Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4341

Beitrag von emil17 »

Auch das ist eine Ueberlegung rein betriebswirtschaftlicher Art: Wenn ein Landwirt produktive Flächen (das sind solche, die Euros erzeugen, ob da etwas wächst ist nicht entscheidend, es können auch Wirtschaftsgebäude sein) aus der Bewirtschaftung entlassen muss, dann sind das für ihn Kosten. Ebenso sind Strukturen wie Bäume produktionserschwerend, vermindern also neben dem Flächenverlust den Ertrag in Euros, weil sie den Aufwand vergrössern. Nicht bewirtschaftete Flächen gehören in der Regel nicht Betrieben.

Strassenbau und Ueberbauungen sind eine andere Nummer. Hier wird entweder einfach enteignet, weil Strassenbau gegenüber fast allem Vorrang hat, oder die Nutzung von Flächen die als Bauland gewidmet sind, erzeugt mehr Euros pro Fläche als Ackerland. So einfach ist das.

Rückbau von nicht mehr benötigten Strassen und Industriebrachen in landwirtschaftliche Nutzflächen ist aufwendig und teuer, deshalb macht man das nicht, wenn man nicht dazu verpflichtet ist.
Die Planer interessieren sich in der Praxis einen Dreck um klimapolitische Ziele, weshalb man einstöckige Supermärkte mit riesigen parkflächen rundrum baut, weil das am billigsten und am einfachsten zu bewirtschaften ist.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4342

Beitrag von Tscharlie »

Landwirtschaftliche Fläche Deutschland:
2020 16.600.000 ha
2010 16.750.000 ha

Abnahme in 10 Jahre 1 %.

Motto: Mit Zahlen gegen Gefühle anschreiben, denn das hätte ich auch nicht gedacht.

Quelle: Landwirtschaft.de oder statista
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4343

Beitrag von emil17 »

Die meisten dieser Flächen gehen in Überbauungen, Strassen und dergleichen verloren. Das ist umweltmässig eine Katastrophe.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4344

Beitrag von Tscharlie »

Ich bin nicht der Meinung dass 0,1 % Flächenverlust pro Jahr eine Katastophe ist.
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sybille
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4345

Beitrag von sybille »

Beim dritten Supermarkt im Dorf wird der letzte Kartoffelacker zugeteert, aber bei einem Wäldchen zählt plötzlich die Ernährungssicherheit der Bevölkerung…Haha….
Und wieder 1 ha weg für einen Discounter den es schon gibt.
https://brohltal-info24.de/gruenen-frak ... derzissen/
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Benutzer 8600 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4346

Beitrag von Benutzer 8600 gelöscht »

Man kann gar nicht so viel fressen wie man k…tzen müsste :sauenr_1:
Wenn wir diesen Schwachsinn und so manches andere erst einmal lassen, dann erst können wir mit Fingern auf einen Bauern zeigen, weil der keine Blümchen pflanzt…
Sven2
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4347

Beitrag von Sven2 »

Tscharlie hat geschrieben: Fr 2. Sep 2022, 17:06 Ich bin nicht der Meinung dass 0,1 % Flächenverlust pro Jahr eine Katastophe ist.
Ich hätte da jetzt auch mehr erwartet.
Aber die Fläche, die da Weg fällt, ist ja in der Regel für Naturschutz verloren, schätze ich mal?
Ich vermute, dass da auch einiges an Acker- und Wiesenfläche weg kommt, die zuvor CO2 gespeichert haben. Zudem werden ja durch die Auflagen weitete Flächen funktionell zumindest für die Nahrungsmittelproduktion stillgelegt.
Han jetzt aber keine Zahlen gefunden, inwieweit dafür der Wald gewachsen ist oder geschrumpft in der Zeit, "natürliche" Ereignisse wie Borkenkäfer jetzt ausgenommen. Ich befürchte aber, dass viel Waldwachstum zulasten von Wiesen und anderem Grönland geht, das ja ein eigenes Biotop mit CO2 Speicherfunktion darstellt. Wer dazu was weiß gerne was schreiben!

Lange Rede kurzer Sinn:
Klingt nicht viel, aber wenn wir die 150.000 Hektar für den Co2 Speicher und die Förderung der Artenvielfalt genutzt hätten, wär's vllt besser...

Dazu kommt, dass die Flächennutzung n D z.T wohl echt bescheiden ist (Neubau stats Nachverdichtung, Leerstand, die erwähnten Industrie/LPG Ruinen dies wohl gibt), aber das gehört in eine andere Diskussion :holy:
Eule
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4348

Beitrag von Eule »

Tscharlie hat geschrieben: Fr 2. Sep 2022, 17:06 Ich bin nicht der Meinung dass 0,1 % Flächenverlust pro Jahr eine Katastophe ist.
https://www.umweltbundesamt.de/daten/fl ... nnutzungen
Von 2016 bis 2020 sank der Anteil landwirtschaftlicher Nutzfläche um 1.703 Quadratkilometer (km²)
das sind mehr als 1 km²/Tag !
sybille
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4349

Beitrag von sybille »

Ich komme auf 41 ha am Tag in 10 Jahren und finde das gewaltig viel.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4350

Beitrag von Tscharlie »

Ich bin der Meinung man kann das auch anderes sehen.
0,1 % Flächenverlust ist jetzt noch nicht die Tragödie.

Denn wenn ich statt 100 € nur noch 99,90 € habe, dann ist das nicht so tragisch.

Trotzdem habt ihr recht, die Flächen werden unsinnig bebaut.

Ich kann für keinen Lidl-Aldi-Netto Markt etwas. Da ich dort nichts einkaufe, gäbe es, wenn es mehr Leute wie mich gäbe, diese Läden nicht. Das gilt übrigens auch für Deichmann-Tako-ect.

Und darüber zu sinnieren, wieviel CO² da gebunden wäre in diesen 0,1 %, wäre es sinnvoller zu überlegen wie man auf seinem eigenen Grund und da meine ich den 10 m² Vorgarten bis zu den 100 Ha einer Landwirtschaft, mehr CO² einbauen könnte.
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