Pihlaka Talu

Diese Rubrik ist für Blogging-Threads gedacht, in denen Ihr über den Fortgang Eurer Selbstversorger-Projekte berichten könnt.
Bitte beachten: Kopien forenexterner Blogs sowie Linksetzen zur SEO derselben sind hier nicht erwünscht!
Benutzeravatar
emil17
Beiträge: 8389
Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind

Re: Pihlaka Talu

#41

Beitrag von emil17 »

Zacharias hat geschrieben: Sa 27. Feb 2021, 18:37 Ok, wenn es nicht sein muss, lasse ich es natürlich. Das ist wohl der Vorteil von Asbest, dass Feuchtigkeit nicht schadet?
Asbest ist ein absolut tolles Material, wenn da das Problem der lungengängigen krebserzeugenden Fasern nicht wäre. Feuerfest, hitzefest, witterungsbeständig, mechanisch belastbar, billig.
Natürlich nagt der Zahn der Zeit an allen Dingen, aber Eternit wurde als Markennahmen für Asbestzement gewählt, weil aeternas auf lateinisch und eternel auf französisch ewig heisst.
Im Falle deines Hauses ist es doch auch so, dass etwas Moos auf dem Dach die Sache schöner macht.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Küstenharry
Beiträge: 470
Registriert: So 5. Feb 2017, 11:33
Wohnort: Wurster Nordseeküste

Re: Pihlaka Talu

#42

Beitrag von Küstenharry »

Tolles Projekt.Solange das Dach dichtist würde ich auch nichts machen.
Erstmal die morschen Balken tauschen.
Das ist sicherlich ein Dielenboden auf einer Bnalkenlage.
Da würde ich von unten isolieren.
Dein Isoliermaterial hast du mit deinem Wohnort schon gefunden. Geh mal an den Strand.
Seegras sammeln und trocknen.
Gruss von der Küste

Harry
Benutzer 3585 gelöscht

Re: Pihlaka Talu

#43

Beitrag von Benutzer 3585 gelöscht »

emil17 hat geschrieben: Sa 27. Feb 2021, 19:14 Asbest ist ein absolut tolles Material, wenn da das Problem der lungengängigen krebserzeugenden Fasern nicht wäre. Feuerfest, hitzefest, witterungsbeständig, mechanisch belastbar, billig.
Natürlich nagt der Zahn der Zeit an allen Dingen, aber Eternit wurde als Markennahmen für Asbestzement gewählt, weil aeternas auf lateinisch und eternel auf französisch ewig heisst.
Im Falle deines Hauses ist es doch auch so, dass etwas Moos auf dem Dach die Sache schöner macht.
Das ist wie mit der Atomenergie, wenn da nicht die blöde Strahlung und die Frage der Endlagerung wäre. :mrgreen: :)

Die Faserzementplatten (Wellasbestplatten im Osten) unterliegen natürlich auch der Verwitterung, werden instabil und sehr sehr brüchig.
I.d.R. bilden sich in der Längsrichtung, ausgehend von den Verschraubungen, kleine Risse, welche auf dem ersten Blick gar nicht sichtbar sind. Auf Dächern mit geringer Dachneigung ist das Dach fast nicht mehr begehbar (nur mit Gewichtsverteilung).

Also würde ich die vorhandene Dacheindeckung einmal vorsorglich genau in Augenschein nehmen und das auch vor dem Hintergrund, die darunterliegende Balkenkonstruktion vor mögliche Feuchtigkeitsschäden zu schützen.
Der einfachste Weg aber wäre wohl, vom Dachboden aus nach feuchten Stellen in der Dachkonstruktion zu suchen. Auf den & an den Balken bilden sich im Laufe der Zeit häufig Feuchtigkeitsflecken.

Generell solltest du aber das Dachwasser nicht auffangen und im Garten verwenden. Durch den Regen lösen sich Fasern aus dem Faserzement und würden so in den Garten gelangen. Nach dem Abtrocknen besteht dann natürlich die Möglichkeit, dass die Fasern vom Wind verteilt werden.
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4012
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Pihlaka Talu

#44

Beitrag von Zacharias »

Danke für die Hinweise.
Das bedeutet aber wohl auch, dass ich eine Lösung finden muss, wohin das Regenwasser vom Dach geht. Bisher sind da noch nicht mal Dachrinnen dran, das will ich bald ändern.
Benutzer 3585 gelöscht

Re: Pihlaka Talu

#45

Beitrag von Benutzer 3585 gelöscht »

Zacharias hat geschrieben: So 28. Feb 2021, 11:30 Danke für die Hinweise.
Das bedeutet aber wohl auch, dass ich eine Lösung finden muss, wohin das Regenwasser vom Dach geht. Bisher sind da noch nicht mal Dachrinnen dran, das will ich bald ändern.
Versickerung?
Ich habe mal im Osten ein solches Dach mitsaniert. Die Dachfläche war wohl noch ein kleines bisschen größer, war ein altes Bauernhaus.
Die Platten sind bei der Demontage teilweise auseinandergebrochen. Häufig haben auch die Endkappen auf den Verschraubungen gefehlt, hier ist dann noch zusätzlich Wasser in die Dachkonstruktion eingedrungen.
Nach der Sanierung hat sich dann herausgestellt, dass die Dachkonstruktion mit Hylotox behandelt war. :hhe:
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4012
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Pihlaka Talu

#46

Beitrag von Zacharias »

Du hattest geschrieben:
Durch den Regen lösen sich Fasern aus dem Faserzement und würden so in den Garten gelangen.
Deswegen würde ich das Wasser auch ungern weiter in der Nähe des Hauses versickern lassen.
Ich versteh nur nicht ganz, wieso sich durch Regen Fasern lösen sollen. Ich dachte Asbest sei nur gefährlich, solange man dran rumschraubt, schleift oder sägt?
Eule
Beiträge: 461
Registriert: So 8. Aug 2010, 19:06
Wohnort: Hunsrück

Re: Pihlaka Talu

#47

Beitrag von Eule »

Benutzer 3585 gelöscht

Re: Pihlaka Talu

#48

Beitrag von Benutzer 3585 gelöscht »

Zacharias hat geschrieben: So 28. Feb 2021, 12:32 Du hattest geschrieben:
Durch den Regen lösen sich Fasern aus dem Faserzement und würden so in den Garten gelangen.
Deswegen würde ich das Wasser auch ungern weiter in der Nähe des Hauses versickern lassen.
Ich versteh nur nicht ganz, wieso sich durch Regen Fasern lösen sollen. Ich dachte Asbest sei nur gefährlich, solange man dran rumschraubt, schleift oder sägt?
Deswegen würde ich das Wasser auch ungern weiter in der Nähe des Hauses versickern lassen.
Da haste natürlich recht, zumal es da noch einen Brunnen gibt. Aber das Wasser ist wohl in den letzten Jahren auch so versickert und der Brunnen wurde auch für Trinkwasser genutzt? Bin mal auf die Wasserprobe gespannt.
Ich versteh nur nicht ganz, wieso sich durch Regen Fasern lösen sollen. Ich dachte Asbest sei nur gefährlich, solange man dran rumschraubt, schleift oder sägt?
Ob nun tatsächlich asbesthaltige Platten verbaut wurden, kann dir so keiner sagen. Also nicht verrückt machen. :)

Grundsätzlich ist die Aussage aber so nicht richtig, denn sind die Platten erstmal angewittert, werden die Asbestfasern durch das Regenwasser herausgelöst. Das gilt auch für asbesthaltige Eternitplatten, wobei ich aber die einzelnen Produktionsmethoden Ost/West nicht kenne.

Hast du das Haus schon gekauft?
vogelsberger
Beiträge: 98
Registriert: Di 3. Jul 2018, 10:37

Re: Pihlaka Talu

#49

Beitrag von vogelsberger »

Zacharias hat geschrieben: Sa 27. Feb 2021, 13:00 @ vogelsberger
Woher nimmst du Borax??? Da hätte ich gerne auch für andere Zwecke eine Quelle.
Oh, ich habe vor vielen Jahren, als die Imprägnierungsaktionen an der Dämmung anstanden, mehrere Säcke im Chemiegroßhandel in Ffm gekauft. Davon ist noch 2-3 Sack übrig gewesen, die habe ich über die Jahre nach und nach z,T. verbraucht.
Wo es heute zu holen sei...keine Ahnung.
Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es in deiner neuen Heimat einfacher und billiger zu bekommen sei.

Gruß
Daniel
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4012
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Pihlaka Talu

#50

Beitrag von Zacharias »

@ Vogelsberger
Dann hast du es gekauft, als der Vertrieb noch erlaubt war. Ja, kann sein, dass Estland das anders handhabt

@ Brunnenwasser
Kauf ist noch nicht abgeschlossen, der Notarvertrag kann wegen einer Erbschaftsgeschichte erst Ende März gemacht werden.
Zurücktreten würde ich aber nicht, schon alleine mangels Alternative. In Estland sind 95% aller Landhausdächer aus Eternit. Und man hat mir versichert, dass die aus Asbest sind. Das sieht man dort leider sehr locker und es wird so richtig schwierig dann werden, wenn ich das Dach mal ersetzen will. Schutzmaßnahmen kennen die dort nicht.
Wenn ich es richtig verstehe, gibt es keine Gefahr für das Grundwasser, da die Fasern nur im trockenen Zustand gefährlich sind. Klar für die Waschmaschine sollte man es nicht nehmen, weil die Fasern dann auf der Kleidung trocknen. Die Leute haben das Brunnenwasser ungeprüft getrunken und leben noch, bzw sind durch Unfälle gestorben. Der Vater ist alt geworden, bevor er sein Leben unter einem LKW verloren hat.
Fazit: Wenn es nur ums Dach geht, würde ich mir da nicht ins Hemd machen, ich werde aber mal schauen, welcher Werkstoff für die Wände genommen wurde. Wenn ich noch mehr finde, würde das schon ein Kriterium sein, vom Haus zurück zu treten. Der Boden ist versiegelt, davon geht sicherlich keine akute Gefahr aus.

@ Küstenharry
Danke für den Tipp mit dem Seegras.
Antworten

Zurück zu „SV-Projekte“