Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Verfasst: Mo 5. Jan 2026, 08:59
Naja. Ich muss halt hoffen, dass mir meine Mitschuld an der CO2-Reduzierung zu Lebzeiten nicht mehr zum Verhängnis wird.
Wir lagern hier nette Mengen an Kohlenstoff in Form von Humus ein.
Die finanziellen Möglichkeiten einer Universität haben wir nicht und müssen daher zu Behelfsmessungen greifen, etwa was die Tiefe des Wurzelraumes angeht.
Wir führen z.B. mit dem Penetrometer Vergleichsmessungen der Eindringtiefe bei 300 PSI Druck durch.
Auf den ältesten Versuchsflächen sind wir hier von ursprünglich ca. 15 cm Eindringtiefe bei jetzt ca. 60 cm Eindringtiefe angekommen. Der Futterertrag hat sich auf diesen Flächen, ermittelt anhand des Weidetagebuchs, ca. verdoppelt. Und durch das deutlich erhöhte Wasserspeichervermögen hatten wir dieses Jahr bei Sommertrockenheit, wo selbst das Ackergras auf der Intensivfläche eines Nachbarn nebenan versagt hat, noch einen (für unsere Verhältnisse) schönen Aufwuchs.
Dazu bewegen sich die pH-Werte aus dem tiefsauren Bereich in Richtung neutral.
Alles langjährig ohne Düngergaben. Umgestellt wurde das zeitliche Management der Beweidung.
Von dem, was einige Kollegen erreicht haben, sind wir noch weit entfernt. Aber man lernt ja stetig dazu.
Aber vermutlich bilde ich mir das alles nur ein.
Interessant übrigens, was bei Wikipedia zur Wald-Simse auf Viehweiden steht:
"Wo Nasswiesen mit Beständen der Wald-Simse vorkommen, muss man sie durch intensive Beweidung vertreiben. Zwar wird sie vom Vieh kaum gefressen, doch erträgt sie Tritt und wohl auch Stickstoffeintrag durch wiederholten Kotabsatz so schlecht, dass sie meist eingeht. Auf beweideten Sumpfwiesen findet man die Wald-Simse daher fast nur in den Entwässerungsgräben."
https://de.wikipedia.org/wiki/Wald-Simse
Gut, dass die Simse selbst wohl nichts von ihrem Wiki-Eintrag weiß. Bei uns breitet sie sich auf der Versuchsfläche gerne aus und wird von den Tieren auch gerne gefressen.
Evtl. ist sie nur einem Biologen aus der Schublade gefallen...
Wir lagern hier nette Mengen an Kohlenstoff in Form von Humus ein.
Die finanziellen Möglichkeiten einer Universität haben wir nicht und müssen daher zu Behelfsmessungen greifen, etwa was die Tiefe des Wurzelraumes angeht.
Wir führen z.B. mit dem Penetrometer Vergleichsmessungen der Eindringtiefe bei 300 PSI Druck durch.
Auf den ältesten Versuchsflächen sind wir hier von ursprünglich ca. 15 cm Eindringtiefe bei jetzt ca. 60 cm Eindringtiefe angekommen. Der Futterertrag hat sich auf diesen Flächen, ermittelt anhand des Weidetagebuchs, ca. verdoppelt. Und durch das deutlich erhöhte Wasserspeichervermögen hatten wir dieses Jahr bei Sommertrockenheit, wo selbst das Ackergras auf der Intensivfläche eines Nachbarn nebenan versagt hat, noch einen (für unsere Verhältnisse) schönen Aufwuchs.
Dazu bewegen sich die pH-Werte aus dem tiefsauren Bereich in Richtung neutral.
Alles langjährig ohne Düngergaben. Umgestellt wurde das zeitliche Management der Beweidung.
Von dem, was einige Kollegen erreicht haben, sind wir noch weit entfernt. Aber man lernt ja stetig dazu.
Aber vermutlich bilde ich mir das alles nur ein.
Interessant übrigens, was bei Wikipedia zur Wald-Simse auf Viehweiden steht:
"Wo Nasswiesen mit Beständen der Wald-Simse vorkommen, muss man sie durch intensive Beweidung vertreiben. Zwar wird sie vom Vieh kaum gefressen, doch erträgt sie Tritt und wohl auch Stickstoffeintrag durch wiederholten Kotabsatz so schlecht, dass sie meist eingeht. Auf beweideten Sumpfwiesen findet man die Wald-Simse daher fast nur in den Entwässerungsgräben."
https://de.wikipedia.org/wiki/Wald-Simse
Gut, dass die Simse selbst wohl nichts von ihrem Wiki-Eintrag weiß. Bei uns breitet sie sich auf der Versuchsfläche gerne aus und wird von den Tieren auch gerne gefressen.
Evtl. ist sie nur einem Biologen aus der Schublade gefallen...