Wölfe

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grundel1963
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Re: Wölfe

#631

Beitrag von grundel1963 »

esox hat geschrieben:Wenn das nicht mal "nur" ein Hund war. "Soll" in den Medien kann man auslegen wie man will.
Also in Resse, auch Wedemark, war es definitiv kein Wolf sondern ein Wolfshund.
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Regi ... t-ein-Hund

Meine Schwester kennt die Frau mit dem Hund aus Meitze leider nicht und wusste daher nicht, ob da wirklich was dran ist.
Meitze ist allerdings ein kleines Dorf, das spricht sich also rum.
Liebe Grüße
Marion
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Oli
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Re: Wölfe

#632

Beitrag von Oli »

http://www.shz.de/lokales/landeszeitung ... 62761.html
Die Schafe wurden durch einen Kehlbiss getötet. Landwirtschaftsminister spricht von einer bislang nicht gekannten Dimension.
Interessant ist, dass man im Radio eben gesagt hat, dass Entschädigung gezahlt wird, wenn nicht eindeutig eine Wolfsattacke ausgeschlossen werden kann. Herdenschutzpakete werden noch heute an betroffene Schäfer geliefert sagt man.
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marceb
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Re: Wölfe

#633

Beitrag von marceb »

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig ... f1572.html

"Die Tiere wurden durch einen Kehlbiss getötet. Ein typisches Zeichen für einen Wolfsangriff."

Auch Hunde töten mit Kehlbiss, habe ich schon selbst erlebt.
Was die sogenannten "Wolfsberater" immer von sich geben.

ich denke auch es sind schon mehr Wölfe in D unterwegs.
Der Wolf ist nun mal ein sehr scheues Tier und wenn man so viele wie zur Zeit zu sehen bekommt,
ist die Population schon recht hoch.
Auch durch die letzten zwei milden Winter haben viele Jungtiere überlebt und die machen sich, wenn sie 1,5 bis 2 Jahre sind auf den Weg
ein neues Revier zu suchen.
Also dürfte es eigentlich keine Überraschung sein, das es mehr Wölfe gibt.

Gruß
Martina
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65375
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Re: Wölfe

#634

Beitrag von 65375 »

Wie war das eigentlich in den Zeiten, als es in deutschen Wäldern viel weniger Wild und mehr Wölfe gab, wenn es jetzt schon so kompliziert ist? War der entscheidende Unterschied wirklich, daß der Wolf bejagt wurde und sich deshalb von Nutztieren eher ferngehalten hat?
Emslandperle

Re: Wölfe

#635

Beitrag von Emslandperle »

Wie war das eigentlich in den Zeiten, als es in deutschen Wäldern viel weniger Wild und mehr Wölfe gab, wenn es jetzt schon so kompliziert ist? War der entscheidende Unterschied wirklich, daß der Wolf bejagt wurde und sich deshalb von Nutztieren eher ferngehalten hat?
Naja, Rotkäppchen und ähnliche Schauermärchen über Wölfe sind ja heute noch Belege für die Furcht vor dem Wolf.
Ähnliche Geschichten gibt es über Luchse und Co ja nicht, zumindest kenne ich kein Märchen in dem ein Luchs sieben Geißlein gefressen hat....
Und.. er wurde ausgerottet. Zumindest in Deutschland.


Es ist jetzt vor allem deswegen komplizierter, weil im Gegensatz zu früher ein viel dichteres Netz an Infrastruktur existiert, wodurch die "Gefahr" einen Wolf zu begegnen noch größer ist als damals. Mal ganz abgesehen durch die viel flächendeckendere Nutzung und Bebauung. Dank Flurbereinigung sind ja viel größere und zusammenhängendere Flächen für die Landwirtschaft ermöglicht worden.
Eine "Konfrontation" ist so praktisch doch unumgänglich.

Auch wenn der Wolf eigentlich vor Menschen Angst haben sollte:
Die Generationen die hier bereits leben, haben nie gefährliche Situationen mit Menschen erlebt. Warum sollten sie großartig Angst vor uns haben?
Ich glaube wir erleben das, was vor tausenden Jahren auch erlebt haben (Domestizierung Wolf -> Haushund)


LG
July
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Re: Wölfe

#636

Beitrag von July »

Es ist schon erschreckend, wenn die vielen Schafe wirklich von Wölfen getötet bzw. schwer verletzt wurden.
Da versteht man ja den Schäfer, der mit der Schafzucht aufhören will wenn es wieder passiert.
Und so werden dann alle Tierhalter irgendwann aufgeben?
So kann man nur hoffen, daß das Raubtier Wolf irgendwann wieder bejagt werden darf....bevor es zu spät ist.
LG von July
Manfred

Re: Wölfe

#637

Beitrag von Manfred »

Die Tage wurden wieder zwei Wölfe überfahren. Unter anderem der, der neulich den Hund gebissen hat.
http://www.sn-online.de/Aus-der-Region/ ... cation=ufi

@Emslandperle:
Früher waren 80% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Und das hieß Handarbeit draußen auf dem Feld.
Da war die Begegnung mit Wölfen natürlich ungleich wahrscheinlicher und Risikobehafteter (schon wegen der Tollwut) als heute, wenn man mal auf dem Weg zur Arbeit einen vom SUV aus sieht.

Und was das Verhalten angeht: Da wir entgegen aller Empfehlungen weiter nicht eingreifen, entfaltet sich halt das volle Verhaltensspektrum. Nicht nur die Tiere, die versuchen Anschluss zu finden, auch unsere eigenen Prädatoren züchten wir so heran. Je mehr Wölfe lernen, dass Menschen keine Gefahr für sie sind, desto größer wird auch das Risiko eines Angriffs.
Der Jäger, der neulich den Warnschuss vor den tatsächlich oder vermeintlich angreifenden Wolf abgegeben hat, wird ja im Netz mit einem Shitstorm überhäuft. Es gibt aber bisher keinen sachlichen Grund, an der Zuverlässigkeit seiner Aussage zu zweifeln, wie auch das zuständige Ministerium bestätigt hat.
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Reisende
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Re: Wölfe

#638

Beitrag von Reisende »

ich kann mich nur wiederholen.
ganz s-h ist wolferwartungsland. die schäfer wissen das. wer jetzt nicht anfängt, sich darauf einzurichten, spielt mit dem feuer.

und egal, ob der Hund da jetzt von einem wolf oder einem wolfshund gebissen wurde - die natur ist nicht nett, das leben ist kein ponyhof und es gibt keine vollkaskoversicherung. bekannte von mir haben zB einen welpen beim spazierengehen verloren. ein greifvogel hat ihn sich geholt.
sowas kann halt passieren.

wer sich ernsthaft mit der thematik und der biologie von wölfen auseinandergesetzt hat weiß, dass wölfe eine gewisse populationsdichte nicht überschreiten. überzählige tiere wandern aus den revieren ab.

@ july
darf ich mal fragen, was du mit "bevor es zu spät ist" meinst?
da ich laktose und gluten hervorragend vertrage, leiste ich mir als ausgleich dafür einige intoleranzen im zwischenmenschlichen bereich.
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Reisende
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Re: Wölfe

#639

Beitrag von Reisende »

gibt aber bisher keinen sachlichen Grund, an der Zuverlässigkeit seiner Aussage zu zweifeln
oh doch, gibt es.
das muss einem eig. schon der normale menschenverstand gepaart mit etwas logik sagen.
selbst wenn der mann die hand schon auf der waffe hatte, wäre es imho vom zeitlichen ablauf unmöglich, so zu reagieren wie er behauptet. ein wolf in vollem lauf legt 10m in ca 2 sek zurück. das möchte ich mal sehen, wie jmd in 2 sek die situation begreift, die waffe zieht, entsichert, und dann auch noch gezielt schießt.
für mich sind das propagandageschichten, die fingiert werden, um die politik zu beeinflussen.
da ich laktose und gluten hervorragend vertrage, leiste ich mir als ausgleich dafür einige intoleranzen im zwischenmenschlichen bereich.
July
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Re: Wölfe

#640

Beitrag von July »

Wenn das erste spielende Kind angegriffen wird oder der erste Spaziergänger.....
Und so "zutraulich" wie die Wölfe hier auftauchen ist das ja nicht so weit entfernt......
Dann schreien alle nach den Jägern. Aber es muss erst was passieren, bis dahin bleibt der Wolf für die meisten Menschen das "Kuscheltier":)
LG von July
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