Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4341

Beitrag von Tscharlie »

Landwirtschaftliche Fläche Deutschland:
2020 16.600.000 ha
2010 16.750.000 ha

Abnahme in 10 Jahre 1 %.

Motto: Mit Zahlen gegen Gefühle anschreiben, denn das hätte ich auch nicht gedacht.

Quelle: Landwirtschaft.de oder statista
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4342

Beitrag von emil17 »

Die meisten dieser Flächen gehen in Überbauungen, Strassen und dergleichen verloren. Das ist umweltmässig eine Katastrophe.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4343

Beitrag von Tscharlie »

Ich bin nicht der Meinung dass 0,1 % Flächenverlust pro Jahr eine Katastophe ist.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
sybille
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4344

Beitrag von sybille »

Beim dritten Supermarkt im Dorf wird der letzte Kartoffelacker zugeteert, aber bei einem Wäldchen zählt plötzlich die Ernährungssicherheit der Bevölkerung…Haha….
Und wieder 1 ha weg für einen Discounter den es schon gibt.
https://brohltal-info24.de/gruenen-frak ... derzissen/
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
Benutzer 8600 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4345

Beitrag von Benutzer 8600 gelöscht »

Man kann gar nicht so viel fressen wie man k…tzen müsste :sauenr_1:
Wenn wir diesen Schwachsinn und so manches andere erst einmal lassen, dann erst können wir mit Fingern auf einen Bauern zeigen, weil der keine Blümchen pflanzt…
Sven2
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4346

Beitrag von Sven2 »

Tscharlie hat geschrieben: Fr 2. Sep 2022, 17:06 Ich bin nicht der Meinung dass 0,1 % Flächenverlust pro Jahr eine Katastophe ist.
Ich hätte da jetzt auch mehr erwartet.
Aber die Fläche, die da Weg fällt, ist ja in der Regel für Naturschutz verloren, schätze ich mal?
Ich vermute, dass da auch einiges an Acker- und Wiesenfläche weg kommt, die zuvor CO2 gespeichert haben. Zudem werden ja durch die Auflagen weitete Flächen funktionell zumindest für die Nahrungsmittelproduktion stillgelegt.
Han jetzt aber keine Zahlen gefunden, inwieweit dafür der Wald gewachsen ist oder geschrumpft in der Zeit, "natürliche" Ereignisse wie Borkenkäfer jetzt ausgenommen. Ich befürchte aber, dass viel Waldwachstum zulasten von Wiesen und anderem Grönland geht, das ja ein eigenes Biotop mit CO2 Speicherfunktion darstellt. Wer dazu was weiß gerne was schreiben!

Lange Rede kurzer Sinn:
Klingt nicht viel, aber wenn wir die 150.000 Hektar für den Co2 Speicher und die Förderung der Artenvielfalt genutzt hätten, wär's vllt besser...

Dazu kommt, dass die Flächennutzung n D z.T wohl echt bescheiden ist (Neubau stats Nachverdichtung, Leerstand, die erwähnten Industrie/LPG Ruinen dies wohl gibt), aber das gehört in eine andere Diskussion :holy:
Eule
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4347

Beitrag von Eule »

Tscharlie hat geschrieben: Fr 2. Sep 2022, 17:06 Ich bin nicht der Meinung dass 0,1 % Flächenverlust pro Jahr eine Katastophe ist.
https://www.umweltbundesamt.de/daten/fl ... nnutzungen
Von 2016 bis 2020 sank der Anteil landwirtschaftlicher Nutzfläche um 1.703 Quadratkilometer (km²)
das sind mehr als 1 km²/Tag !
sybille
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4348

Beitrag von sybille »

Ich komme auf 41 ha am Tag in 10 Jahren und finde das gewaltig viel.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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Tscharlie
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4349

Beitrag von Tscharlie »

Ich bin der Meinung man kann das auch anderes sehen.
0,1 % Flächenverlust ist jetzt noch nicht die Tragödie.

Denn wenn ich statt 100 € nur noch 99,90 € habe, dann ist das nicht so tragisch.

Trotzdem habt ihr recht, die Flächen werden unsinnig bebaut.

Ich kann für keinen Lidl-Aldi-Netto Markt etwas. Da ich dort nichts einkaufe, gäbe es, wenn es mehr Leute wie mich gäbe, diese Läden nicht. Das gilt übrigens auch für Deichmann-Tako-ect.

Und darüber zu sinnieren, wieviel CO² da gebunden wäre in diesen 0,1 %, wäre es sinnvoller zu überlegen wie man auf seinem eigenen Grund und da meine ich den 10 m² Vorgarten bis zu den 100 Ha einer Landwirtschaft, mehr CO² einbauen könnte.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4350

Beitrag von emil17 »

Die Flächenverluste sind ein Problem, weil:
a) es in absoluten Zahlen viel ist (wurde schon genannt)
b) weil sie unumkehrbar sind und sich in der Zeit aufsummieren
c) die so verlorenen Flächen durch ihre Nutzung zusätzliche Umweltbelastung verursachen
d) es in der Regel die besten Böden sind

Was ist schon ein Prozent weniger? Ein Jahr darauf wieder ein Prozent. Von was? von der Gesamtfläche? Von der nicht bebauten Restfläche?
Da ein Acker weg, ist ja noch genug da, Dort eine Hecke weg, gibt ja noch viel davon. Und so weiter.

Angaben in Prozenten sagen wenig aus, weil man durch die Wahl der Bezugsgrösse (was sind 100%?) die Zahlen so gestalten kann, wie man es haben möchte, ohne falsch zu rechnen. Man kann durch die Vorgabe des zeitlichen und räumlichen Bezugrahmens die Zahlen und damit das Problem beliebig kleinrechnen.

Das klassische Beispiel hierfür ist die Hypothek: Scheinbar bescheidene Zinssätzen und typischen Laufzeiten von einigen Jahrzehnten locken. Man will sich ja nicht im Lebensstandard einschränken müssen und konsumieren, wozu also Geld ausgeben zum Tilgen einer Schuld die so niedrig verzinst werden muss für etwas was man eh schon hat? Unerkannt zahlt man dann mit Zinsen und Zinseszinsen leicht das Doppelte von dem zurück, was man geliehen hat. Bei 2% ohne Tilgung ist das nach 35 Jahren der Fall.
Es funktioniert auch beim Klima: Oft liest man, Deutschland sei so klein, dass der globale Beitrag zur CO2-Minderung unverhältnismässig klein sei verglichen mit den globalen Emissionen, wo "die Chinesen" oder "die Amerikaner" viel mehr Schuld an allem sind. Wir Schweizer sind hier nochmals in einer besseren Position. Und erst Liechtenstein oder Andorra ... Warum sich anstrengen, wo doch die anderen so viel mehr verursachen?
Stellt man die Sache aber richtig dar, dann findet man, dass der Verbrauch an Ressourcen pro Kopf das Problem ist, und dann sieht es gar nicht gut aus.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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