Wie war das eigentlich in den Zeiten, als es in deutschen Wäldern viel weniger Wild und mehr Wölfe gab, wenn es jetzt schon so kompliziert ist? War der entscheidende Unterschied wirklich, daß der Wolf bejagt wurde und sich deshalb von Nutztieren eher ferngehalten hat?
Naja, Rotkäppchen und ähnliche Schauermärchen über Wölfe sind ja heute noch Belege für die Furcht vor dem Wolf.
Ähnliche Geschichten gibt es über Luchse und Co ja nicht, zumindest kenne ich kein Märchen in dem ein Luchs sieben Geißlein gefressen hat....
Und.. er wurde ausgerottet. Zumindest in Deutschland.
Es ist jetzt vor allem deswegen komplizierter, weil im Gegensatz zu früher ein viel dichteres Netz an Infrastruktur existiert, wodurch die "Gefahr" einen Wolf zu begegnen noch größer ist als damals. Mal ganz abgesehen durch die viel flächendeckendere Nutzung und Bebauung. Dank Flurbereinigung sind ja viel größere und zusammenhängendere Flächen für die Landwirtschaft ermöglicht worden.
Eine "Konfrontation" ist so praktisch doch unumgänglich.
Auch wenn der Wolf eigentlich vor Menschen Angst haben sollte:
Die Generationen die hier bereits leben, haben nie gefährliche Situationen mit Menschen erlebt. Warum sollten sie großartig Angst vor uns haben?
Ich glaube wir erleben das, was vor tausenden Jahren auch erlebt haben (Domestizierung Wolf -> Haushund)
LG