Fand ich auch. Aber mit 15.705 Wörtern keine Studie, die man mal eben in 10 Minuten liest.
Besonders interessant für mich die Teile, wo es um Waffen geht:
(b) Die bewusste Propaganda eines gestörten fiktiven Bildes eines Wolfes, um seine Erhaltung zu gewährleisten, und im kommunistischen Russland das Konfiszieren von Waffen in ländlichen Gebieten zu rechtfertigen und die Bevölkerung bewusst unbewaffnet zu halten.
2. Menschen in ganz Nordamerika waren historisch gesehen gut bewaffnet, und Wölfe, die auf bewaffnete Menschen trafen, wurden eliminiert, bevor sie Schaden anrichten konnten
In den Gebieten von Nordamerika, wo einige Wölfe überlebte, traten sie garantiert bewaffneten Menschen gegenüber, einheimischen und nicht einheimischen Trappern und Jägern, Goldsuchern, Landvermessern, Rangern, Farmern, während Waffen verfügbar waren für die Leute auf den Straßen, für die Trucker und Holzarbeiter. Wehe dem Wolf, der sich zeigte!
Daraus folgt, dass es keine tödlichen Wolfsattacken im 20. Jahrhundert in Nordamerika gab, weil es nur sehr wenige Wölfe gab, die Wölfe gejagt wurden, sehr scheu waren und Menschen mieden, und die paar Wölfe, die sich Menschen näherten, wurden unvermeidlich erschossen.
Wo Menschen von Wölfen attackiert und verletzt wurden, waren diese in allen Fällen ohne Waffen (LVII).
Und ein letztes, längeres aber interessantes Zitat aus der Studie:
Der Grund für diesen offiziellen Enthusiasmus für den „harmlosen“ mausfressenden Wolf wurde nur von Pavlov enthüllt (siehe Anhang X, das übersetzte Kapitel 12 seiner zweiten Ausgabe oder Ausgabe von 1990 seines Buches über Wölfe).
Russland hatte zu Beginn des Zweiten Weltkrieges alle gesunden Männer aus den Dörfern einberufen und sie an die Front geschickt, um gegen die Wehrmacht zu kämpfen. Gleichzeitig wurden alle Jagdwaffen in den Dörfern konfisziert mit der Folge, dass die Frauen, Kinder und alten Menschen völlig unbewaffnet zurückblieben.
Die Wölfe bekamen das schnell mit, was zu schweren Beutezügen auf Vieh führte und eine Welle von tödlichen Attacken auf Dorfbewohner, vorrangig von Kindern, zur Folge hatte. Die russische Regierung verbot alle Berichte über Wolfsattacken, die zur Verletzung oder zum Tod von Menschen führten, und hielten solche Berichte geheim. Diese Berichte wurden erst nach dem Fall der kommunistischen Regierung in Russland entdeckt.
Diese Politik des Schweigens, die einherging mit dem Tod von Menschen, verursacht durch Wölfe, erklärt auch frühere Aktionen, wie z.B. das Verschweigen von Berichten von Wolfsattacken auf Menschen nach dem Sturz des Zaren in der Oktoberrevolution und die folgenden Berichte von einigen russischen Autoren darüber, dass Menschen fressende Wölfe fiktiv wären. Es war nicht im Interesse der kommunistischen Partei, eine bewaffnete Bürgerschaft zu erlauben, welche das einzige effektive Gegenmittel für Wolfsattacken ist.
Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete Prof. A.A. Mantejfel eine Kommission, die von der höchsten Jagdbehörde der Russischen Föderativen Republik berufen wurde, um das Wolfstöten von Menschen zu untersuchen, aber es führte zu nichts wahrscheinlich wegen der oben genannten Ursachen. Die Verbindung zwischen der Entwaffnung der Bürger und der zahllosen Todesfälle durch Wölfe daraufhin durften nicht öffentliches Wissen werden.
Das erklärt im Nachhinein den ziemlich kargen Bericht über Menschen tötende Wölfe von den Professoren Heptner und Nasimovic 1967 in „Mammals of the USSR“ (Säugetiere der UdSSR) und ihre Auswahl von nur ein paar, jedoch sehr grausamen Fällen, einschließlich Mehrfachtötungen durch den gleichen Wolf. Da gab es demzufolge keinen Weg, in welchem Menschen fressende Wölfe frei diskutiert werden konnten von westlichen und russischen Wissenschaftlern während der Ära des Kalten Krieges.
Das Töten von Menschen durch Wölfe setzt sich fort, aber es wird nur wenig darüber berichtet, weil die Zivilbevölkerung kaum Waffen hat und auch besonders keine Munition (LXIII)
Quelle:
http://wolfeducationinternational.com/w ... -menschen/
Ein einzelner athletischer Mann hat ja mit blosen Händen wahrscheinlich eine ernstzunehmende Chance, sich in einem Kampf mit einem Wolf zu behaupten - aber gegen ein ganzes angreifendes Rudel ist er eher dem Tode geweiht.
Ohne Waffen wohlgemerkt. Wie würde es sich wohl verhalten, wenn man ein Pfefferspray dabei hätte oder in der Kunst des Stock- bzw. Messer (Klinge bis 12 cm versteht sich) Kampfes ausgebildet wäre?
Wenn man sich überlegt, dass ein Wolfsrudel sogar Grizzly-Bären angreift und erlegen kann. Schon imposante Raubtiere, diese Wölfe.
