Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 24. Feb 2021, 23:55
Ich glaube hier sitzt immer noch der Irrglaube fest das Familienbetriebe tier- und umweltfreundlicher produzieren als Kapitalgesellschaften.
Beide haben als Unternehmer genau ein Ziel:
Erzielen von Gewinn.
Ob wir als Großbetrieb ein Hektar Weizen anbauen oder unser Nachbar mit "nur" 250ha Gesamtfläche macht in der Bestandesführung, also dem Einsatz von Technik, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, keinen Unterschied.
Ob der Nachbar eine Mastanlage mit zwei Ställen zu je 30.000 Hühner betreibe oder ob auf dem Gelände acht Ställe stehen macht keinen Unterschied: die Ställe werden als fertige Einheiten gekauft und können beliebig oft nebeneinander gesetzt werden.
Man sogar eher sagen das flächenstarke, finanzkräftige Betriebe tendenziell umweltfreundlicher Produzieren als kleinere Betriebe die aufgrund der schlechten Rentabilität jeden Euro dreimal umdrehen müssen:
Nur wenn der Betrieb die Technik auslasten kann lohnen sich sehr teure Investitionen in umweltschonende Technik: Einzeldüsenschaltung an der Spritze, pneumatische Düngersteuer, teilflächenspezifische Bewirtschaftung usw usw kosten in der Anschaffung etliche hunderttausend Euro
das kann sich ein kleiner Betrieb schlicht nicht leisten.
Auch ist die optimale Bestandesbetreuung im klassischen Gemischtbetrieb nicht möglich.
Ist der Betrieb groß genug gibt es einen Pflanzenbauleiter der sich den lieben langen Tag lang nur um das Grünzeug da draußen kümmert.
Bei den Tieren das gleiche: Bayern kämpft seit Jahren für Ausnahmegenehmigungen für die Anbindehaltung. Käme der Zwang zum Laufstall (für die Tiere sehr wünschenswert) würden viele kleine und kleinste Milchviehhalter sofort aufgeben weil ein neuer Stall sich für sie nicht rechnet.
Größere Betriebe (auch in Süddeutschen Maßstäben) haben schon seit Jahrzehnten Laufställe.
Hier höhere Umwelt und Tierschutzvorgaben durchsetzen zu können, ohne das die Landwirtschaft gänzlich zu Grunde geht ist aus meiner Sicht nur dann möglich wenn zeitgleich die Einfuhr von Produkten die nicht nach unseren Vorschriften produziert wurden verboten wird.
Das würde aber die Lebensmittel in Deutschland stark verteuern
und hier regt man sich ja schon auf wen die Butter vor Weihnachten ein paar Cent teuer wird...
Beide haben als Unternehmer genau ein Ziel:
Erzielen von Gewinn.
Ob wir als Großbetrieb ein Hektar Weizen anbauen oder unser Nachbar mit "nur" 250ha Gesamtfläche macht in der Bestandesführung, also dem Einsatz von Technik, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, keinen Unterschied.
Ob der Nachbar eine Mastanlage mit zwei Ställen zu je 30.000 Hühner betreibe oder ob auf dem Gelände acht Ställe stehen macht keinen Unterschied: die Ställe werden als fertige Einheiten gekauft und können beliebig oft nebeneinander gesetzt werden.
Man sogar eher sagen das flächenstarke, finanzkräftige Betriebe tendenziell umweltfreundlicher Produzieren als kleinere Betriebe die aufgrund der schlechten Rentabilität jeden Euro dreimal umdrehen müssen:
Nur wenn der Betrieb die Technik auslasten kann lohnen sich sehr teure Investitionen in umweltschonende Technik: Einzeldüsenschaltung an der Spritze, pneumatische Düngersteuer, teilflächenspezifische Bewirtschaftung usw usw kosten in der Anschaffung etliche hunderttausend Euro
das kann sich ein kleiner Betrieb schlicht nicht leisten.
Auch ist die optimale Bestandesbetreuung im klassischen Gemischtbetrieb nicht möglich.
Ist der Betrieb groß genug gibt es einen Pflanzenbauleiter der sich den lieben langen Tag lang nur um das Grünzeug da draußen kümmert.
Bei den Tieren das gleiche: Bayern kämpft seit Jahren für Ausnahmegenehmigungen für die Anbindehaltung. Käme der Zwang zum Laufstall (für die Tiere sehr wünschenswert) würden viele kleine und kleinste Milchviehhalter sofort aufgeben weil ein neuer Stall sich für sie nicht rechnet.
Größere Betriebe (auch in Süddeutschen Maßstäben) haben schon seit Jahrzehnten Laufställe.
Hier höhere Umwelt und Tierschutzvorgaben durchsetzen zu können, ohne das die Landwirtschaft gänzlich zu Grunde geht ist aus meiner Sicht nur dann möglich wenn zeitgleich die Einfuhr von Produkten die nicht nach unseren Vorschriften produziert wurden verboten wird.
Das würde aber die Lebensmittel in Deutschland stark verteuern
und hier regt man sich ja schon auf wen die Butter vor Weihnachten ein paar Cent teuer wird...