Gegen die deutsche Schulpflicht

Was halt nirgendwo passt
Benutzer 72 gelöscht

Re: Gegen die deutsche Schulpflicht

#171

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

@Rati: Ich denke, deshalb haben so wenige Menschen noch den Mut, ihr eigenes Leben zu leben.

Wenn du das Realismus nennen willst, na gut...

Wer sagt denn, dass es die Aufgeschlossenheit fördert, wenn man etwas anderes niederschreibt (als ob es stimmen tät), dabei aber im Kopf was anderes denkt?? :hmm: :platt:
Rabe
Beiträge: 1065
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 18:15

Re: Gegen die deutsche Schulpflicht

#172

Beitrag von Rabe »

quote="ina maka"]

wollen wir jetzt alle aufschreihen, dass es ungerecht ist, wenn ein Kind von der Mutter zu Hause geboren wird oder in einem Spital? gestillt wird oder nicht (ob all seine Bedürfnisse gestillt werden oder nicht)? - geimpft wird oder nicht? - von klein weg Fastfood und Zucker bekommt oder nur frische Bioware??[quote]
Bald ist es soweit.Wir sind schon auf dem Weg dazu.

[quote="ina maka"]Das geht nicht - und vor allem kommt dann bei mir schon die Frage auf: "Wer entscheidet was gut und richtig ist??" - für andere?
für anderer Menschen Kinder??[quote]
Die Masse. Der Stärkere.
Nur wer sich durch nichts und niemanden instrumentalisieren lässt, kann wahre Freiheit leben!
Rabe
Beiträge: 1065
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 18:15

Re: Gegen die deutsche Schulpflicht

#173

Beitrag von Rabe »

ina maka hat geschrieben:
Ich kenne halt zu viele Kinder, die an der Schule verzweifeln (unter anderem auch, weil es die Lehrer nicht immer schaffen, mobbing in den Schulpausen zu unterbinden)
Oder von Lehrern
Nur wer sich durch nichts und niemanden instrumentalisieren lässt, kann wahre Freiheit leben!
Helene

Re: Gegen die deutsche Schulpflicht

#174

Beitrag von Helene »

Rabe hat geschrieben:Ganz so schlimm ist es nun auch wieder nicht Helene :mrgreen: Klingt mir zu sehr nach Stammtischparole.
Ich wünschte, es wären Stammtischparolen. Die Wahrheit zu ertragen ist schwer und jeder ist in seiner Meinung frei. Ich habe eben erfahrungsgemäß genau diese Meinung. Andere haben andere Meinungen. Das ist ok. Schwierig wird es werden, wenn das große Erwachen mal losgeht und auch das ist nun mal meine Meinung. Und wer die Medien genau verfolgt und wirklich zuhört, der wird erkennen, daß jetzt schon viele Wahrheiten ans Tageslicht kommen, die vor ein paar Jahren noch als Verschwörungstheorien gehandelt wurden. Ich gehöre zu den Menschen, die solche Meldungen wirklich hören und auch verinnerlichen, welcher Weg sich daraus ergibt. Und da wird es auch nichts nützen, irgendwelche Links für Suchmaschinen unbrauchbar zu machen. Die Wahrheit setzt sich immer durch egal wie lange es dauert. Es ist nicht schlimm, wenn andere Menschen etwas anderes glauben oder andere Wege gehen, jeder hat das Recht, seinen Weg zu gehen und sein Leben zu leben, so wie er es für richtig hält.
Rabe
Beiträge: 1065
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 18:15

Re: Gegen die deutsche Schulpflicht

#175

Beitrag von Rabe »

Helene hat geschrieben:. Es ist nicht schlimm, wenn andere Menschen etwas anderes glauben oder andere Wege gehen, jeder hat das Recht, seinen Weg zu gehen und sein Leben zu leben, so wie er es für richtig hält.
Klar, solange er die Grenzen Anderer wahrnimmt und respektiert!
Nur wer sich durch nichts und niemanden instrumentalisieren lässt, kann wahre Freiheit leben!
Rati
Beiträge: 5228
Registriert: Di 8. Mär 2011, 13:58
Wohnort: ein Sachse unter Niedersachsen

Re: Gegen die deutsche Schulpflicht

#176

Beitrag von Rati »

Rabe hat geschrieben:Irgendwie passt deine Antwort nicht ganz.
sag an was passt nicht? :)
ina maka hat geschrieben:@Rati: Ich denke, deshalb haben so wenige Menschen noch den Mut, ihr eigenes Leben zu leben.

Wenn du das Realismus nennen willst, na gut...
ich merk schon, es gelingt mir nicht so richtig verständlich auszudrücken was ich meine. :)

Schule ist doch nur ein Teil des Lebens, und nicht DER entscheidende Teil des Lebens.

Ina wenn du schreibst das wäre der Grund das so viele menschen keinen Mut haben ihr eigenes Leben zu leben, halte ich dagegen das idealistisch erzogene Kinder zwar der Meinung sind genau zu wissen wie sie ihr Leben leben wollen, aber selten was sie beachten müssen um es leben zu können weil sie nie gelernt haben die Gesellschaft um sie herum zu beachten. Und wie geschrieben dann sind immer die anderen schuld. Wenn die Menschen nicht den Mut haben für sich ein zu stehen ist das nicht Schuld der Schule, sondern mMn Schuld der Eltern und all der anderen Mitmenschen um die Kinder drum herum, die ihnen nicht genügend oder unangebrachte Beachtung entgegenbringen.
Meine Jungs lernen auch die Wahrheit zu achten, vor allem gegenüber sich selber.
Ich empfehle ihnen aber zB auch auf ihre Umwelt zu achten und abzuschätzen wo es sinnhaft oder zwingend nötig oder harmlos ist sich Preis zu geben und wo nicht.
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Olaf
Beiträge: 12098
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 14:25
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: Havelland BRB

Re: Gegen die deutsche Schulpflicht

#177

Beitrag von Olaf »

Exakt. Und sich das passende Forum sucht..., wo Gleichgesinnte ebenfalls erleuchtet sind.
:roll:
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
Little Joe

Re: Gegen die deutsche Schulpflicht

#178

Beitrag von Little Joe »

In dem ganzen Thread hab ich das Gefühl,das wir ewig aneinander vorbeireden. Ich seh eines der größten Probleme darin, dass die meisten von euch von sich als Eltern schulpflichtiger Kinder ausgehen und meinen, dass das alle Eltern so sehen. Glaubt mir, das tun sie nicht. Hier einige Beispiele, die natürlich nicht representativ sind.
Wir bieten seit 3 jahren bei uns in der Klasse den Eltern an jederzeit zum hospitieren vorbei zu kommen, um zu sehen, wie sich ihr Kind im Unterricht verhält bzw. wie Unterricht bei uns so abläuft. Was meint ihr wie viele Eltern das Angebot angenommen haben? EINE Mutter in drei Jahren.
An jeder Schule gibt es Fachkonferrenzen, welche Eltern und älteren Schülern offenstehen. Das heisst, es ist ausdrücklich gewünscht, dass Eltern und Schüler daran teilnehmen um Unterrichtsinhalte einvernehmlich festzulegen. Bei uns an der Schule gibt es 8 Fachgruppen, die sich einmal im Monat treffen (von Mathe über Sport bis hin zu Sexualerziehung) Im letzten Schuljahr nahmen sporadisch drei Elternteile teil in diesem Schuljahr nur noch ein Vater.
Wir haben jetzt Ende Januar, das Schuljahr hat im August 2013 angefangen, die Hälfte meiner Schüler hat immer noch kein Sportzeug mitgebracht.
Von den Kindern in meiner Klasse leben nur 2 noch mit den Erwachsenen zusammen, welche sie auch gezeugt haben. Alle anderen haben mittlerweile einen neuen Vater, eine neue Mutter, weder das eine noch das andere, oder eine Pfelegefamilie oder oder oder. Ich bin bestimmt kein Verfechter, der traditionellen Mama/ Papa/ Golf/ Reihenhausfamilie, aber es ist schon auffällig, dass sich je öfter sich die Kernfamilie ändert um so weniger scheinen die Erwachsenen sich noch um die Erziehung zu kümmern (können( wollen).
Am jährlichen Elternpflegschaftsabend werden die Elternvertreter gewählt, da die Beteiligung dermaßen gering ist, werden bei uns keine Klassenvertreter mehr gewählt sondern nur noch Stufenvertreter.
Zu den Jahresfesten gibt es bei uns i. d.R. eine Elternfrühstück und anschließend führen die Sch. etwas auf, Musik, Theater etc. In den letzten Jahren sind 2/3 der Eltern nach dem Frühstück wieder gefahren OHNE, die Aufführung ihres Kindes gesehen zu haben. Dies Jahr gibt es erst die Aufführungen und dann Frühstück.
Nach drei Jahren wechslen die Sch. von der Mittelstufe ind die Oberstufe. Für die, die gehen gibt es immer eine Abschlussfeier mit grillen. Im letzten Jahr haben wir 5 in die Oberstufe entlassen, zur Feier erschienen 3 Eltern.
Ich verstehe es nicht, warum ist da so wenig Interesse, das sind doch immerhin ihre Kinder, ich seh das so, dass die Eltern mit ihrem offensichtlichen Desinteresse an ihren Kindern auch ein Desinteresse an der Zukunft zeigen.
...und dann fargt ihr euch allen Ernstes warum diese :bang: Reaktion auf das obige Posting.
Kerstines
Beiträge: 808
Registriert: Mo 9. Aug 2010, 14:58
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: im Osten, wo die Sonne aufgeht / na wschodzie, gdzie słońce wchodzi

Re: Gegen die deutsche Schulpflicht

#179

Beitrag von Kerstines »

Little Joe hat geschrieben: Wir bieten seit 3 jahren bei uns in der Klasse den Eltern an jederzeit zum hospitieren vorbei zu kommen, um zu sehen, wie sich ihr Kind im Unterricht verhält bzw. wie Unterricht bei uns so abläuft. Was meint ihr wie viele Eltern das Angebot angenommen haben? EINE Mutter in drei Jahren.
Das wurde bei uns rege genutzt, und wir fanden das als Schüler immer total ÄTZEND, wenn Eltern hospitierten, auch die betroffenen Kinder :lol:
Zu den anderen Sachen kann ich nichts sagen, bin eben Mitte der 60er Jahre in der DDR eingeschult worden.
Die halb(?)jährlichen Elternversammlungen waren aber IMMER sehr gut besucht, auch bei meinen Bengels in den 90ern.
Allerdings gab es bei uns eben auch richtig aktive gute "Patenbrigaden" (das war immer eine Brigade aus Betrieben, bei uns aus einem Textilbetrieb), die eingebunden wurden, und das ELTERNAKTIV, d.h. eine von den Eltern gewählte Gruppe, die die Interessen der Eltern und Kinder in Zusammenarbeit mit (vorrangig) dem Klassenlehrer vertrat.
Hat sowohl in meiner Schulzeit wie in der meines Bruders und auch (noch) bei meinen Söhnen funktioniert!
Es war nicht alles schlecht?

:hmm: Kerstines
"Es sind die Fantasten, die die Welt in Atem halten. Nicht die Erbsenzähler." Erich von Däniken
Rati
Beiträge: 5228
Registriert: Di 8. Mär 2011, 13:58
Wohnort: ein Sachse unter Niedersachsen

Re: Gegen die deutsche Schulpflicht

#180

Beitrag von Rati »

Jeep Joe, so ist es. das Desinteresse der Eltern ist hier bei uns genau so. Das fängt übrigens schon im Kindergarten an.
Elternvertreterwahlen? eigentlich ganst du gleich die vom Vorjahr nehmen und hoffen das innerhalb der nächsten 5 Jahre (Grundschule) wenigstens einer nachwächst.
Dir Grundschule meiner Kinder gibt sich echt Mühe viel auf die Beine zu stellen. Eltern dafür zu begeistern ist ein graus. Im Endeffekt sind es immer die wenigen selben.

Und deshalb meine ich eben auch das nicht die Schule, sondern die Eltern Schuld tragen.... zumindest einen großen Teil daran.

Dabei wäre es so einfach, aktive Eltern motivieren resignierende Lehrer, neu motivierte Lehreh überraschen entmutigte Kinder mit kreativen Ideen und alle tun sich zusammen.
DAS ist Idealismus. Zum Glück habe ich den auch noch und kann trotzdem Realist sein. :grinblum:

Grüße Rati

PS @ Kerstines: im Osten war sehr vieles anders. :aeh:
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Antworten

Zurück zu „Sonstiges“