Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 17. Dez 2022, 23:58
Bei uns steht niemand als Hobby am Wochenende mit der Kettensäge im Wald, das ist in professioneller Betreuung. 
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Ja, klar. Weil der Förster auch alles umsonst und für sein Vergnügen macht.penelope hat geschrieben: So 18. Dez 2022, 09:16 Zum Argument: "so ein Wald braucht auch Pflege, ihr wisst gar nicht wie viel Arbeit das ist" kann ich sagen: doch, weiß ich - man wartet auf einen Anruf, gibt sein ok und füllt einen Zettel aus. Das war es dann.
Ich ärgere mich nicht über Buchen. Ich mag sie sogar sehr gerne. Es sind tolle Bäume, grade die alten. Wir werden diesen Winter leider meine liebste "Buchen-Allee" am Waldrand-Südhang fällen müssen. Da bilden ein paar Buchen vom Waldrand ein richtiges Dach über dem Weg daneben. Die werden so ein Alter von 100 bis 120 Jahren haben, vielleicht mehr, und jetzt hat sie ein Pilz erwischtNatürlich darf man in seinem privaten Wald auch selbst arbeiten, wenn man eben der Meinung ist, man macht das besser als der Förster und der holt nicht genug Geld aus dem Wald. Dann kann man auch selbst dadurch stapfen und sich über jede Buche einzeln ärgern - aber dann ist das vielleicht eher das Hobby.![]()
Nebenbei ist die Grundlage des Erdmann-Waldes ein Boden und ein Klima mit dem sich relativ viel anfangen lässt. Allerdings, so schön der Wald ist, wie aktiv wird der denn bewirtschaftet? Wenn ich im Video höre dass man andere Wälder nach diesem Vorbild umbauen will in "klimastabile, strukturreiche, artenreiche Mischwälder" dann fehlt mir der Punkt der Wirtschaftlichkeit. Grade wenn so viel Laubholz angebaut werden soll, wird denen mal das Holz ausgehen was auch Geld bringt und nicht nur hübsch ist - es sei denn es ist Naturschutzgebiet wo tatsächlich der Naturschutz Hauptsinn und -zweck der ganzen Geschichte ist. Hab ich ja nix gegen, muss man aber auch so betiteln und nicht einen Naturschutzwald als Vorbild für einen Wirtschaftswald hinstellen.Ich hab also das beste Beispiel direkt vor der Nase: die prächtigen Erdmannwälder und das Waldstück meiner Familie, dass in einem anderen Gebiet liegt und wo irgendwie immer was ist, sei es Sturm, Nässe, Trockenheit oder Borkenkäfer.
Last not least: Spätestens dann wenn der Borkenkäfer sich in deinen Fichten heimisch fühlt und sämtliche Nachbarbaumbestände gefährdet, musst du sehr wohl was unternehmen (lassen), sonst werden die Förster ungemütlich. Gibt hier oft so kleine Waldstücke wo die Besitzer nichtmal wissen dass es ihnen gehört, da muss man ewig nachrennen.Man muss also als Waldbesitzer von sich aus also gar nichts unternehmen, sondern ein Profi mit Ahnung von der Sache kommt auf einen zu, ganz ohne das man selbst aktiv werden müsste.
Das darfst du gerne erläutern. Wo kommt das Geld her? Von den Subventionen für Waldumbau? Oder doch von den bisherigen Fichtenbeständen die jetzt geerntet werden?Die Vorstellung, dass aus unserem Forststück auch mal wieder ein richtiger Wald wird, macht mir einfach ein gutes Gefühl, auch wenn ich zu meinen Lebzeiten höchsten noch die allerersten Anfänge miterleben werde. Und oben drauf steht man finanziell damit nicht schlechter, sondern eher besser da.
Der ist ja bei der Kammer eingestellt, in der man eh sein muss. Also ja: für Waldbesitzer ist das wirklich quasi umsonst.Rohana hat geschrieben: So 18. Dez 2022, 22:36Ja, klar. Weil der Förster auch alles umsonst und für sein Vergnügen macht.penelope hat geschrieben: So 18. Dez 2022, 09:16 Zum Argument: "so ein Wald braucht auch Pflege, ihr wisst gar nicht wie viel Arbeit das ist" kann ich sagen: doch, weiß ich - man wartet auf einen Anruf, gibt sein ok und füllt einen Zettel aus. Das war es dann.![]()
Was nützt es ganz viel tolles stabil gewachsenes Holz zu haben was dann Papier oder Brennholz wird? Wie schonmal erwähnt, die grundsätzlichen Eigenschaften der Hölzer werden sich auch auf absehbare Zeit nicht ändern. Abgesehen davon wechseln die Experten ihre Meinung wie die Unterhosen, alle Jahre wird ein neuer Zukunftsbaum durch das Dorf getrieben.penelope hat geschrieben: Mo 19. Dez 2022, 11:10 Die grundsätzliche Frage ist halt, woran man sich bei der Überlegung, auf welche Baumarten man setzt, orientiert. Daran, was man glaubt, was in 60 bis 100 Jahren gebraucht wird oder daran, was nach aktuellem Erkenntnisstand am stabilsten wachsen wird.
Und ich dachte schon...Relativ rentabel war der Wald in den letzten Jahren durch glückliches Timing.
Verstehe. Was verjüngt sich denn so bei euch förderfähiges, wenn das kein gescheiter Mischwald ist?Und nun gibt es eben die Teilnahme am Förderprogramm für natürliche Waldverjüngung, die Geld bringt.
Ach RohanaRohana hat geschrieben: Mo 19. Dez 2022, 18:01Und ich dachte schon...Relativ rentabel war der Wald in den letzten Jahren durch glückliches Timing.![]()