung auf die Beine ..., davor scheuts den Ami wie dem Teufel vorm Weihwasser..
Darauf wird es am Ende hinauslaufen. Weil eine unipolare Welt zu unstabil ist, wird die wirtschaftlicher Supermacht China sich mit der militaerischen Supermacht Russland vereinen, um den zweiten Pol in einer neuen bipolaren Weltordnung zu bilden. Russland wird in dieser Allianz die zweite Geige spielen und nach dem Willen der Chinese tanzen muessen, weil das Land wirtschaftlich am Ende ist und nur noch vom Erdoel- und Erdgasverkauf lebt.

Fuer Russland sowie fuer Europa waere eine Allianze zwischen Russland und EU vorteilhafter gewesen, wie sie Putin mit seinem Vorschlag einer wirtschaftlichen Zone von Lissabon bis Vladivostok noch vor zwei Jahren gemacht hat. Durch die Ukraine Krise ist dieser Plan wohl fuer immer begraben worden und die Russen haben keine andere Alternative als sich mit den Chinesen zu vereinen. Das ist natuerlich ganz im Sinne der Amerikaner, die nur ungerne eine Anaeherung von Europa und Russland sehen wuerden.
Rati
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Re: Aktuelle Ereignisse in der Ukraine

#322

Beitrag von Rati »

Ich find es schon echt irre, wie Putin hier hoch gehalten wird.
Ganz nach dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" ganz egal ob der genau so ein Verbrecher ist.
Das er mal ein hochdotierter KGB Offizier war.... unwichtig!
Das russische Jornalisten die regierungskritisch berichten gern mal erpresst, verprügelt oder unter erstaunlichen Vorwürfen inhaftiert werden ..... unwichtig!
Das ausländische Organisationen, die sich zB im Umweltschutz engagieren, als ausländische Argenten registriert werden.... völlig egal!
"Putin der Held kämpft gegen die böse EU und die bösen usa, das ist unser Mann! Wer so schön mit nacktem Oberkörper und starken Tigern posiert, dem jubeln wir zu!" :platt:

Wenn ich nicht wüste das die Aussagen eines jeden von uns hier im Forum völlig unwichtig für das geschehen vor Ort sind würden mir Gruselschauer über den Rücken laufen.
Aber so... :ohm:

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Herr Mayer
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Re: Aktuelle Ereignisse in der Ukraine

#323

Beitrag von Herr Mayer »

Ich bin eher empört wie man jeden der sich nicht an die Argumente der embedded Medien orientiert als Putinversteher bezeichnet wird. Das heißt im Klartext das mit zweierlei Maß gemessen wird.
Aber in einer Welt wo solche Typen als Menschenfreunde bezeichnet werden http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 20936.html
Rati
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Re: Aktuelle Ereignisse in der Ukraine

#324

Beitrag von Rati »

dann sollen die lieben verkannten Putinverstehe mal so schreiben das es verständlich wird. Ich schreibe doch auch das auf beiden Seiten Verbrecher und radikale Nationalisten stehen, aus anderen texten kann ich das nicht erkennen. :aeh:

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Advocatus Diaboli

Re: Aktuelle Ereignisse in der Ukraine

#325

Beitrag von Advocatus Diaboli »

Piepmatz hat geschrieben:
Advocatus Diaboli hat geschrieben: Und gleichzeitig zwingt er seine eigenen Untergebenen in den Kampf?
Quelle? Bildzeitung? :hmm:
Lesen können, hilft! :pft:
Quelle war, wie aus dem Text ohne Probleme ersichtlich, die von Lysistrata genannte http://www.eurasischesmagazin.de/ticker ... nd-ein/231

Du hast das in deiner Mitteilung vom 1. März, 12:42 h, selbst zitiert - aber offensichtlich, ohne den Artikel gelesen zu haben... :bang:


:fypig:
Advocatus Diaboli

Re: Aktuelle Ereignisse in der Ukraine

#326

Beitrag von Advocatus Diaboli »

Erst eine Liebeserklärung und dann das? *Ärmel aufkrempel* Wollen mal sehen, was heute so "missverstanden" wurde...? :)

Mein Englisch ist nicht das beste, aber ich bin sicher dass da steht, er wolle sich umsehen bzw. kaufen - nicht, dass er bereits gekauft hat. Und auf einer Waffenmesse wird zwingend Geld verlangt, die geben ihren Kram nicht gegen Versprechungen ab. Also finde ich es vernünftig (wie auch in dem von dir zuerst missverständlich zitierten Artikel http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 20377.html angegeben wurde), dass er zuerst versucht die Artikel seiner Waffenschmieden zu verkaufen, bevor er einkauft. :aeh:

Lysistrata hat geschrieben:
Advocatus Diaboli hat geschrieben:wir könnten aber (ausnahmsweise) mal unterstellen, dass er davon einige Lücken im Haushalt stopfen will?
:haha: :bodenroll: :trommel: :bodenroll:
Na, komm schon - man soll die Hoffnung nie aufgeben?
Hast ja recht, ich bin nicht so geübt im Unterstellungen verbreiten wie du, man kann es ja mal probieren... :ua:

Lysistrata hat geschrieben:http://www.n-tv.de/politik/Frischer-Sta ... 44886.html
Die übergebenen Exemplare sind offensichtlich reparierte Altbestände. Auch von den Kampfjets MiG-29 und Su-27 hat die Ukraine wohl keine neuen gekauft. Denn die Produktionsstätten befinden sich in Russland – das derzeit kein Interesse daran hat, Rüstungsgüter in die Ukraine zu liefern. Was Poroschenko als Aufrüstung darstellt, ist eher ein Instandsetzen der veralteten und beschädigten Bestände.
Auch dieser Artikel bezieht sich auf einen Zeitraum "vor vier Wochen" oder im "Dezember" - der Schrott, den er damals einkaufte, hat seinen Zweck offensichtlich nicht erfüllt. Und ehrlich ""Mit diesen mehr als 100 technischen Kampfmitteln..." wie im Artikel zitiert, ist angesichts dessen, was Russland an die Separatisten liefert, nicht viel her zu machen. :lala:

Lysistrata hat geschrieben:
Advocatus Diaboli hat geschrieben:ist in Wahrheit: "Er sprach davon, dass Rüstungsverträge in Höhe von "Dutzenden Millionen Dollar" unterzeichnet wurden. Dabei soll es um Lieferungen ukrainischer Rüstungsschmieden nach Arabien gehen."
:haha: :haha: :haha:
Ich zitiere lediglich aus dem von dir genannten Artikel. Hast du denn vorher nicht gelesen, was darin steht? :ohoh:

Lysistrata hat geschrieben:
Advocatus Diaboli hat geschrieben: Hat sich da überhaupt etwas getan oder war es nur eine inhaltslose politische Erklärung - hauptsache, die armen Schweine in der Ukraine desertieren?
:mued:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015 ... ehrpflicht
Nun, das hat ja überhaupt nichts mit meiner Frage zu tun, oder? :aeug:


:kuuh:
Piepmatz

Re: Aktuelle Ereignisse in der Ukraine

#327

Beitrag von Piepmatz »

[quote="Advocatus Diaboli"]
Piepmatz hat geschrieben:
Advocatus Diaboli hat geschrieben: Und gleichzeitig zwingt er seine eigenen Untergebenen in den Kampf?
Quelle? Bildzeitung? :hmm:


Lesen können, hilft! :pft:
Quelle war, wie aus dem Text ohne Probleme ersichtlich, die von Lysistrata genannte http://www.eurasischesmagazin.de/ticker ... nd-ein/231

Du hast das in deiner Mitteilung vom 1. März, 12:42 h, selbst zitiert - aber offensichtlich, ohne den Artikel gelesen zu haben... :bang:


:fypig:[/quote]

Stimmt - hatte den Bericht nicht gelesen! Dann glaubst Du halt der unbelegbaren Aussage der "Union der Komitees der Soldatenmütter Russlands" - kannst Du ja ruhig. Ich wäre grundsätzlich erstmal eher skeptisch und würde mich erkundigen, von welcher Seite solche Organisationen finanziert und gefördert werden... .
Ich glaube ja auch nicht blind das, was die russische Regierung u.a. auch zu dieser Organisation meint - nämlich, dass sie von ausländischen Agenten unterwandert ist, aber ich nehme auch diese Meinung gern zur Kenntnis und insgeheim könnte ich mir das schon gut vorstellen...
Advocatus Diaboli

Re: Aktuelle Ereignisse in der Ukraine

#328

Beitrag von Advocatus Diaboli »

babayaga hat geschrieben:Eine seltsame Antwort.
Wenn ein Staat durch Sanktionen dermassen ausgebremst wird, dass seine Währung runtergeht, sind also dessen Staatsoberhäupter alles Loser?
Wenn früher eine Burg belagert wurde und alle innerhalb der Burgmauern sich einschränken und von der Substanz leben mussten - alles Loser?
Leute, ihr macht alle so, als sei Putin an diesen Ereignissen, die die Sanktionen nach sich zogen, völlig unschuldig! Das ist er nicht! Er ist einer der Hauptverantwortlichen! :aeug:
Und da die Sanktionen immer wieder gesteigert wurden, war für ihn klar ersichtlich, auf was er sich dabei einlässt - und was die restliche Bevölkerung innerhalb seiner Burgmauern angeht, so ist ihm das völlig egal. Zumal die Sanktionen ja damit begannen, Putins Handlanger durch Einreiseverbote und gesperrte Konten zu schädigen, die Bevölkerung blieb aussen vor. Und wenn Putin jetzt aus kleinlicher Rache keine Agrarprodukte aus dem Westen mehr einführt und seine Bevölkerung deshalb leiden sollte, dann ist das seine alleinige Schuld und keine direkte Folge der Sanktionen! :motz:

Der Währungsverlust ist aber auch eine Folge dessen, dass er sein Land "vom Dollar befreien" will - ohne eine vernünftige Alternative anbieten zu können, hat auch das seine Folgen und die sind alleine Herrn Putin zu verdanken. Jetzt nimmt er also Euro statt Dollar für sein Öl und Gas an - er braucht eine stabile Weltwährung als Einnahme, um selber Rechnungen im Ausland zahlen zu können. Seine labbrigen Rubel will niemand. :pft:

babayaga hat geschrieben:Finde ich nicht, denn gerade in dem 'sich Einschränken müssen und' versuchen wieder einen autarken Staat herzustellen, erkenne ich keine Dummheit sondern Klugheit.
Nichts dagegen zu sagen, einen autarken Staat herzustellen - ich wäre froh, würden unsere Gewählten das auch so sehen. Aber Putin lässt seinen Staat nicht von den Ausländern sondern von seinen Kumpels, den Oligarchen, ausnehmen. Ich würde das nicht Autarkie nennen.

babayaga hat geschrieben:Obendrein wird auch in Russland viel investiert, nicht wenige dt. Konzerne bauen dort wie die Weltmeister Fabriken - alles Deppen?
Bestehende Verträge werden erfüllt, so ist das in der Wirtschaft in der Regel. Aber um lächerliche Fabriken zu bauen, braucht man Firmen aus dem Ausland? Das kann Russland nicht selber?
Wohin fließen diese Investitionen, in die Wissenschaftsförderung? Wäre ein Silicon Valley in Russland denkbar? Das wären die Investitionen, die Russland nötig hat, die aber erst in Jahrzehnten Erfolg tragen werden - zu lange für Herrn Putin und seine Anhängsel. :bet:

babayaga hat geschrieben:Dazu zwei Fragen/Szenarien:

1.) Russland würde (subtil) entmachtet und langsam ausgeweidet, es entstünde langfristig eine monopole Welt (die mMn feudalistisch/unmenschliche Züge hätte)

2.) Russland verbündet sich mit China und beide brächten eine neue Leitwährung auf die Beine ..., davor scheuts den Ami wie dem Teufel vorm Weihwasser..

Wie sähe denn ein 'globaler Weltentwurf' westlicher Art und wie einer östlicher Art aus?

Beide Fragen rufen ungute Gefühle in mir vor.
Beide, Westen wie Osten, wollen vor allem Herrschen.
Der Westen geht subtiler vor und kauft die Menschen ein: er lässt einfach die Firmen agieren, die immer neuen, tollen, unbedingt-haben-müssen Quatsch unter die Leute bringen und diese beschäftigen sich lieber damit, als mit der Realität. Solange man ihnen ihr Fernsehprogamm und ihre Spielzeuge lässt, gehen sie alle paar Jahre brav zur Wahl und machen ihr Kreuzchen. :roll:
Der Osten sagt dir klar, was du zu machen und zu denken hast, ansonsten Haft und Tod, nicht nur für dich sondern auch für deine Familie. Wobei China auch bereits die westlichen Methoden testet, BlingBling und Mode machen Fortschritte, die Börse als Spielplatz für die, die etwas riskanter spielen wollen. :eek:

Aber, Russland und China zusammen? Nur, bis die Vormacht der USA gebrochen ist und dann gehen sie sich gegenseitig an die Kehle - und bei den beiden würde ich das wörtlich nehmen, von der Staaträson her sind bei denen ein paar tausend Tote nur Nebensache, Menschenmaterial zum wegwerfen. :dreh:


:fypig:
Advocatus Diaboli

Re: Aktuelle Ereignisse in der Ukraine

#329

Beitrag von Advocatus Diaboli »

Piepmatz hat geschrieben:Stimmt - hatte den Bericht nicht gelesen! Dann glaubst Du halt der unbelegbaren Aussage der "Union der Komitees der Soldatenmütter Russlands" - kannst Du ja ruhig. Ich wäre grundsätzlich erstmal eher skeptisch und würde mich erkundigen, von welcher Seite solche Organisationen finanziert und gefördert werden... .
Wie gesagt, Lesen können hilft!
Es geht dabei nicht darum, ob ich einer für mich völlig unbekannten Organisation Glauben schenke, es ging in erster Linie darum, dass Lysistrata die Angewohnheit hat, Texte "misszuverstehen", sie schreibt in ihrer Überschrift/Textzusammenfassung das Gegenteil dessen, was im Text steht. :aeug:
Und dann gibt es tatsächlich Leute, die nur diese Überschriften lesen und glauben, dies würde von dem Link bestätigt - was in der Regel nicht der Fall ist! :pfeif:
Auch du hast ja diesen Artikel gar nicht gelesen, dich mit deinem Kommentar aber etwas angeschlossen, was dieser Artikel gar nicht ausgedrückt hat... :aeh:

Piepmatz hat geschrieben:Ich glaube ja auch nicht blind das, was die russische Regierung u.a. auch zu dieser Organisation meint - nämlich, dass sie von ausländischen Agenten unterwandert ist, aber ich nehme auch diese Meinung gern zur Kenntnis und insgeheim könnte ich mir das schon gut vorstellen...
Darf ich das jetzt :verschw: oder Verfolgungswahn nennen? "Ihr" lehnt aus welchen Gründen auch immer die "westlichen Massenmedien" ab, weil die ja eh' nur Gleichgeschaltet sind und im Sinne der USA schreiben, gleichzeitig aber "könnt ihr euch gut vorstellen" dass von der anderen Seite finanzierte Unternehmen wie RussiaToday oder unbekannte Internet-Seiten, bei denen der Hass teilweise schon aus den ersten Zeilen trieft, nicht unbedingt völlig unbegründete Lügen mit vielleicht einem Quentchen Wahrheit im Hintergrund, erzählen? :platt:
Das eine wollt "ihr" also nicht sehen und das andere wird willkommen geheißen, weil es die eigenen Vorurteile bestätigt. :aeug:

Da kann ich nur zitieren "Ums mal philosophisch zu sagen: Sie denken, dass sie die Tür in die Freiheit aufgestoßen haben, dabei haben sie die Tür einfach nur neu gestrichen."


:kuuh:
Piepmatz

Re: Aktuelle Ereignisse in der Ukraine

#330

Beitrag von Piepmatz »

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
babayaga hat geschrieben:Eine seltsame Antwort.
Wenn ein Staat durch Sanktionen dermassen ausgebremst wird, dass seine Währung runtergeht, sind also dessen Staatsoberhäupter alles Loser?
Wenn früher eine Burg belagert wurde und alle innerhalb der Burgmauern sich einschränken und von der Substanz leben mussten - alles Loser?
Leute, ihr macht alle so, als sei Putin an diesen Ereignissen, die die Sanktionen nach sich zogen, völlig unschuldig! Das ist er nicht! Er ist einer der Hauptverantwortlichen! :aeug:
Und da die Sanktionen immer wieder gesteigert wurden, war für ihn klar ersichtlich, auf was er sich dabei einlässt - und was die restliche Bevölkerung innerhalb seiner Burgmauern angeht, so ist ihm das völlig egal. Zumal die Sanktionen ja damit begannen, Putins Handlanger durch Einreiseverbote und gesperrte Konten zu schädigen, die Bevölkerung blieb aussen vor. Und wenn Putin jetzt aus kleinlicher Rache keine Agrarprodukte aus dem Westen mehr einführt und seine Bevölkerung deshalb leiden sollte, dann ist das seine alleinige Schuld und keine direkte Folge der Sanktionen! :motz:

Der Währungsverlust ist aber auch eine Folge dessen, dass er sein Land "vom Dollar befreien" will - ohne eine vernünftige Alternative anbieten zu können, hat auch das seine Folgen und die sind alleine Herrn Putin zu verdanken. Jetzt nimmt er also Euro statt Dollar für sein Öl und Gas an - er braucht eine stabile Weltwährung als Einnahme, um selber Rechnungen im Ausland zahlen zu können. Seine labbrigen Rubel will niemand. :pft:

babayaga hat geschrieben:Finde ich nicht, denn gerade in dem 'sich Einschränken müssen und' versuchen wieder einen autarken Staat herzustellen, erkenne ich keine Dummheit sondern Klugheit.
Nichts dagegen zu sagen, einen autarken Staat herzustellen - ich wäre froh, würden unsere Gewählten das auch so sehen. Aber Putin lässt seinen Staat nicht von den Ausländern sondern von seinen Kumpels, den Oligarchen, ausnehmen. Ich würde das nicht Autarkie nennen.

babayaga hat geschrieben:Obendrein wird auch in Russland viel investiert, nicht wenige dt. Konzerne bauen dort wie die Weltmeister Fabriken - alles Deppen?
Bestehende Verträge werden erfüllt, so ist das in der Wirtschaft in der Regel. Aber um lächerliche Fabriken zu bauen, braucht man Firmen aus dem Ausland? Das kann Russland nicht selber?
Wohin fließen diese Investitionen, in die Wissenschaftsförderung? Wäre ein Silicon Valley in Russland denkbar? Das wären die Investitionen, die Russland nötig hat, die aber erst in Jahrzehnten Erfolg tragen werden - zu lange für Herrn Putin und seine Anhängsel. :bet:

babayaga hat geschrieben:Dazu zwei Fragen/Szenarien:

1.) Russland würde (subtil) entmachtet und langsam ausgeweidet, es entstünde langfristig eine monopole Welt (die mMn feudalistisch/unmenschliche Züge hätte)

2.) Russland verbündet sich mit China und beide brächten eine neue Leitwährung auf die Beine ..., davor scheuts den Ami wie dem Teufel vorm Weihwasser..

Wie sähe denn ein 'globaler Weltentwurf' westlicher Art und wie einer östlicher Art aus?

Beide Fragen rufen ungute Gefühle in mir vor.
Beide, Westen wie Osten, wollen vor allem Herrschen.
Der Westen geht subtiler vor und kauft die Menschen ein: er lässt einfach die Firmen agieren, die immer neuen, tollen, unbedingt-haben-müssen Quatsch unter die Leute bringen und diese beschäftigen sich lieber damit, als mit der Realität. Solange man ihnen ihr Fernsehprogamm und ihre Spielzeuge lässt, gehen sie alle paar Jahre brav zur Wahl und machen ihr Kreuzchen. :roll:
Der Osten sagt dir klar, was du zu machen und zu denken hast, ansonsten Haft und Tod, nicht nur für dich sondern auch für deine Familie.
Also ich weiß nicht so recht: Fühlte mich in der Ukraine bisher um Welten freier als im Westen (DE). Gerade in Bezug aufs Thema Selbstversorgung. Unser 0,8 HA Grundstück, auf dem auch unser Haus steht, hat meine Frau kostenlos bekommen (ähnlich wie es auch in RU geht - scheint sich noch um ein altes sowjetisches Gesetz zu handeln).
Bauvorschriften? Einzig und allein mussten wir fürs Haus mindestens 20 m Abstand zur Straße einhalten. Ansonsten konnten wir hier nach Lust und Laune bauen, nachher kam ein Ingenieur zur "Abnahme". Ich darf hier auch munter Schuppen oder ähnliche Gebäude mit Fundamenten errichten, oder Brunnen- das interessiert hier niemanden. Soetwas wie Grundsteuer gibt es hier für uns auch noch nicht. Für die Schornsteinreinigung bin ich selbst verantwortlich, mache das zweimal im Winter. Holz dürfen wir den dem Dorf zugehörigen Waldstücken entnehmen - kostenlos.
Mit dem prowestlichen Kurs wird sich aber bald einiges ändern, fürchte ich...
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