Glück? Oder...

Distel

Glück? Oder...

#1

Beitrag von Distel »

Wir sitzen auf der Wiese und suchen vierblättrige Kleeblätter...

Es dauert keine 5 Minuten, da sind gleich zwei gefunden.

Aber 10 Minuten später finden wir das hier:

https://www.flickr.com/photos/100677012 ... 511037083/

Wir sind auch garnicht abergläubig :klee:
smallfarmer
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Re: Glück? Oder...

#2

Beitrag von smallfarmer »

Wem das Glück ist zugetan,dem legt auch Eier selbst der Hahn :grinblum:

smallfarmer
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Spottdrossel
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Re: Glück? Oder...

#3

Beitrag von Spottdrossel »

Na, das muß ja ein gutes Jahr werden :daumen: .
Ich hab statt Kleeblatt eine freche Eidechse gefunden.
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ahora
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Re: Glück? Oder...

#4

Beitrag von ahora »

smallfarmer hat geschrieben:Wem das Glück ist zugetan,dem legt auch Eier selbst der Hahn :grinblum:

smallfarmer
:lol: :lol: :lol: :) Den Spruch kannte ich noch nicht, der gefällt mir, den werde ich mir merken :) lg Ahora
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emil17
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Re: Glück? Oder...

#5

Beitrag von emil17 »

Das passiert vermutlich nachdem die Blattanlage durch Tritt beschädigt wurde.
Da abergläubisch sein Unglück bringt, suche ich solche nicht - meine Kinder sind im Finden viel besser.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Nightshade
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Re: Glück? Oder...

#6

Beitrag von Nightshade »

Die Vorfahren des Klees hatten Fiederblätter, wie auch viele andere Leguminosen.
Rückschläge kommen häufig vor.

http://de.wikipedia.org/wiki/Leguminosen
Bei allen Unterfamilien sind ursprünglich Fiederblätter vorhanden, die in einigen Gattungen und Arten auf die Endfieder reduziert sein können, wie beispielsweise beim Färber-Ginster (Genista tinctoria), oder nur aus drei Blättchen bestehen, wie bei den Klee-Arten (Trifolium). Sie können sehr unterschiedlich groß sein.

Ein bestimmtes Gen soll die Fiederblättrigkeit unterdrücken, aber seine Funktion ist umwelt-abhängig. Z.B. auf gut gedüngten (überdüngten!) Böden versagt es und mehrteilige Kleeblätter werden häufiger.
Ich hab mal Näheres drüber gehört, aber Genetik fasziniert mich nicht sonderlich.

Da steht bisserl was drüber:
http://www.pflanzenforschung.de/de/jour ... glueck-803

Aberglaube, Glaube... Bitte, wir schreiben 2014.

Auf was für einer Wiese sitzt du denn da? Örtliches Hundeklo, Schafweide oder gut mit Kunstdünger versorgt?
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emil17
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Re: Glück? Oder...

#7

Beitrag von emil17 »

Falls genetisch bedingte Rückschläge eine häufig Ursache für solche Kleeblätter wären, dann müsste man eigentlich auch Pflanzen finden, bei denen alle Blätter so sind.
Ich glaube nicht, dass Genetik beim Verständnis der Glücksbringer weiterhelfen könnte. Wenn schon, dann such die Gene, die das bewirken, in den Köpfen derer, die daran glauben.
Wenn man mit Hufeisen beworfen wird soll es doch auch wirken, und Hufeisen haben meines Wissens gar keine Gene.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Lehrling
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Re: Glück? Oder...

#8

Beitrag von Lehrling »

emil17 hat geschrieben: Wenn man mit Hufeisen beworfen wird soll es doch auch wirken, und Hufeisen haben meines Wissens gar keine Gene.
Aua!!! also ob das Glück bringt :hmm: :ohoh: ich glaub eher, blaue Flecken und Beulen


bei uns heißt es :opa: , ein gefundenes Hufeisen bringt Glück, wenn man es mit der Öffnung nach oben aufhängt - damit das Glück dort hineinfällt.

liebe Grüße
Lehrling
Ist die Heilung von PatientInnen ein nachhaltiges Geschäftsmodell?
...Frage über erfolgreiche Medikamente und daß dadurch weniger PatientInnen zu behandeln sind...
Nightshade
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Re: Glück? Oder...

#9

Beitrag von Nightshade »

emil17 hat geschrieben:Falls genetisch bedingte Rückschläge eine häufig Ursache für solche Kleeblätter wären, dann müsste man eigentlich auch Pflanzen finden, bei denen alle Blätter so sind.
Ich glaube nicht, dass Genetik beim Verständnis der Glücksbringer weiterhelfen könnte. Wenn schon, dann such die Gene, die das bewirken, in den Köpfen derer, die daran glauben.
Wenn man mit Hufeisen beworfen wird soll es doch auch wirken, und Hufeisen haben meines Wissens gar keine Gene.
Lies einfach nach....Geh in eine Fachbibliothek und such dir die Artikel dazu raus.
Und nein, es sind natürlich nicht alle Blätter einer Pflanze so. Sind ja keine Tiere. Bei Pflanzen ist praktisch jede Zelle omnipotent. Sie bilden ständig neue Organe, was Tiere ja üblicherweise nicht tun :roll:Und natürlich kann die Bildung eines neuen Blättchens anders ablaufen, wenn vorher ne Ladung Mist auf den Klee gekippt wurde.

Ich glaube nicht an Götter, Dämonen, Glücks- und Unglücksbringer.
Mein vertrottelter Hund mit den vier Augen sieht keine Geister und bringt kein Unheil. Er sieht nur sein Fressen und bringt Dreck ins Haus, weil er ein Hund ist und sonst nichts.
Meine schwarze Katz hat Mäuse gebracht, die waren im Haus ein Unglück, aber dafür konnten sie draußen keinen Schaden mehr anrichten. War eine Katze und sonst nichts.

Hufeisen bringen Glück oder Unglück - je nachdem ob der Hufschmied sein Handwerk beherrscht.

Wenn sie wen treffen, verursachen sie eventuell ein Loch im Kopf und dieses könnte - mit Glück- etwas Verstand hinein lassen.
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emil17
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Re: Glück? Oder...

#10

Beitrag von emil17 »

Nightshade hat geschrieben: Und nein, es sind natürlich nicht alle Blätter einer Pflanze so. Sind ja keine Tiere. Bei Pflanzen ist praktisch jede Zelle omnipotent. Sie bilden ständig neue Organe, was Tiere ja üblicherweise nicht tun
Ich erinnere mich aus meiner Studienzeit dumpf daran, dass die Genetik der Pflanze sagt, wie ihr Blatt auszusehen hat. Genau deshalb kann man ja die meisten Pflanzen anhand der Blätter bestimmen. So natürlich ist das also nicht.
Der Weg von der Information "Anleitung zum Blattbau" (als Teil der DNA) zum Blatt ist sehr lang und von unglaublich vielen Einzelkomponenten abhängig. Darin die exakte Ursache für ein vierfiedriges Kleeblatt zu suchen gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen, aber dem nicht genug: es ist nach wie vor nicht geklärt, wie die komplexe Struktur eines Blattes aus einem undifferenzierten "Zellhaufen" entsteht. - Darin dürfte der Schlüssel zum Verständnis der Anomalien liegen.
(aus forum garten pur.de)

... weshalb auch Fachliteratur nicht wirklich weiterhelfen dürfte.

Die überwiegende Vermutung für die Ursache der Vierblättrigkeit geht offenbar dahin, dass es sich um einen Fehler in der Verwirklichung des vorgegebenen Bauplans handelt, dass die Information also nicht im Erbgut des vierblättrigen Blättchens zu finden sein wird. Denn sonst würde man regelmässig vierblättrige Triebe finden, aus denen man dann leicht vierblättrige Pflanzen erhalten könnte.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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