Glyphosat-Diskussion

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misfits
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Re: Glyphosat-Diskussion

#961

Beitrag von misfits »

@ölkanne,
wir stehen auf absolut konträren Seiten.
Ich möchte mit deiner Seite nichts zu tun haben.

Dir reicht deine Ausildungsvergütung. Schön. Wie lange bist du eigentlich
schon Azubi ??? Muss doch mal die alten Posts lesen.



@viktualia,
reg dich nicht auf, ist ungesund. In der Sache hast du natürlich mMn. recht.
Kauf lieber nix mehr von diesen Herrschaften, entziehe ihnen dein Geld.
Das möchte ich übrigends JEDEM raten, sag ich auch jedem.

@strega
recht hast du, finde ich. :daumen:
Am Ende wird alles gut, und wenn noch nicht alles gut ist, ist es noch nicht zu Ende.
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Rohana
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Re: Glyphosat-Diskussion

#962

Beitrag von Rohana »

Jetzt wirds wirklich absurd hier. :ua:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Manfred

Re: Glyphosat-Diskussion

#963

Beitrag von Manfred »

Solange die Geissens noch frei herumlaufen, Herr Markwort im sonntäglichen Vormittagsfernsehen über möglicherweise steigende Preise für Lufthansa-Inlandsflüge wegen des Air-Berlin-Aus jammern kann, auf den geschützten Biotopflächen neben meiner Weide fast nur Brennnessel und Mädesüß wachsen und die Müllheizkraftwerke gut ausgelastet sind, mache ich mir über meinen bäuerlichen Beitrag zum Ökozid wenig Sorgen...

Man sollte einfach Ökokonten einführen, die jedem Verbraucher die Umweltbelastung der von ihm in Anspruch genommenen Produkte und Dienstleistungen zurechnen. Dazu wäre natürlich zu verfolgen, wie jeder einzelne Artikel im Detail erzeugt wird.
Dann würden die allermeisten Bauernbasher bald ziemlich dämlich aus der Wäsche gucken, weil sie sich ihr umweltschädliches Leben nicht mehr durch Schuldzuweisung an die Produzenten schönreden könnten.
misfits Konsumverhalten würde ich mir auch gerne mal im Detail ansehen...
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MeinNameistHASE
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Re: Glyphosat-Diskussion

#964

Beitrag von MeinNameistHASE »

misfits hat geschrieben:@ölkanne,
wir stehen auf absolut konträren Seiten.
Ich möchte mit deiner Seite nichts zu tun haben.
Soviel zur Dialogbereitschaft...

Ich weiß ja nicht, auf welcher Basis misfits ihre Haltung aufbaut... Ölkanne kennt mittlerweile beide Standpunkte, wenn ich richtig orientiert bin.

Ich habe im Studium auch beide Seiten vorgestellt bekommen, sowohl konventionell als auch ökologisch. Und ohne größeren landwirtschaftlichen Bezug muss ich für mich feststellen, dass ich weder der einen noch der anderen Seit 100% zustimmen kann, weil chemische PSM schädlich sind, wie Kupfer und Schwefel auch:
Schwefel schädigt Marienkäfer, Raubwanzen und -Milben, Gallmücken und Trichogramma-Wespen
Kupfer hat eine biozide Wirkung v.a. auf den Regenwurm und Raubmilben
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!
Rati
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Re: Glyphosat-Diskussion

#965

Beitrag von Rati »

misfits hat geschrieben:hallo ölkanne,
...ich halte dich für einen Lobbyisten pro Glyphosat, für ein Uboot in diesem
Forum.
... bin ich der Meinung,
daß du ein bezahlter Schreiberling bist.
:lol: also, es gibt auch für mich so einige Dinge die ich komplett anders sehe als ölkanne, aber das is nun mMn wirklich ziemlich tief in die - "alles Verschwörer"- Kiste gegriffen.

Es sei den - und das ist sicherlich nicht so- unser Forum wäre so eine große Gefahr für die Glyphosatisten das ihre U-boote :roll: zur Tarnung sogar extra Färberweid anbauen um dann mit Forumsmitgliedern Tauschgeschäfte machen zu können.

Wenn doch: Ölkanne, in meinem Met waren Nanosonden versteckt und wir kriegen euch alle! :nudel: :lol: ;)

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Benutzer 4754 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#966

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Rati hat geschrieben:
Es sei den - und das ist sicherlich nicht so- unser Forum wäre so eine große Gefahr für die Glyphosatisten das ihre U-boote :roll: zur Tarnung sogar extra Färberweid anbauen um dann mit Forumsmitgliedern Tauschgeschäfte machen zu können.

Wenn doch: Ölkanne, in meinem Met waren Nanosonden versteckt und wir kriegen euch alle! :nudel: :lol: ;)

Grüße Rati
Der Met schmeckte gut :daumen:
Hat der Waid gefärbt oder ist er während des Postversandtes vergammelt?
Rati
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Re: Glyphosat-Diskussion

#967

Beitrag von Rati »

Ja, färben hat geklappt.
Aber wenn du schon nachfragst, ich hatte mit einer etwas größeren Menge gerechnet, war jetzt aber für mich kein Grund groß Aufhebens zu machen. :)

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#968

Beitrag von viktualia »

Oh Manfred, ich kann nicht anders: hast du grade gesagt, wenn ich weiterhin nicht fliege, darf ich schwurbeln, bis es kracht?
Danke, lach, ich verzichte, das wäre sonst "Spirizid" (Geisttötend).

Ja, MNiHASE, das ist noch ne Ebene:
BIO als voll ungiftig, als habe es vor der Erfindung des anorganischen Düngers niemals irgendwelche Gifte gegeben.
Wenn die Leute über "Homöopathische" Medizin reden und damit alles,
vom Kamillentee über Blutegel und Bleiche bis halt zum guten alten Quecksilber bei der Syph´ meinen....
Und den "Fluch des Pflugs" ausser acht lassen.

Was ich hier am Forum sehr schätze, ist dass ich den Unterschied zwischen einem Kleingarten und mehreren Hektarn begriffen habe.
Na ja, dass ich begriffen habe, dass da einer ist, so sehr viel weiter bin ich ja noch nicht.

Deswegen hab ich auch grad kein gutes Gefühl dabei, wenn misfits Konsumverhalten aufs Tapet kommt.
Können wir bitte mit dem hiesigen Kulturbegleitwuchs so umgehen, dass wir einander als allesamt Organisch begreifen?
Wir sind alle verletzlich und können alle giftig werden.
Egal, ob eine/r tief gräbt oder pestet.

Wenn wir das hier nicht schaffen, durch unsere Kultur den Dialog fruchtbar zu gestalten,
brauchen wir uns über die Zustände um uns herum nicht wundern.


Ui, Rati und Ölkanne, da bläut es wieder, kein Curacao sondern Met - wieviele Liter braucht man wohl für ne anständige Fraternisierung?
Manfred

Re: Glyphosat-Diskussion

#969

Beitrag von Manfred »

Als ob du mich fragen würdest, wann und wie oft du schwurbeln darfst... :sarcasic1:

Mich ärgert diese verlogene Diskussion einfach tierisch.
Da haben wird endlich die Entwicklung, dass die Pflügerei und die damit verbundene Bodenzerstörung weniger wird.
Unsere Nachbarn Frankreich und Großbritannien verlagern sich massiv auf den Bodenschutz und den Humusaufbau. Frankreich will zu diesem Zweck sogar die Förderung des ökologischen Landbaus einstellen und die Mittel in den Bodenschutz umschichten.
Und in Deutschland diskutiert man allen ernstes, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen?
Uns fehlen die Alternativen. Das wissen um alternative Ackerbaumethoden ist noch zu gering und viel zu wenig verbreitet.
Aber statt den Bauern bei dieser Entwicklung zu helfen, wirft man die wieder zurück, die bereits die ersten Schritte auf diesem langen Weg gegangen sind.
Ich bin beileibe kein Freund exzessiven Glyphosateinsatzes. Aber wenn der Preis für einen Glyphosatverzicht wahlweise mehr Bodenzerstörung oder der Einsatz anderer, problematischerer Chemikalien ist, dann bin ich nicht bereit, diesen zu bezahlen.

Von den paar kg Nahrungsmitteln, die ich pro Fläche produziere, könnte sich Deutschland hochgerechnet nicht mal ansatzweise ernähren.
Und für mich kann auch nicht die Lösung sein, für unsere Importe ärmeren Menschen ihre Nahrungsmittel vor der Nase weg zu kaufen oder ihnen gleich ihr Land wegzunehmen, wie wir in vielen Ländern beobachten.
Wer eine alternative Produktion in Deutschland will, der soll bitte zeigen, wie das funktioniert, und zwar auch in der benötigten Menge.
Hier nur noch etwas Deko-Landwirtschaft zu betreiben, während in unseren Supermärkten die importieren Billigstlebensmittel, Billigstkleidung etc. aus Nullstandard-Ländern immer mehr werden, ist für mich ein Verbrechen.

Außengrenzen zu, Pflanzenschutzmittel verbieten (auch Kupfer und Co.), dann kann Deutschland mal wieder richtig auskosten, wie sich Hunger anfühlt.
Das ist aktuell die Realität. Der Weg zu einer halbwegs vernünftigen Eigenversorgung ist noch sehr lang.
Und wenn wir uns dem nicht stellen, passiert weiter genau das, was seit Jahren passiert: Hier schöner Schein und weiter sinkende Versorgungsicherheit bei gleichzeitiger Verlagerung der von uns geschaffenen Probleme ins Ausland.
Das löst nicht, aber auch gar nichts. Die Erde hat nur ein Ökosystem. Es ist egal, an welchem Ende wir es zerstören. Es fällt immer auf unsere Kinder zurück.
Und genau diese Tatsache sollte man den einschlägigen Verbänden jeden Tag um die Ohren hauen, dass es nur kracht.

Das jüngste Beispiel ist die Molkerei Berchtesgadener Land.
Daheim etwas Deko-Grünland (die Wiesen werden dann halt mit Herbiziden gegen Zweikeimblättrige abgespritzt und die Rispe mechanisch ausgerissen) und 1/3 des Futters wird dann von dort zugekauft, wo es billigst erzeugt und mit jedweden Dreckschemikalien behandelt werden darf, natürlich inkl. Glyphosat.
Hauptsache, der Verbraucher sieht keine gelben Wiesen mehr. Wer braucht schon tropischen Regenwald...
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misfits
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Re: Glyphosat-Diskussion

#970

Beitrag von misfits »

misfits Konsumverhalten würde ich mir auch gerne mal im Detail ansehen...
können wir gerne mal machen.

einige Eckdaten gefällig?

ich wohne in einer Mietwohnung und muss leider Gas zum Heizen und Warmwasser verbrauchen.
allerdings so wenig wie möglich. Auch Strom gebrauche ich. Wasser/Abwasser auch - wenig.
aus meinem Garten ernte ich umm 500 kg/Jahr, etwas Fleisch von einem Demeterhof, Brot back ich
selbst, Getreide Demeterhof, bisschen Milch/produkte auch. Weniges aus dem Bioladen. Einiges ertausche ich.
Diskountereinkäufe - max. 10€/Monat eher weniger.
Kein Auto, fast kein Spritverbrauch - so 10 Liter/Jahr für Rasenbmähen um die Beete.
Ausser PC keine Unterhaltungselektronik, nix Handy, nix Glotze/Radio, nix Microwelle.......
Nur gebrauchte Klamotten ausser Schuhe, Strümpfe, Unterhosen.
Generell fast nur Gebrauchtes.
Keine Flugreisen, ab und an mal öffentl. Verkehrsmittel.
Transporte von/zum Garten fast ausschließlich zu Fuss/Rucksack.
Am Ende wird alles gut, und wenn noch nicht alles gut ist, ist es noch nicht zu Ende.
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