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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 25. Jul 2022, 19:14
von emil17
Oelkanne hat geschrieben: Mo 25. Jul 2022, 15:13 Kaufe ich von Emil einfach nur "Weizen" kann mir Emil alles mögliche Verkaufen Hauptsache es ist irgendwie Weizen.
Analysewerte, Schmutz und Wassergehalt alles egal, steht ja nur Weizen da.
Das stimmt so nicht, denn ich möchte nicht später die Strassenseite wechseln müssen, wenn wir uns wieder begegnen.
Deshalb würde ich weder Dir noch sonstwem irgend einen Dreck verkaufen.
Aber der Grosshandel funktioniert so. Vermutlich gibts auch hier Handelshäuser, die auf langfristige Geschäftsbeziehungen aus sind, wo beide zufrieden sind, und nicht nur derjenige der Held ist, der den anderen übern Tisch gezogen hat.

@k-r: Zu den Meldungen gehört ja schon auch die Analyse der Inhalte und die meinungen dazu, sonst ist es ein blosser Newsticker. Falls sich alle daran halten, auf den Ball und nicht auf den Mann zu spielen - auch wenn der andere hoffnungslos vernagelt zu sein scheint - dann leisten wir damit durchaus einen Beitrag zur Verbesserung der Situation, weil das wird nur durch den Konsens aller möglich sein. Insofern scheint mir das nicht allzu themenfremd zu sein.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 25. Jul 2022, 19:31
von Benutzer 4754 gelöscht
emil17 hat geschrieben: Mo 25. Jul 2022, 19:14
Oelkanne hat geschrieben: Mo 25. Jul 2022, 15:13 Kaufe ich von Emil einfach nur "Weizen" kann mir Emil alles mögliche Verkaufen Hauptsache es ist irgendwie Weizen.
Analysewerte, Schmutz und Wassergehalt alles egal, steht ja nur Weizen da.
Das stimmt so nicht, denn ich möchte nicht später die Strassenseite wechseln müssen, wenn wir uns wieder begegnen.
Deshalb würde ich weder Dir noch sonstwem irgend einen Dreck verkaufen.
Mach dir da Mal keine Sorgen, zum Vertrag gehören immer zwei. Ich habe ja zugestimmt dass du mir nicht näher definierten Weizen verkaufst.

Und selbstredend gibt's für dein Schrott dann auch nur einen Schrottpreis.

Das Kümmerkorn aus unserer Reinigung haben wir schon als so Schrott an eine Biogasanlage verkauft.
Halber Marktpreis und dann Hauptsache weg. Der Biogasler war glücklich, Kümmerkorn gärt wohl nicht viel schlechter als gutes.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 25. Jul 2022, 19:37
von Benutzer 4754 gelöscht
SunOdyssey hat geschrieben: Mo 25. Jul 2022, 15:18 Stänkern tust nur du, mein lieber!
Wo?
SunOdyssey hat geschrieben: Mo 25. Jul 2022, 15:18 Man kann es drehen und wenden, wie man will. Jede/r leistet seinen Beitrag zur Vetänderung, wann fangt ihr endlich an damit?
Eine leistungsstarke Landwirtschaft garantiert die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und ist damit der Grundstein für unsere arbeitsteilige Gesellschaft.
Die Landwirtschaft leistet damit seit über 300 Jahren ihren Beitrag zur Veränderung, zum Fortschritt, zum beständig steigenden Wohlstand und Lebensqualität der Bevölkerung.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 25. Jul 2022, 20:12
von Benutzer 6456 gelöscht
Äh und vor einigen Seiten hast du uns noch lang und breit erklärt, warum der Weizen in D nicht im Brot landet, ah ja :lol:

Und die meisten Schweine werden exportiert wie ich im letzten landwirtschaftlichen Wochenblatt lesen durfte. Klar, ihr ernährt aber die Bevölkerung! Verstehst du eigentlich manchmal selbst, was du da so schreibst?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 25. Jul 2022, 20:28
von penelope
Es ist eben nur die Frage, was man als leistungsstark definiert.

Maximaler Ertrag pro Fläche.
Maximale Kapitalrendite.
Maximale Erzeugung von Kalorien pro Einsatz einer Energieeinheit.
Maximale Erzeugung von Kalorien pro Einsatz einer fossilen Energieeinheit.
Maximaler Gewinn pro eingesetzter Arbeitsstunde.
...
Die Liste kann noch lange weitergeführt werden und je nach dem kann man zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen, was leistungsstark denn nun sein soll.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 26. Jul 2022, 11:07
von strega
wieviel Brot aus Konvi-Weizen wird eigentlich in DE erzeugt?
Oder kommen die Teiglinge der industriellen Bäckereiketten sowieso meist aus China und co?
Und daher auch der Weizen dafür von dort?
Oder wird deutscher Weizen nach China usw. geflogen, dort verarbeitet, dann wieder zurückgeflogen?
Was dann eh der helle Wahnsinn ist oder wär....

boha, ich glaub ich bleib bei lokalen kleinen Bäckereien, wo es Dinkel und Emmerprodukte lokal gibt.
Und gebacken hab ich mit anteilig Dinkel und Eichel- oder Kastanienmehl auch schon, geht auch...
und Maisbrot aus der Pfanne oder Buchweizenfladen.....

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 26. Jul 2022, 12:09
von Gelöschter Benutzer 54
emil17 hat geschrieben: Mo 25. Jul 2022, 19:14
@k-r: Zu den Meldungen gehört ja schon auch die Analyse der Inhalte und die meinungen dazu, sonst ist es ein blosser Newsticker. Falls sich alle daran halten, auf den Ball und nicht auf den Mann zu spielen - auch wenn der andere hoffnungslos vernagelt zu sein scheint - dann leisten wir damit durchaus einen Beitrag zur Verbesserung der Situation, weil das wird nur durch den Konsens aller möglich sein. Insofern scheint mir das nicht allzu themenfremd zu sein.
Ja, Analyse gehört dazu.

Ich hab ein weiteres Thema, hier angerissen und durchaus diskussionswert, vorgeschlagen. Ich finds sehr bezeichnend dass Niemand darauf reflektiert, seine eigene Situation und Handlungsweise im Hinblick auf die hier an Andere gestellten Forderungen kritisch zu betrachten.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 26. Jul 2022, 12:20
von Gelöschter Benutzer 54
SunOdyssey hat geschrieben: Mo 25. Jul 2022, 20:12
Und die meisten Schweine werden exportiert wie ich im letzten landwirtschaftlichen Wochenblatt lesen durfte. Klar, ihr ernährt aber die Bevölkerung!
Wer ernährt die Bevölkerung denn Deiner Meinung nach sonst?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 26. Jul 2022, 16:28
von Benutzer 4754 gelöscht
penelope hat geschrieben: Mo 25. Jul 2022, 20:28 Es ist eben nur die Frage, was man als leistungsstark definiert.

Maximaler Ertrag pro Fläche.
Maximale Kapitalrendite.
Maximale Erzeugung von Kalorien pro Einsatz einer Energieeinheit.
Maximale Erzeugung von Kalorien pro Einsatz einer fossilen Energieeinheit.
Maximaler Gewinn pro eingesetzter Arbeitsstunde.
...
Die Liste kann noch lange weitergeführt werden und je nach dem kann man zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen, was leistungsstark denn nun sein soll.
Das heißt,
sichere Erträge mit brauchbaren Qualitäten zu erzeugen, um die benötigte Menge zu vernünftigen Preisen bereitstellen zu können.

Das wird nicht erreicht, wenn man nur auf einen kleine Punkt optimiert, sondern auf eine möglichst gute Mischung.

Deshalb kommen viele (eigentlich alle) Ackerbaubetriebe im Norden und Osten von der Fruchtfolge Raps-Weizen-Weizen bzw. Raps-Weizen-Gerste zum Beispiel weg.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 26. Jul 2022, 17:25
von penelope
Und was ist die benötigte Menge vor dem Hintergrund, dass wir in einigen Bereich für den Export produzieren und in anderen wiederum auf Importe angewiesen sind?
Und ist die benötigte Menge an Nahrungsmitteln das was nachgefragt wird (jeden Tag Schnitzel), oder das, was aus ernährungsphysiologischer Sicht sinnvoll ist?

Und wann betrachtet man einen Ertrag als sicher?
Wenn ich Kulturen habe, auf die ich besonders gut mittels Pflanzenschutzmitteln usw. einwirken kann?
Wenn ich auch dann noch Erträge habe, wenn mir Güter, die aus Ländern importiert werden müssen wie fossile Brennstoffe oder bestimmte Dünger, nicht mehr im gewohnten Maß zur Verfügung habe?
Ist vor dem Hintergrund immer stärkerer Dürreperioden wirklich Weizen noch eine sichere Kultur oder liegen unter dem Aspekt eher Hirse und Gerste vorn?

Es gibt bei diesen Frage einfach sehr viele unterschiedliche Aspekte, die man betrachten kann und muss. Es gibt nicht die EINE richtige Sichtweise - weder deine noch meine, sondern eine sehr komplexe Gemengelage, innerhalb der man gesellschaftliche ausloten muss, wo Prioritäten gesetzt werden sollen.

Zudem kann man nicht außer Acht lassen, dass wir in einer Welt leben, die sich deutlich schneller verändert, als wir es aus der Vergangenheit kennen. Auch wenn wir im Nachhinein analysieren können, welche Fruchtfolgen usw. sich in den letzten 20 bis 30 Jahren besonders gut bewährt haben ist für die Zukunft nur eines klar: wir werden nicht mehr die gleichen Bedingungen haben. Es wird nicht weitergehen, wie bisher.