Wölfe

Mika

Re: Wölfe

#441

Beitrag von Mika »

Olaf hat geschrieben:Und trotzdem, 2 von 569 300 Rindern, so ne richtige Bedrohung ist das nicht.
Nein, aber es macht böses Blut.
Und Wölfe sind lernfähig. Wenn einem Meister Isegrim mal eine Schrotladung in den Pelz geballert wird, merken die sich das. So merken sie sich nur, daß ihnen gar nichts passiert und sie Menschen und Vieh nicht meiden müssen.
centauri

Re: Wölfe

#442

Beitrag von centauri »

Olaf das sehe ich genau so.
Und wenn man noch bedenkt was so noch umsonst geschlachtet und entsorgt wird :hmm:
Ich glaube bei rindern sind es 20 000 stk. im jahr.
http://www.3sat.de/page/?source=/ard/se ... index.html
Olaf
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Re: Wölfe

#443

Beitrag von Olaf »

INteressante Zahl, geahnt haben wir es ja sicher alle.
Was mag der Wolf über uns denken, die wir ihm sinnlos das Futter wegschlachten :hmm:
Ja Mika, wie soll ers lernen? Von dem Draht bei 80 bestimmt nicht...
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
Manfred

Re: Wölfe

#444

Beitrag von Manfred »

Olaf hat geschrieben: Aber einen Draht bei 80 cm zu spannen und zu erwarten, dass der Wolf das repektiert, dass ist ja nun mehr als einfältig....
Und dass er unter diesen Umständen nicht irgendwelchen Viechern im Wald hinterherhetzt....irgendwie verständlich....
Und trotzdem, 2 von 569 300 Rindern, so ne richtige Bedrohung ist das nicht.
Wie oben geschrieben. Der Draht ist nicht gegen Wölfe, sondern hält die Rinder drin.
Von den Wolfs"fachleuten" in D wurde ja lange gepredigt, dass Wölfe normalerweise nicht an Rinder gehen, sondern nur Kleintiere fressen, obwohl die Riss-Statistiken in anderen Ländern einen ganz normalen Anteil an Rindern ausweisen, auch in Polen, Rumänien etc.
Inzwischen hatten wir auch in D genug Rinderrisse um zu belegen, dass das nicht mehr als ein Wunschtraum ist.
Und jetzt stellt sich halt auch behördlicherseits die bislang verdrängte Frage, wie man Rinder angemessen schützen kann.
Meine Einschätzung ist, dass auch aufwändige E-Zäune das Problem zwar verzögern, nicht aber beheben werden.
Ich würde damals bei den Schafen von Behörden aus Neufünfland gefragt und habe gesagt: E-Zaun mind. 1,4 m hoch, sonst gehen sie bald drüber, und ich habe gleich drangehängt: Das Problem ist, dass die hohen und schweren Netze für die Schäfer zu aufwändig in der Handhabung sind.
Von den Behörden wurden entgegen meiner Empfehlung Netze mit 90 und 106 cm gefördert. Und sie einiger Zeit gehen da die ersten Wölfe halt einfach drüber, wie zu erwarten. Das ärgerlichste ist: Die Förderprogramme sind so ausgelegt, dass die Schäfer selbst nicht aufstocken können. Es muss das billigste Angebot angenommen werden, das die Mindestkriterien erfüllt. Ich habe einen festen Zuschuss pro m Zaunlänge empfohlen für alle Zäune, die die Mindestkriterien einhalten. Dann könnten die Schäfer selbst entscheiden welches Angebot sie annehmen und im Zweifel die Differenz für einen angemessen hohen Zaun und ein Weidezaungerät mit ausreichender Leistung selbst drauflegen...
Keine Mehrkosten für den Staat, weniger Verwaltungsaufwand, weil das einreichen mehrerer Angebote für jeden Antrag entfällt, Entscheidungsfreiheit für den Schäfer, und ein paar Betroffene hätten am Ende sogar einen funktionierenden Zaun.
Aber so viel einfacher Menschenverstand ist mit den Gesetzgebern in den Bundesländern nicht umsetzbar...

Wolfssichere Zäune sind für kleine Wildgehege oder für Nachtpferche machbar.
Auf großen Weidenfläche ist eine wirklich wolfsdichte Einzäunung wirtschaftlich nicht darstellbar. Da kann man höchstens mit Schutzhunden arbeiten und die Zäune so auslegen, dass die darauf trainierten Schutzhunde drin bleiben.
Die sinnvollste Maßnahme wäre, wie von diversen Experten aus Ländern mit langer Wolfserfahrung den deutschen Behörden nahegelegt, die Wölfe gar nicht erst zu Nutztierfressern zu erziehen, sondern Wölfe die sich öfter an Nutztieren vergehen konsequent abzuschießen.
Olaf
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Re: Wölfe

#445

Beitrag von Olaf »

Bei letztem bin ich exakt Deiner Meinung. Wie ich schon schrieb, es muss eine Kompromisslösung geben.
Aber auch: Das pdf, was ich verlinkt habe zeigt, wenn der Zeitraum auch zu kurz ist, eigentlich, wenn die nach kurzer Zeit locker über alles rüber oder drunter gehen hätte man da doch einen deutlichen Anstieg erwarten können?
Irgendwie, so kommts mir vor bzw. von manch einem weiß ichs sogar, passen sich auch die Tierhalter offenbar an an die Situation.
Und irgendwann werden bestimmt auch wieder auffällige Tiere abgeschossen, zu recht, und die andern können doch in den riesigen unbesiedelten Flächen, die wir hier haben leben? Ich glaub, das ist einfach ein Lernprozess für alle, und das schlimmste, was passieren kann ist die Schwarz/Weiss-Malerei, und da ist auch die Sensationslust der Presse sehr dran beteiligt.
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
Manfred

Re: Wölfe

#446

Beitrag von Manfred »

Hier noch mal wirkungslose Schafnetze:
https://www.youtube.com/watch?v=ewXiAYmFGUM
Manfred

Re: Wölfe

#447

Beitrag von Manfred »

In der Schweiz hat wieder ein Herdenschutzhund einen Wanderer gebissen.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/ ... --11297431
Manfred

Re: Wölfe

#448

Beitrag von Manfred »

Manfred

Re: Wölfe

#449

Beitrag von Manfred »

Die Schweizer Nationalratskommission hat Parlament mit 21 zu 0 Stimmen (bei 2 Enthaltungen) eine weitere Lockerung des Wolfsschutzes empfohlen.
In der Schweiz dürfen bereits Wölfe geschossen werden, die Nutztiere gerissen haben.
Jetzt soll der Wolfsbestand auch präventiv reguliert werden dürfen:

http://www.bauernzeitung.ch/sda-archiv/ ... utzes.aspx
jow

Re: Wölfe

#450

Beitrag von jow »

spannender bericht über herdenschutzhunde.
ich musste ein wenig schmunzeln über die formulierungen des warnschildes (bilderreihe letztes bild):
"eher freundlich dem menschen gegenüber...." :sauenr_1:
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersac ... tz130.html
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