Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5261

Beitrag von emil17 »

Es geht ja nicht darum, das Kind mit dem Bad auszuschütten.
Aber für die einen ist das Glas halb voll, für die anderen halb leer.
Die einen finden einen 50-Euro Schein auf der Strasse und freuen sich, die andern ärgern sich, weil es ja ein Hunderter hätte sein können.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5262

Beitrag von Manfred »

Der Sozialismus der DDR stand Anfang 1989 auch kurz vor dem Endsieg über die Marktwirtschaft, äh den Kapitalismus, und hat tapfer an seine selbst gefälschten Statistiken geglaubt.
Die Peronisten in Argentinien sind bis heute nicht fähig, ihre Fehler zuzugeben und sich den Reformern anzuschließen, aber wurden halt von der tatsächlichen Inflation überholt, die ihre Umverteilung entwertet hat. Als den durch die Umverteilung Beglückten dann langsam dämmerte, dass nach dem Brot auch der Kuchen aufgegessen war und nicht nachwuchs, sind viele ins Kettensägen-Lager gewechselt. Andere sind Emails (von mir aus auch sich angesprochen fühlende Emils) geblieben, und versuchen weiter tapfer das Auffüllen das Glases zu verhindern.

Der geneigte Kommunist könnte gar auf die Idee kommen, die Inflation an den Aktienindizes, also der möglichen Beteiligung der Werktätigen am Produktivvermögen, zu messen. Aber dann sähe die Rechnung noch schlechter aus...

@Emil: Nein, Republikflucht kann ich dir dann nicht nachsagen, allenfalls kulturelle Aneignung.
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Thomas/V.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5263

Beitrag von Thomas/V. »

Das tut er, wenn man nur den Schwarzen oder Blauen glaubt, schon seit 30 Jahren.
Na klar. Sogar die ganzen neoliberalen Reformen haben nur ein spärliches Strohfeuer an Wachstum hervorgebracht.
Von den zwischenzeitlichen Abstürzen ganz zu schweigen.
Also muß noch mehr vom gleichen Untauglichen gemacht werden, dann wirds schon irgendwie klappen... :haha:
Zuerst muß auf den Schwächsten herumgehackt werden, dann bei denen eingespart, anschließend müssen die, die nen Job haben, noch mehr ausgequetscht werden. Und zwar so lange, bis man sie dem Gesundheitssystem überlassen kann. Sollen sich doch die anderen um meine Abfälle kümmern...
Dann muß noch mehr privatisiert werden, das hat ja schon öfter mal nicht funktioniert, aber dieses mal klappts ganz bestimmt.
Die ganzen Flüchtlinge und Arbeitslosen müssen endlich befähigt und gezwungen werden, Straßen und Bahnhöfe kehren zu können, was unglaubliche wirtschaftliche Potenziale entfalten dürfte, wenn es endlich mal sauberer wird.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5264

Beitrag von Tscharlie »

Um mal ganz ruhig meine Ansicht zu erklären.

Lebensmittel in Deutschland lassen sich, wie Kohle, Kleidung, Porzellan ect. nicht kostendeckend herstellen, zumindest nicht als "Gebrauchsgegenstände" oder "normale" Lebensmittel.

Also wäre es erstmal folgerichtig diese Produktionen ins billiger produzierende Ausland zu verlegen.
Soweit so gut, das ist nun mal so, der stärkere (billigere) setzt sich durch.

Nun kommt niemand auf die Idee z.B. Krankenhäuser ins billigere Ausland zu verlegen, weil sie irgendwie wichtig erscheinen. Nein jetzt kein neuer Strang, wieviele-wo-weshalb sinnvoll sind.

Wenn die Mehrheit der Wähler der Meinung ist, das wäre doch wichtig eigene Lebensmittel zu produzieren, dann kann man überlegen wie man das gestalten kann.

Das wäre aber das endgültige Ende der selbstständigen Landwirtschaft (ja, ja ich weis auch heute ist das weitgehend schon nicht mehr so, weil eben schon viel von der Allgemeinheit bezahlt wird).

Ich kaufe nur Lebensmittel die Bio sind, möglichst aus der EU und natürlich jahreszeitgemäß.

So und jetzt hole ich einen Fisch, der 30 km von hier großgeworden ist und heute Abend bei uns in der Pfanne landet.
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Eule
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5265

Beitrag von Eule »

Kirschkernchen hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 18:30... Ein Viertel Verlust bei DC-AC-Wandlung...
Der Wirkungsgrad eines Wechselrichters ist heutzutage bereits sehr hoch und liegt für Wechselrichter ohne Trafo bei über 98 %. Gute Wechselrichter mit Trafo haben aber ebenfalls Wirkungsgrade von etwa 96 %. Bei mittelgroßen Wechselrichtern, wie sie z. B. bei Solaranlagen auf Einfamilienhäusern zum Einsatz kommen, liegt der maximale Wirkungsgrad meist über 95 %. Der europäische Wirkungsgrad liegt ebenfalls in diesem Bereich.
[https://www.energie-experten.org/erneu ... kungsgrad
:kaffee:
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5266

Beitrag von Tscharlie »

Kennt jemand den Wirkungsgrad von Diesel, vom Bohrloch bis das Auto fährt?
Ich kenne nur den Wirkungsgrad beim Auto, da sind es minimal 70 % Verlust. Aber Diesel wächst ja nicht im Autotank.
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wörpedahler
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5267

Beitrag von wörpedahler »

Thomas/V. hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 08:35 Na klar. Sogar die ganzen neoliberalen Reformen haben nur ein spärliches Strohfeuer an Wachstum hervorgebracht.
Wir haben eine Staatsquote von über 50%.
Wo siehst du da Neoliberalismus?

"Neoliberalismus ist eine Wirtschafts- und Gesellschaftstheorie, die auf freien Märkten, Wettbewerb, Privatisierung und minimalen staatlichen Eingriffen basiert. "

Das Problem was wir haben sind Leute wie du, die eine Privatisierung sehen und dann direkt von Neoliberalismus faseln, dabei aber nicht verstehen, dass es um Veruntreuung und Korruption geht. Alle Beteiligten machen sich die Taschen voll. Meist staatliche Akteure, oft mit Komplizen in der Wirtschaft. Das ganze funktioniert aber nur über Gesetze und Bürokratie.

Und weil alle schreien: "Die Reichen und die freie Wirtschaft sind Schuld" sehen wir zum einen nicht das echte Problem und zum anderen machen wir noch mehr Gesetzte die am Ende nur dafür da sind die schon korrupten noch weiter zu berreichern (aber nicht das Problem zu beheben).
Während wir gleichzeitig die echte Wirtschaft abwürgen.

Wenn du verstehen willst, wie das funktioniert lies gerne mal Atlas Shrugged.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5268

Beitrag von emil17 »

Hierzu ganz kurz meine Meinung:
Das neoliberalste Land sind die USA.
Man hat nach einer Pionierphase schliesslich eine Gesellschaft, wo 5% fast alles besitzen, wo 5% Polizei oder Gefängnispersonal sind, wo 5% in der Kiste sitzen, und der Rest trotz Schuften ohne Ende ins Prekariat abdriftet und daran selbstverständlich selber schuld ist. Kauf dir doch ein eigenheim, wenn du die Miete nicht mehr bezahlen kannst. Ob die Leute am Hebel ihre Oligopole ausnutzen oder den Staat dazu missbrauchen, sich immer noch mehr zu bereichern, kann diskutiert werden.
Seit ich denken kann, ist Wirtschaftswachstum das Heilmittel für alles, und wenns dann nur damit nicht klappen will, war es zu wenig davon. Es braucht Korrektive, wenn leistungslose Einkommen auf Kosten der Gesellschaft ins grenzenlose Wachsen.
Irgendwo ganz am Anfang vom deutschen Grundgesetz steht, dass Eigentum verpflichte. Leider steht nicht, wozu.
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Thomas/V.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5269

Beitrag von Thomas/V. »

Wo siehst du da Neoliberalismus?
Siehe Hartz4, Ausverkauf von staatlichen Wohnungen an "Investoren" zur angeblichen Sanierung der Kassen der Kommunen z.B.
dabei aber nicht verstehen, dass es um Veruntreuung und Korruption geht. Alle Beteiligten machen sich die Taschen voll. Meist staatliche Akteure, oft mit Komplizen in der Wirtschaft. Das ganze funktioniert aber nur über Gesetze und Bürokratie.
Ähm, ist es nicht eines der mantraartig hergebeteten Grundgesetze des Kapitalismus, das, wenn jeder sich die Taschen so weit als möglich voll macht, dann wird es dem Gemeinwesen schon gut gehen?
Und nun, wo das überall um sich greift, das Kapital immer mehr die Politik an sich reißt (siehe USA), die angeblich so tolle Privatisierung oder "gewinnorientiertheit" zu immensen Kostensteigerungen unds gleichzeitig Leistungsrückgängen führt, (wo verschwindet das Geld?), ist das plötzlich "böse" Korruption?
Was denn nun? Jeder macht das, was er für richtig hält, um seine Gewinne zu maximieren, und das ist ja angeblich "richtig und gut".
Also muß Korruption und Veruntreung ja auch gut sein...
Während wir gleichzeitig die echte Wirtschaft abwürgen.
Gibts auch "unechte Wirtschaft"?
sehen wir zum einen nicht das echte Problem
Was ist denn das "echte" Problem? Das gleiche, was vor 30 Jahren schon da war und mit untauglichen Mitteln bekämpft wurde, und zwar mit den gleichen, die heute schon wieder zur Debatte stehen?
Waren vor 30 Jahren Leute wie Schröder oder Hartz Kommunisten oder waren es eher Anhänger des Kapitalismus die die H4-gesetze gemacht haben, was dann dazu führte, das zwar mehr Leute "Arbeit" hatten, aber blöderweise meistens nur solche, die kaum Geld in die Rentenkasse (z.B.) gebracht hat oder reine Unternehmenssubventionen waren (irgendwelche Umschulungen oder Weiterbildungen auf Staastskosten, die kaum Effekte hatten, aber zumindest ein paar windigen Geschäftemachern Geld rein spülten und die Statistiken aufhübschten).
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5270

Beitrag von emil17 »

Manfred hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 08:34 Der Sozialismus der DDR stand Anfang 1989 auch kurz vor dem Endsieg über die Marktwirtschaft, äh den Kapitalismus, und hat tapfer an seine selbst gefälschten Statistiken geglaubt.
Die Peronisten in Argentinien sind bis heute nicht fähig, ihre Fehler zuzugeben ...
Die Analyse der Fehler anderer ist ja hoch interessant, aber mich würde eher interessieren, worauf die Behauptung beruht, Deutschland sei wirtschaftlich im freien Fall und die Exportwirtschaft sei vollständig ruiniert, weil die Roten und Grünen und Schwarzen sie konkurrenzunfähig gemacht hätten. Einfach deshalb, weil mir Deutschland näher ist als Argentinien.
Man kann das alles 1:1 den Parolen der Alternative für Doofe entnehmen - die erzählen das ja oft genug. Vielleicht gibt es ja noch andere Quellen.
Manfred hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 08:34 @Emil: Nein, Republikflucht kann ich dir dann nicht nachsagen, allenfalls kulturelle Aneignung.
Geiz ist geil und die Regierung ist immer an allem schuld ist nicht meine Kultur.
Sonst hat Deutschland sehr viel zu bieten, wenn man nicht einfach da sitzt und sich beschwert, dass die gebratenen Tauben immer nur den anderen in den Mund fliegen. Unter anderem ganz viele lebensfrohe Menschen. Also seid Ihr ein ganz normales europäisches Land.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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