Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4531

Beitrag von emil17 »

Kirschkernchen hat geschrieben: Fr 18. Nov 2022, 09:32 Der Normalbürger wird halt irgendwann das Vierfache für seinen Speiseplan zahlen und sich gut fühlen, aber wer sich rechtzeitig drauauf einstellt, kann sich den Trend auch zunutze machen. Wer sich von "der Privatgärtner kann mit seiner Freiheit nicht sachgerecht umgehen" irrlichtern lässt, kann auch das tun. Dann lässt er, ebenso wie der Häuslebesitzer, Autobesitzer, Körperbesitzer oder Waldbesitzer alles vom Fachmann machen und ist mit der Reglementierung und turnusmäßigen Überprüfung seiner eigenen Fähigkeiten ganz ordentlich einverstanden. :)
Es gibt Regeln, die aus Sicht der Gesellschaft durchaus notwendig sind. Es gibt Fachleute, die Ahnung haben. Nicht alle und nicht alle gleich viel, aber die meisten.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Ferry
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4532

Beitrag von Ferry »

Oft ist es für den Konsumenten doch gar nicht nachvollziehbar wie oft der Apfel gespritzt wurde. Selbst bei BIO. Oder lest ihr euch die Regeln (und Ausnahmeregeln) für jedes Zertifikat durch das ihr kauft?
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4533

Beitrag von emil17 »

Wenn dich das interessiert, musst du dir schon die Mühe machen, die Produktionsrichtlinien einmal zu verstehen. Ohne Vertrauen in den Produzenten geht es aber nicht, das ist auch beim Arzt und beim Automechaniker so.
Da bleibt dir sonst nur, wirklich alles selbst anzubauen. Selbst dann sind deine Sachen kontaminiert, wenn irgendwer in der Nähe mit Zeug herummacht, von dem du überzeugt bist, dass es Dir schadet.
Wie heisst es bei Wilhelm Busch so treffend: "Wer durch des Argwohns Brille schaut, findet Raupen selbst im Sauerkraut"
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4534

Beitrag von Rohana »

Sehr interessanter Artikel zu Weizen und Backen im Libanon: https://www.spiegel.de/ausland/ernaehru ... 4d9a2fb09b
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4535

Beitrag von Rohana »

https://www.spiegel.de/wirtschaft/servi ... cdc2b41ef6

Wenn man Menschen in Hochhäusern halten kann, dann bestimmt auch Schweine. Wo das Futter herkommt würde mir mehr Sorgen machen als wieviel Stockwerke das Gebäude hat... :hmm:
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Till
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4536

Beitrag von Till »

Vielleicht nur ein Prototyp für Brasilien? Dort kann man die Gülle gleich auf den Feldern verklappen, wo das Futter wächst und auf dem Land gibt es sehr billige Arbeitskräfte für den Schlachthof, während die Löhne in China stetig steigen und der Nachwuchs an Arbeitskräften nachlässt.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4537

Beitrag von Rohana »

Mag nicht mehr im Reichsbürgerthread über Landwirtschaft reden. Ausserdem gibt's eine neue Meldung, die allerdings schon ein paar Tage alt ist:

https://www.raiffeisen.com/news/artikel ... n-31504114

Es wird also kein Einfuhrverbot für Lebensmittel geben, egal mit welchen Rückständen verbotener Pflanzenschutzmittel, solange diese Rückstände "gesundheitlich unbedenklich" sind.
Mit anderen Worten: Wer in D produziert, hat die Arschkarte.

Ich könnte ja sogar noch mitgehen dabei den Export von Pflanzenschutzmitteln zu verbieten die in D hergestellt werden aber in D nicht erlaubt sind, ganz toll finde ich das auch nicht. Aber bei gleichzeitig obiger Aussage? Neeee, das passt wirklich nicht zusammen. Die Glaubwürdigkeit der deutschen Politik bzw. Politiker ist einfach für'n Popo.

Parallel dazu sollen auf Fleischprodukte aus dem Ausland auch keine Haltungskennzeichnungen kommen, da gäb's rechtliche Bedenken (https://www.raiffeisen.com/news/artikel ... e-31516207).
Tscharlie hat geschrieben: Mi 14. Dez 2022, 06:27 Wenn dann landwirtschaftliche Maschinen die Zugänge zu den städten blockieren, dann ist das das gleiche was gerade ein paar mutige Menschen machen um ihren Idealen Nachdruck zu verleihen.
Solange der Rest der Bevölkerung nicht mit der Landwirtschaft solidarisch ist (und das ist er definitiv nicht), bringt das rein gar nichts. Und wenn ein paar landwirtschaftliche Maschinen den Zugang zu den Städten blockieren werden die betreffenden Landwirte ganz bestimmt nicht von den Leuten gelobt die da blockiert werden!

Schau dir doch an was sich die Leute erlauben und was und wem sie glauben. ZB der Eklat um Jaennicke und du Mont. Den grössten Scheiss können die im öffentlich rechtlichen Fernsehen erzählen, alle Anwesenden nicken und klatschen.
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penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4538

Beitrag von penelope »

Es ist naiv zu glauben, dass man selbst Einfuhrverboten verhängen kann und gleichzeitig die anderen Länder weitermachen wie bisher und nicht auch die eigenen Märkte dicht machen.

Deutschland ist bei wesentlichen landwirtschaftlichen Produkten (Milch, Schweinefleisch, Weizen) Nettoexporteur. (Was ja auch für sich genommen schon zeigt, dass durchaus möglich ist, in Deutschland wirtschaftlich diese Produkte zu erzeugen) Wer selbst für den Export produziert, der muss im Gegenzug Import akzeptieren.

Ich persönlich sehe die Produktion von landwirtschaftlichen Produkten für den Export sehr kritisch und meinetwegen könnte man sehr gerne zugunsten höherer Qualitätsstandards bei Importen auch auf Exportmärkte verzichten. Aber man muss ganz klar sagen: Damit würde für viele Landwirte die Luft noch dünner und es würden noch mehr aufgeben.
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4539

Beitrag von Rohana »

penelope hat geschrieben: Mi 14. Dez 2022, 10:51 Es ist naiv zu glauben, dass man selbst Einfuhrverboten verhängen kann und gleichzeitig die anderen Länder weitermachen wie bisher und nicht auch die eigenen Märkte dicht machen.
Das Problem sind die Auflagen in D. Wir müssen so hochwertig produzieren, wir dürfen gar nicht anders. Warum müssen wir dann den Import von Billigware akzeptieren? Birnen und Orange sind beides Obst oder wie :hmm: es geht um Qualität, nicht Quantität!
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penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4540

Beitrag von penelope »

Weil in anderen Ländern die hoch subventionierten deutschen Produkte die Billigware sind ;)

Dass die Landwirte Umweltschutz- und Qualitätsauflagen in den meisten Fällen nicht gerade lieben, ist nichts neues. Die ökonomische Diskussion, die da angestoßen wird, ist nur ein Feigenblatt um immer wieder gegen die Auflagen in Deutschland zu stänkern.
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