Hmm... Giftig ist dieser Klärschlamm eigentlich auch nur dann wenn da Medikamente oder irgendwelche Spezialchemie mit reinkommt... Dieses Problem behältst Du Dir egal ob Kompost- oder Plumpsklo ja sozusagen "auf dem Grundstück".fuxi hat geschrieben:Äh, nein.AlterSchwede hat geschrieben:Kompostklo macht eigentlich nur Sinn wenn man das Klo unbedingt im (Wohn)haus haben möchte. Ansonsten macht ein (ordentlich gepflegtes) Plumpsklo ja ohne Anschaffungskosten und Stromverbrauch das Selbe. Es geht also primär um den Komfort nachts nicht buchstäblich "raus" zu müssen...![]()
Es geht auch (oder vor allem) darum, aus einem nährstoffreichen Grundstoff keinen giftigen, gewässerbelastenden Klärschlamm zu machen.![]()
Der Schmodder aus einem Plumpsklo-Tank muss dann ja doch wieder ins Klärwerk.
Ich denke schon daß man die Frage insgesamt auf Wirtschaftlichkeit und Komfort reduzieren kann - und so komme ich ja auch zu meinem Fazit.
Plumpsklo - "gratis - aber wenig komfortabel (riecht manchmal... muß man gelegentlich ausräumen... man muß aus dem Haus... )"
Kompostklo - "teuerer in der Anschaffung - deutlicher Komfortvorteil gegenüber dem Plumpsklo weil man nicht mehr aus dem Haus muß..."
(3-)Kammer - "am teuersten in der Anschaffung - setzt infrastruktur voraus - maximal komfortabel. Wird auf Anruf geleert... ansonsten nur Knöpfchen drücken...".
Daß das Kompostklo irgendwie "hart an der Grenze zum Innovationsflop" (Dinge die eigentlich Niemand braucht...) herumkrebst wird ja auch daran deutlich daß es die Grauwasserfrage nicht löst. Klartext: In Schweden wo ich mein Grauwasser fast überall problemlos versickern lassen darf... hat das Kompostklo schon wieder einen ganz anderen Stellenwert als dort wo letzteres nicht geht. In Schweden könnte ich eben mit dem Kompostklo "im Badezimmer kacken und duschen"... also Komforgewinn gegenüber: "Im Badezimmer duschen und 50m weiter kacken". Und das auch noch billiger als "Riesenloch buddeln - Tanks kaufen - Tanksspäter leeren lassen müssen".

