Leute, ihr macht alle so, als sei Putin an diesen Ereignissen, die die Sanktionen nach sich zogen, völlig unschuldig! Das ist er nicht! Er ist einer der Hauptverantwortlichen!babayaga hat geschrieben:Eine seltsame Antwort.
Wenn ein Staat durch Sanktionen dermassen ausgebremst wird, dass seine Währung runtergeht, sind also dessen Staatsoberhäupter alles Loser?
Wenn früher eine Burg belagert wurde und alle innerhalb der Burgmauern sich einschränken und von der Substanz leben mussten - alles Loser?
Und da die Sanktionen immer wieder gesteigert wurden, war für ihn klar ersichtlich, auf was er sich dabei einlässt - und was die restliche Bevölkerung innerhalb seiner Burgmauern angeht, so ist ihm das völlig egal. Zumal die Sanktionen ja damit begannen, Putins Handlanger durch Einreiseverbote und gesperrte Konten zu schädigen, die Bevölkerung blieb aussen vor. Und wenn Putin jetzt aus kleinlicher Rache keine Agrarprodukte aus dem Westen mehr einführt und seine Bevölkerung deshalb leiden sollte, dann ist das seine alleinige Schuld und keine direkte Folge der Sanktionen!
Der Währungsverlust ist aber auch eine Folge dessen, dass er sein Land "vom Dollar befreien" will - ohne eine vernünftige Alternative anbieten zu können, hat auch das seine Folgen und die sind alleine Herrn Putin zu verdanken. Jetzt nimmt er also Euro statt Dollar für sein Öl und Gas an - er braucht eine stabile Weltwährung als Einnahme, um selber Rechnungen im Ausland zahlen zu können. Seine labbrigen Rubel will niemand.
Nichts dagegen zu sagen, einen autarken Staat herzustellen - ich wäre froh, würden unsere Gewählten das auch so sehen. Aber Putin lässt seinen Staat nicht von den Ausländern sondern von seinen Kumpels, den Oligarchen, ausnehmen. Ich würde das nicht Autarkie nennen.babayaga hat geschrieben:Finde ich nicht, denn gerade in dem 'sich Einschränken müssen und' versuchen wieder einen autarken Staat herzustellen, erkenne ich keine Dummheit sondern Klugheit.
Bestehende Verträge werden erfüllt, so ist das in der Wirtschaft in der Regel. Aber um lächerliche Fabriken zu bauen, braucht man Firmen aus dem Ausland? Das kann Russland nicht selber?babayaga hat geschrieben:Obendrein wird auch in Russland viel investiert, nicht wenige dt. Konzerne bauen dort wie die Weltmeister Fabriken - alles Deppen?
Wohin fließen diese Investitionen, in die Wissenschaftsförderung? Wäre ein Silicon Valley in Russland denkbar? Das wären die Investitionen, die Russland nötig hat, die aber erst in Jahrzehnten Erfolg tragen werden - zu lange für Herrn Putin und seine Anhängsel.
Beide, Westen wie Osten, wollen vor allem Herrschen.babayaga hat geschrieben:Dazu zwei Fragen/Szenarien:
1.) Russland würde (subtil) entmachtet und langsam ausgeweidet, es entstünde langfristig eine monopole Welt (die mMn feudalistisch/unmenschliche Züge hätte)
2.) Russland verbündet sich mit China und beide brächten eine neue Leitwährung auf die Beine ..., davor scheuts den Ami wie dem Teufel vorm Weihwasser..
Wie sähe denn ein 'globaler Weltentwurf' westlicher Art und wie einer östlicher Art aus?
Beide Fragen rufen ungute Gefühle in mir vor.
Der Westen geht subtiler vor und kauft die Menschen ein: er lässt einfach die Firmen agieren, die immer neuen, tollen, unbedingt-haben-müssen Quatsch unter die Leute bringen und diese beschäftigen sich lieber damit, als mit der Realität. Solange man ihnen ihr Fernsehprogamm und ihre Spielzeuge lässt, gehen sie alle paar Jahre brav zur Wahl und machen ihr Kreuzchen.
Der Osten sagt dir klar, was du zu machen und zu denken hast, ansonsten Haft und Tod, nicht nur für dich sondern auch für deine Familie. Wobei China auch bereits die westlichen Methoden testet, BlingBling und Mode machen Fortschritte, die Börse als Spielplatz für die, die etwas riskanter spielen wollen.
Aber, Russland und China zusammen? Nur, bis die Vormacht der USA gebrochen ist und dann gehen sie sich gegenseitig an die Kehle - und bei den beiden würde ich das wörtlich nehmen, von der Staaträson her sind bei denen ein paar tausend Tote nur Nebensache, Menschenmaterial zum wegwerfen.
