emil17 hat geschrieben: Sa 27. Feb 2021, 19:14
Asbest ist ein absolut tolles Material, wenn da das Problem der lungengängigen krebserzeugenden Fasern nicht wäre. Feuerfest, hitzefest, witterungsbeständig, mechanisch belastbar, billig.
Natürlich nagt der Zahn der Zeit an allen Dingen, aber Eternit wurde als Markennahmen für Asbestzement gewählt, weil aeternas auf lateinisch und eternel auf französisch ewig heisst.
Im Falle deines Hauses ist es doch auch so, dass etwas Moos auf dem Dach die Sache schöner macht.
Das ist wie mit der Atomenergie, wenn da nicht die blöde Strahlung und die Frage der Endlagerung wäre.
Die Faserzementplatten (Wellasbestplatten im Osten) unterliegen natürlich auch der Verwitterung, werden instabil und sehr sehr brüchig.
I.d.R. bilden sich in der Längsrichtung, ausgehend von den Verschraubungen, kleine Risse, welche auf dem ersten Blick gar nicht sichtbar sind. Auf Dächern mit geringer Dachneigung ist das Dach fast nicht mehr begehbar (nur mit Gewichtsverteilung).
Also würde ich die vorhandene Dacheindeckung einmal vorsorglich genau in Augenschein nehmen und das auch vor dem Hintergrund, die darunterliegende Balkenkonstruktion vor mögliche Feuchtigkeitsschäden zu schützen.
Der einfachste Weg aber wäre wohl, vom Dachboden aus nach feuchten Stellen in der Dachkonstruktion zu suchen. Auf den & an den Balken bilden sich im Laufe der Zeit häufig Feuchtigkeitsflecken.
Generell solltest du aber das Dachwasser nicht auffangen und im Garten verwenden. Durch den Regen lösen sich Fasern aus dem Faserzement und würden so in den Garten gelangen. Nach dem Abtrocknen besteht dann natürlich die Möglichkeit, dass die Fasern vom Wind verteilt werden.