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Re: Masttauben
Verfasst: Mo 10. Aug 2015, 11:19
von fuxi
Zacharias hat geschrieben:Aber das eigentliche Schlachten muss ich mir erst mal zeigen lassen. Die meisten machen das ja mit Genickbruch, aber ich glaube das kann ich nicht.
Wo siehst du den Unterschied zum Wachtelnschlachten?
Re: Masttauben
Verfasst: Mo 10. Aug 2015, 13:17
von Zacharias
Bei den Wachteln weiß ich sicher, wie ich sie betäube. Ob das bei den Tauben auch so sicher geht, weiß ich nicht, da wäre es mir lieber, wenn ich erst mal irgendwo zugucken könnte, was aber schwierig ist, weil die meisten gar nicht betäuben.
Aber erst mal ist das wieder in weite Ferne gerückt. Jetzt habe ich das selbe Problem wie Hobbygärtnerin, jemand hat die Eier aus dem Nest geklaut. Das kann ich überhaupt nicht verstehen, denn diesmal waren sie ja in der Nistzelle, wo Ratten eigentlich nicht dran kommen können. Und meine Tauben sind auch eigentlich zu wehrhaft. Aber ein Marder hätte sich zumindest die brütende Taube gleich auch noch geschnappt. So ein Mist!
Re: Masttauben
Verfasst: Mo 10. Aug 2015, 17:26
von hobbygaertnerin
@Birgit,
so ein Mist- jetzt hast du dich gefreut, dass sie in die Nistzelle gehen und dann verschwinden die Eier.
Bei mir ist auch schon wieder ein Nest eifrei.

, wenn ich das Vieh erwische, das die Eier klaut, das kann was erleben.
Ich dachte mir immer, Taubenhaltung wäre relativ einfach.
Re: Masttauben
Verfasst: So 4. Okt 2015, 09:05
von hobbygaertnerin
Seit ich eine Köderbox aufgestellt habe, ist kein Ei mehr verschwunden.
Kennfarbige Hubbel- bei der nächsten Generation scheint das nicht mehr so gut vererbt zu werden. Vielleicht habe ich die verkehrten Zuchttauben erwischt.
Aber Hubbeltauben sind sehr brutfreudig- überaus bemühte Eltern,
Seit Juni gab es 4 mal Brut- da kann keine der anderen Taubenrassen mithalten.
Re: Masttauben
Verfasst: Sa 28. Nov 2015, 22:04
von Sabi(e)ne
Frage an die Taubenhalter: bluten eure Tauben aus, oder nur den Kopf?
Ich wurde heute "aufgeklärt", daß der Gag bei der Taubenhaltung sei, daß das Blut im Körper verbleibt, und nur so das Fleisch zart und saftig bliebe.
Stimmt das?

Re: Masttauben
Verfasst: Sa 5. Dez 2015, 08:35
von hobbygaertnerin
Hallo Sabi(e)ne,
habe ich noch nie gehört, bin aber bei den Tauben Greenhorn.
War neulich in einer Kleintierzuchtausstellung und habe verschiedene Fleischtaubenrassen gesehen, die wirklich beeindruckend waren.
Römische Tauben, Kings in allen Farbschlägen, mährische Strasser. Ein Päarchen schöner als das andere.
Re: Masttauben
Verfasst: So 13. Dez 2015, 06:46
von hobbygaertnerin
Gestern hatten wir das 1. Mal gefüllte und gebratene Tauben- war ein sehr festliches und wohlschmeckendes Essen.
Jetzt kann ich die Schwärmerei von Menschen für Tauben verstehen.
Re: Masttauben
Verfasst: Sa 23. Jan 2016, 18:08
von Lenina-Hase
Sabi(e)ne hat geschrieben:Frage an die Taubenhalter: bluten eure Tauben aus, oder nur den Kopf?
Ich wurde heute "aufgeklärt", daß der Gag bei der Taubenhaltung sei, daß das Blut im Körper verbleibt, und nur so das Fleisch zart und saftig bliebe.
Stimmt das?

Habe ich noch nie von gehört. Früher hat man das mit den Gänschen so gemacht, damit sich das Blut staut (in den Innereien verbleibt) und das Gansjung eine schöne Blutsose gibt. Die Tiere wurden dabei allerdings erdrosselt

.
Bei jungen Tauben ist das sicher nicht nötig. Immer ordendlich betäuben; Kopf ab und sauber ausbluten lassen; glaub mir die werden richtig zart. Gibt nichts besseres.
Re: Masttauben
Verfasst: Sa 23. Jan 2016, 18:30
von Lenina-Hase
@ hobbygaertnerin
@ zacharias
Ich hoffe ihr habt in dieser Saison mehr Erfolg mit den Täubchen. Über deren Vorzüge in der Küche kann
hobby ja scheinbar mittlerweile berichten

. Ich hab mich ein bischen in die Probleme, die ihr im vergangenen Jahr hattet, eingelesen:
Verschwundene Eier gibts immer mal wieder. Erfahrungsgemäß sind das dann aber immer die gleichen Paare deren Gelege frequentiert verschwinden. (hat also möglicherweise was mit fehlender Vorsicht der Alt-Tiere zu tun).
Insgesamt ist es aber immer ratsam mindestens drei Paare zu halten (ich glaube bei euch gelesen zu haben, dass jemand nur 2 Paare hat). Zwei Paare raufen unnötig viel, weil einer der Täuber immer den anderen dominieren will, bei dreien oder mehr gibt sich das besser, da solche "persönlichen" Konflikte in der Masse eher verschwimmen. Es ist also wohl für das soziale Klima im Schlag nicht föderlich nur 2 Paare zu halten, weil es zu viel Unruhe bringt. Das könnte vll. auch ein Grund für euer Eierproblem sein.
(Das oben geannte resultiert nicht aus meiner eigenen praktischen Erfahrung, da ich selbst mit 3 Paaren begonnen habe, also niemals eine solche Situation beobachten konnte. Ich wurde beim Erst-Kauf allerdings vom abgebenen Züchter auf diese Eigeneheit der Tiere hingewießen).
Weiterhin zeigt wohl die Erfahrung, dass schwere Rassen vermehrt zur Tollpatschigkeit neigen, besonders die Täuber. Vll. haben eure fleißig brütenden Väter die Eier auch einfach zertreten. Das Zertretene bleibt dann oftmals im Gefieder kleben und wird versehentlich mit aus dem Nest getragen, wenn die Tiere wieder aufstehen.
Was die Fütterung betrifft: Gerste habe ich rausgenommen, weil diese, wie ihr ja selbst feststellt, nicht oder nur zögerlich gefressen wird. Große Taubenfarmen füttern Weizen,Mais und Erbsen ad libitum; die Tauben mischen sich ihren Bedarf dann, ja nach Jahreszeit selbst. Dieses System habe ich im vergangenen halben Jahr erprobt und bin damit recht zufrieden.
Ich hoffe ich konnte euch ein wenig helfen,
meldet euch wenn ihr noch was wissen wollt,
lg Lenina
Re: Masttauben
Verfasst: Fr 5. Feb 2016, 12:46
von hobbygaertnerin
@Lenina,
danke für deine Infos und Erfahrungen. Gefüllte Taube ist wirklich ein sehr edles Essen. Kann die Schwäermei von älteren Leuten von wegen Taubenbraten verstehen.
Habe mir im Winter in den Schauen der Geflügelzuchtverbände die eine oder andere schwere Masttaube angesehen, bekam aber auch dort als Rat, je schwerer die Tauben, um so schwieriger die Zucht.
Von den Kings habe ich genug, da kommt wirklich nichts dabei raus, bei den Hubbels habe ich nur ein Paar, aber die sitzen und sitzen, so was fleissiges. Ein Paar ist eine Mischung aus Coburger Lerche und Luchs- die sind auch sehr brutfreudig und das 3. Paar sind Mährische Strasser- fürs Auge ein Gedicht.
Als Futter habe ich ihnen Weizen, Mais, Erbsen und wenn sie Junge zu füttern haben, ein wenig Hanfsaat, Erdnussbruch und Hirse dazugegeben. Dazu noch hin und wieder kleingeriebene Karotten, fermentierte Brennessel im Winter und ein wenig Quark oder geriebenen milden Käse.
Grit und Taubenkuchen -
Meinst du, dass die Tauben selbst ihre Eier zerlegen?
Ich hätte auf irgendwelches Raubviehzeugs getippt.
Leider kenne ich keinen Taubenzüchter in meinem Umfeld, den ich fragen könnte- deshalb bin ich für Erfahrungen, Infos sehr offen.