Moin,
ich bin ja ein bisschen angepisst.
Übers Jahr musste der Grünkohl / Palmkohl Kohlweislingsmaden und einen Ziegenangriff ertragen, trotzdem war es noch eine passable und gutaussehende Menge geworden.
Und jetzt, nach paar Tagen Frost von kaum mehr als -3 sieht das Zeug so aus:
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Sind jetzt die beiden schlimmsten Pflanzen, aber was ist da passiert?
Ich denke, das kann den ganzen WInter draußen stehen?
LG
Olaf
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
Frostschaden ist es sicher nicht.
Ich tippe auf einen Pilz, oder chemische Einflüsse. kann da irgendetwas von einem Acker oder Straßenrand draufgeweht sein? Wenn nicht, dann Pilz.
Das Befallene würde ich großzügig entfernen und sicherheitshalber verbrennen.
Moin,
ich habe auch noch ein bisschen nachgelesen.
Zum einen stand da, bei Kahlfrösten könne es sehr wohl zu starken Blattschädigungen kommen. In prädestinierten Gegenden wäre man gut beraten, den bei Zeiten zu ernten. Kahlfröste hatten wir ja. Könnte mir vorstellen, dass die geschädigten Blätter dann von einem Pilz befallen wurden. Aber eigentlcih sehen erfrorene Blätter anders aus.
Wenn doch, dann muss das aber wahnsinnig schnell gegangen sein, innerhalb weniger Tage nach dem Frost.
Aber noch was anderes hab ich gelesen, finds aber nicht wieder: Es wäre nicht nötig, dass der Grünkohl Frost abbekommt, wichtig sei, dass er einige Zeit bei kühlen Temperaturen draußen stehen würde. Dabei würde sich zusätzlich Zucker bilden. Bei Frost würde sich da nichts mehr umwandeln. Und moderne Sorten hätten eh einen höheren Zuckeranteil.
Wir haben gestern noch das brauchbare verarbeitet, also nur kleingemacht und eingefroren. Waren dann nur 1,6 kg, aber besser als nix.
Der Palmkohl war eigentlich ergibiger und angenehmer zu schneiden, vielleicht bau ich nächstes Jahr nur den an.
Und nächstes Jahr ernte ich früher, wir hätten das dreifache haben können.
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
@ olaf: ist schlicht und einfach Windbrand. Bei dem tiefgefrorenem Boden kann der Grühnkohl kein Wasser mehr von unten tanken und durch die Verdunstung (starker Wind und Sonne) verbrennen die Blätter. Ist bei uns auch nicht anders. Bei den Temperaturen die letzten Tage und dem Wind trocknet die Haut auch dermaßen aus, dass man mit eincremen nicht mehr nachkommt. Fäulnis oder Pilze können es nicht sein, die stellen sich bei den derzeitigen Temperaturen tot. Wenn Du den Grünkohl noch retten willst, deck ihn mit Vlies ab damit die Verdunstung nicht mehr so stark ist. Das ist übrigens das gleiche Phänomen, dass die Kirschlorbeerhecken und Rhododendren vertrocknen lässt.
Ich habe eben meine letzten 4 (gefrorenen) Radischen geerntet. Die Blätter waren rascheltrocken. Das lag die ganze Zeit der eisige Wind drauf, so wie es Taraxacum beschrieben hat. Die Radischen weren aber noch gut.