Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mo 9. Feb 2026, 18:25
Ein weiterer hoch interessanter Vortrag von Michael Horsch, den jeder anschauen sollte, der sich für Landwirtschaft und die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung interessiert.
Die Firma Horsch entwickelt und baut High-End-Maschinen für den Groß-Ackerbau, hauptsächlich für die Flächenbearbeitung und Saat.
https://www.youtube.com/watch?v=F4u6CppKdPE
Zu Beginn erzählt er über seine Familien- und Unternehmensgeschichte.
Ab 18:25 min macht er einen Schwenker in die aktuelle Weltpolitik.
Ab 34:35 geht es um das Mercosur-Abkommen. Die Konkurrenz in seinem Fachgebiet, dem Ackerbau sie wegen der hohen Pacht- und Transportkosten in Südamerika überschaubar. (Den Fleischsektor lässt er außen vor.)
Ab 42:00 min spricht er über schnell zunehmenden Einsatz von künstlicher Intelligenz in seinem Unternehmen, den er für eines der ganz großen Zukunftsthemen hält. Er geht davon aus, dass innerhalb relativ kurzer Zeit sehr viele Bildschirmarbeitsplätze in seinem Unternehmen entfallen werden und hat deshalb einen Einstellungstop verhängt. Er hofft den freiwerdenden Mitarbeitern durch weiteres Wachstum neue Arbeitsplätze in der Produktion anbieten zu können.
Ab 1:00:10 h Vergleicht er den Ackerbau in Süd- und Nordamerika mit dem in der EU.
Als erstes Beispiel führt er einen 6.000 ha Ackerbaubetrieb in Illinois, USA, an. Dieser wird von 4 Arbeitskräften bewirtschaftet. Dazu kommen 2 x jährlich, jeweils in der Erntesaison, je 10 LKW-Fahrer, den den Rest des Jahres in der familieneigenen Spedition beschäftigt werden, um sie bei der Stange zu halten.
Um diese Fläche mit so wenigen Leuten zu bewältigen, braucht es extrem schlagkräftige, sehr teure Maschinen. Diese teuren Maschinen will man kaum noch Fremd-AK anvertrauen, bzw. findet keine Fremd-AK-mehr die man mit gutem Gewissen and diese Maschinen lassen kann. Deshalb stammen 3 der 4 AK aus der Familie.
Der Durchschnittsertrag in der Region liegt bei 18 t Körnermais (trocken) pro ha und 5,5 t Soja pro ha.
Wer diesen Durchschnittsertrag nicht erreicht, kann die hohen Pachtpreise nicht bezahlen und fällt aus dem Wettbewerb.
Ab 1:11:00 h vergleicht er Zahlen aus der Betriebsauswertung zweier Spitzen-Ackerbaubetriebe,
der eine in Ostdeutschland, der andere in den USA.
Der deutsche Betrieb erzeugt umgerechnet auf Getreideeinheiten ca. 30.000 Tonnen, der US-Betrieb ca. 84.000 Tonnen.
Der deutsche Betrieb benötigt im Schnitt 48 Minuten Arbeitszeit, um eine Tonne Getreide zu produzieren.
Der Betrieb in D hat 5,3 Millionen in Form von Maschinen stehen, der US-Betrieb 9,4 Millionen.
Die Jahresarbeitszeit auf dem Deutschen Betrieb liegt bei 24.000 Stunden, die des US-Betriebs bei 11.500 h.
Daraus errechnet sich von den deutschen Betrieb eine Arbeitszeit von 48 min. je Tonne Getreide (in Spitzenwert in der EU), für den US-Betrieb sind es gut 8 Minuten je Tonne, durch die großen Strukturen und die hohe Schlagkraft seiner Maschinen sowie viel weniger Bürokratie.
Trotzdem verdient der deutsche Betrieb mehr pro Tonne, weil er deutlich niedrigere Saatgut-, Versicherungs- und Pachtpreise hat.
Ab 1:23:00: Zu den Entwicklungen im hybriden Ackerbau in Brasilien, wo erfolgreich daran gearbeitet wird, den Bedarf an chemischen Pflanzenschutzmitteln durch den Einsatz von Mikrobiologie zu reduzieren.
Die Firma Horsch entwickelt und baut High-End-Maschinen für den Groß-Ackerbau, hauptsächlich für die Flächenbearbeitung und Saat.
https://www.youtube.com/watch?v=F4u6CppKdPE
Zu Beginn erzählt er über seine Familien- und Unternehmensgeschichte.
Ab 18:25 min macht er einen Schwenker in die aktuelle Weltpolitik.
Ab 34:35 geht es um das Mercosur-Abkommen. Die Konkurrenz in seinem Fachgebiet, dem Ackerbau sie wegen der hohen Pacht- und Transportkosten in Südamerika überschaubar. (Den Fleischsektor lässt er außen vor.)
Ab 42:00 min spricht er über schnell zunehmenden Einsatz von künstlicher Intelligenz in seinem Unternehmen, den er für eines der ganz großen Zukunftsthemen hält. Er geht davon aus, dass innerhalb relativ kurzer Zeit sehr viele Bildschirmarbeitsplätze in seinem Unternehmen entfallen werden und hat deshalb einen Einstellungstop verhängt. Er hofft den freiwerdenden Mitarbeitern durch weiteres Wachstum neue Arbeitsplätze in der Produktion anbieten zu können.
Ab 1:00:10 h Vergleicht er den Ackerbau in Süd- und Nordamerika mit dem in der EU.
Als erstes Beispiel führt er einen 6.000 ha Ackerbaubetrieb in Illinois, USA, an. Dieser wird von 4 Arbeitskräften bewirtschaftet. Dazu kommen 2 x jährlich, jeweils in der Erntesaison, je 10 LKW-Fahrer, den den Rest des Jahres in der familieneigenen Spedition beschäftigt werden, um sie bei der Stange zu halten.
Um diese Fläche mit so wenigen Leuten zu bewältigen, braucht es extrem schlagkräftige, sehr teure Maschinen. Diese teuren Maschinen will man kaum noch Fremd-AK anvertrauen, bzw. findet keine Fremd-AK-mehr die man mit gutem Gewissen and diese Maschinen lassen kann. Deshalb stammen 3 der 4 AK aus der Familie.
Der Durchschnittsertrag in der Region liegt bei 18 t Körnermais (trocken) pro ha und 5,5 t Soja pro ha.
Wer diesen Durchschnittsertrag nicht erreicht, kann die hohen Pachtpreise nicht bezahlen und fällt aus dem Wettbewerb.
Ab 1:11:00 h vergleicht er Zahlen aus der Betriebsauswertung zweier Spitzen-Ackerbaubetriebe,
der eine in Ostdeutschland, der andere in den USA.
Der deutsche Betrieb erzeugt umgerechnet auf Getreideeinheiten ca. 30.000 Tonnen, der US-Betrieb ca. 84.000 Tonnen.
Der deutsche Betrieb benötigt im Schnitt 48 Minuten Arbeitszeit, um eine Tonne Getreide zu produzieren.
Der Betrieb in D hat 5,3 Millionen in Form von Maschinen stehen, der US-Betrieb 9,4 Millionen.
Die Jahresarbeitszeit auf dem Deutschen Betrieb liegt bei 24.000 Stunden, die des US-Betriebs bei 11.500 h.
Daraus errechnet sich von den deutschen Betrieb eine Arbeitszeit von 48 min. je Tonne Getreide (in Spitzenwert in der EU), für den US-Betrieb sind es gut 8 Minuten je Tonne, durch die großen Strukturen und die hohe Schlagkraft seiner Maschinen sowie viel weniger Bürokratie.
Trotzdem verdient der deutsche Betrieb mehr pro Tonne, weil er deutlich niedrigere Saatgut-, Versicherungs- und Pachtpreise hat.
Ab 1:23:00: Zu den Entwicklungen im hybriden Ackerbau in Brasilien, wo erfolgreich daran gearbeitet wird, den Bedarf an chemischen Pflanzenschutzmitteln durch den Einsatz von Mikrobiologie zu reduzieren.