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Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: So 11. Jan 2026, 19:24
von emil17
woidler hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 18:16
Um auf die Ausgangsfrage nach dem Arbeitsablauf beim Brennholz-Selbstversorgen zurück zu kommen, landet man natürlich auch bei der finanziellen Seite und dem Aspekt größer gehts immer.
[...]
Gedanken zu Aufwand und Preis mache ich mir ehrlich nicht.
Ich spar uns pro Jahr etliches an Pellets und Heizöl, zahl keine Umsatzsteuer und muß auch mein versteuertes Einkommen nicht fürs Heizen ausgeben.
Ich habe die Sicherheit, daß wir ein paar Jahre auch ohne Strom im Warmen sitzen
Das geht bei mir genauso.
Natürlich ist es rein finanziell betrachtet unsinnig, einen ganzen Tag im Wald gemütlich rumzumachen und dann kommt vielleicht ein Festmeter Brennholz dabei herum. Ich sehe das aber als Privileg, weil ich es ja gerne mache. Umbringen muss ich mich dabei nicht, ich habe jedes Jahr etwas mehr als was wir verbrennen. 2025 war diesbezüglich extrem, wegen dem vielen Schneebruchholz. Was ich von meinen Wiesen geräumt habe, wird gleich aufgearbeitet - es muss ja sowieso weg - und auch sonst konnte man sich an Fallholz jeder Art nehmen, soviel man wollte. Da stehst du dann ein paar Stunden und putzest Fichtenäste mit dem Gertel, weil die vorzügliches Brennholz geben und man nicht, wie für die grossen Stämme, schweres Gerät dafür braucht.
Was an Ausrüstung da ist: Eine kleine Akku-Kettensäge (die fast die ganze Sägearbeit im Wald macht), eine grössere Benziner, ein oder zwei Handseilzüge, Spaltkeile, Spalthammer, Schubkarre, Transportanhänger und geländegängiges Zugfahrzeug.
Inzwischen habe ich gelernt, allzu widerspenstiges Zeug liegen zu lassen.
Würde ich für andere gegen Geld Brennholz machen, würde ich anfangen zu rechnen, und es dann lieber lassen.
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: So 11. Jan 2026, 22:10
von Manfred
Für deine Bedingungen finde ich die Halbmeter-Logistik eine gute Lösung, Woidler.
Hat der Voreigentümer einer unserer Buden auch so gemacht, auf 1/2 ha Grundstück ohne Traktor.
Material, mit dem sich der kleine Spalter schwer tut, wie knorrige Astgabeln, kann man entweder direkt mit der Kettensäge zu ofentauglichen Stücken sägen (ich nenne die Kaminofenklötze) oder als Altholz liegen lassen.
Was bei uns beim Spalten der Meterstücke als gröberes Bruchholz anfällt, sägen auf Ofenlänge wir direkt in Gitterboxen. Auf den Meterholzstapel wandern nur die schönen Scheite.
Die kleineren Spreißel rettet teils mein Vater unbeirrbar als Anzündholz, teils gehen sie zusammen mit den abfallenden Rindenstücken zurück in Wald und Flur.
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 13. Jan 2026, 14:58
von Zacharias
Ich lösche ja gerade Userlaichen. Dabei schaue ich mir natürlich an, was die Leute so geschrieben haben und ob das erhaltenswert ist. Gestern stieß ich auf einen Holzpreisthread von 2012. Da echauffierte man sich über die Holzpreiserhöhung auf 24€/RM. Da habe ich mich gefragt, wer sich die Arbeit für 24€ macht, das ist ja ein Hungerlohn. Die Zeiten sind teuerer geworden, ja. Aber nicht so gewaltig.
Nur mal so dazwischengeworfen...
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 13. Jan 2026, 17:42
von Rohana
Ich hoffe die User hier laichen nicht

ansonsten verschlankt es die Datenbank sicherlich wenn man die Leichen wegräumt...
Meine Männer sind wieder kräftig im Holz gewesen die Tage (und alle anderen anscheinend auch). Und mosern wieder dass sie so viel Gruscht abschneiden

was soll's denn werden wenn kein Brennholz...
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 13. Jan 2026, 17:53
von Zacharias
Au Backe, und das passiert mir! Aber das will ich auch hoffen, sonst ist meine Mühe ja umsonst

Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 13. Jan 2026, 21:45
von Salmandra
Unser Arbeitsablauf bei der Brennholz Versorgung:
Vor 42 Jahren haben wir unser Grundszück gekauft und die beiden Längsseiten je 120m mit Sämlingen bepflanzt ( Buche, Ahorn , Esche, Eiche alles was wir so finden konnten) um den Teich herum Birken, Weiden, Erlen dazu noch einiges an Buschwerk und Haselsträuchern. Vor 12 Jahren haben wir angefangen zu "ernten". Wir (mein Mann und ich) fällen jedes Jahr so 4-5 Bäume, die entästeln wir noch an Ort und Stelle, dann wird alles ab 5 cm Durchmesser in Meterstücke geschnitten und bis zum Sommer aufgestapelt. Dünneres Holz wird an Ort und Stelle von den Zweigen befreit und in 20cm große Stücke gehackt, das wird später als Anmachholz mit zwischen die Scheite gestapelt. Die Zweige werden durch den Schredder gelassen und als Hackschnitzel auf die Gartenwege und unter die Sträucher gebracht.
Im Sommer sägt mein Mann mit der Kettensäge die Stämme und Äste in ca 30cm lange Stücke, die er dann mit der Spaltaxt zerteilt (einen el. Spalter hat er sich vor Jahren zugelegt, benutzt den aber nicht, er betrachtet die Arbeit als Sport und zwar so lange bis er dafür zu alt ist, er ist jetzt 75!)
Haselsträucher, die sich über die Jahre auf dem gesamten Grundstück ausgebreitet haben, werden regelmäßig auf den Stock gesetzt. Sie geben gute Bohnenstangen, Bau-und Brennholz.
Wir sind seit 12 Jahren zu 100% Selbstversorger mit Brennholz, es stehen noch genug Bäume für weiter Jahre und es wächst ständig Jungholz nach.
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 13. Jan 2026, 22:18
von Manfred
Rohana hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 17:42
Ich hoffe die User hier laichen nicht
Die aktiven User dürften ruhig mal laichen, damit hier etwas Leben in die Bude kommt.

Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 13. Jan 2026, 22:28
von Zacharias
Och, im Moment finde ich die Belebung ausreichend ohne dass jemand laicht.
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 10:55
von Kirschkernchen
Ich nehm nurnoch nasses, dick vorgespaltenes Nadelholz von etwa 60cm Länge, lose abgekippt.
Die großen Scheite sind rückenfreundlich leicht, liegen recht stabil auf dem Sägebock, drehen sich nicht beim Sägen mit der nervenschohnenden elektrischen Kettensäge. Das dann nur einmal durchsägen, fallenlassen und einschlichten, wenn ich mehr überdachten Platz hätte, würde ich es nichtmal stapeln, sondern nur werfen.
Nichts klein hacken, erst beim Feuer machen dann die astfreiesten und handlichsten Stückche 1 Minute klein hacken, nix auf Vorrat. Das nasse Holz ist dann bei mir bis zum Winter nicht ganz trocken, aber das liegt halt dann länger. Für mich ist Nadelholz einfach am leichtesten säg- und hackbar. Säge, Mann und "Heizvorrichtung" kommen damit am einfachsten zurecht. Und es ist mit Abstand am billigsten. Also faulpelzgeeignet.

Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 11:01
von Maria
Kirschkernchen hat geschrieben: Di 20. Jan 2026, 10:55
Ich nehm nurnoch nasses, dick vorgespaltenes Nadelholz von etwa 60cm Länge, lose abgekippt.
wieso nass?