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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 18. Jan 2020, 10:22
von Küstenharry
Rohana hat geschrieben: Fr 17. Jan 2020, 20:50
"Darum muss es in Zukunft heißen: Auf fruchtbarem Boden wird nur noch Nahrung für Menschen angebaut. Tierfutter oder Energie gewinnen wir von Wiesen und Weiden, aus Reststoffen und Abfällen. "
Jaaaa. Weil Menschen auch so gerne Kleegras futtern... oder Ackerbohnen... oder Erbsen

vielleicht Soja.
Ja und genau so wird es in der Zukunft sein, dank Klimawandel, klimaschädlicher Massentierproduktion, industrieller Landwirtschaft und Dürresommern.
gerade aus der zeitung:
Pflanzliche Eiweisprodukte werden knapp, für steigende Nachfrage nach Fleischersatzprodukten. Vegane Burger etc.
Absatz und Produktion werden sich vervielfachen.
Hier in der Region baut man daher wieder vermehrt Ackerbohnen an.
Mal sehen, ob ich die neue Genossenschaft finde.
da
https://www.landundforst.de/landwirtsch ... uen-560962
Fleisch muss wieder 20 ,- das Kilo kosten und darf nur einaml pro Woche auf den Teller.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 18. Jan 2020, 17:00
von Rohana
emil17 hat geschrieben: Sa 18. Jan 2020, 07:46
Da werden dauernd zwei Sachen vermischt:
a) die Ver(sch)wendung hochwertigsten Ackerbodens zur Futtererzeugung für Massentierhaltung oder Biospritproduktion;
b) die Tatsache, dass auf riesigen Flächen menschliche Nahrung nur über Viehhaltung, also Milch- und Graswirtschaft, erzeugt werden kann, weil Klima und Relief nichts anderes zulassen.
Grade wenn organische und mineralische Dünger einge"spart" werden sollen, sind Leguminosen wichtig, auch im Hinblick auf weite und abwechslungsreiche Fruchtfolgen. Das zwanghaft in einen Rahmen für "nur zur menschlichen Ernährung" pressen zu wollen ist Unfug - genauso wie die Annahme dass alles was Weizen ist von Menschen gegessen werden sollte und an Tiere veschwendet wäre...
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 18. Jan 2020, 18:14
von Benutzer 72 gelöscht
Rohana hat geschrieben: Sa 18. Jan 2020, 17:00Das zwanghaft in einen Rahmen für "nur zur menschlichen Ernährung" pressen zu wollen ist Unfug....
Zwanghaftes "In-einen-Rahmen-pressen-Wollen" ist immer Unfug.
Z.B. zu behaupten, nur Landwirte können "uns" ernähren - ursprünglich hat sich der Mensch anders ernährt, als Selbstversorger z.B.
Und wir essen sehr viel Bohnen (Trockenbohnen, also die Kerne), Linsen, Kichererbsen, Erbsen - ist fast alle Tage gemeinsam mit Gemüse und Getreide unsere Hauptnahrung.
Nein, wir sind keine Veganer und Soja essen wir eigentlich gar nicht.
Weizen auch nur selten - als "Sonntagsfrühstück" gibt es Brötchen, im Alltag ist es der Roggen
Ich denke, man sollte maßhalten........
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 18. Jan 2020, 21:32
von Rohana
Dann schau halt mal auf die Herkünfte, Ina.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 18. Jan 2020, 22:43
von strega
Rohana hat geschrieben: Sa 18. Jan 2020, 21:32
Dann schau halt mal auf die Herkünfte, Ina.
Was meinste damit? Dass eh fast alles aus China kommt, was im Supermarkt landet, vom Knoblauch bis zur Kichererbse?
Ja mei, in Italien kommt fast aller Knoblauch bekannter Lebensmittelketten aus China, italienischer Knoblauch ist nicht mehr gefragt, obwohl es den auch in Hülle und Fülle gibt
.... bei den Leguminosen interessierts mich nicht mehr, was woher kommt.... fühl mich wesentlich besser dabei
Also, in Sachen Leguminosen bin ich fast autark, zum Glück

Linsen muss ich ja nicht essen wenn ich sie nicht selbst hab
Es könnt einfach sein, wenns nur zweimal im Monat Fleisch gibt bei allen und alle sonst halt auch irgendwie weg kommen vom völlig entarteten Lebensstil, sofern er entartet ist, also jeden Tag Fleisch bis zum Abwinken und Getreide ständig schon ab Frühstück...........................................................
und überfressen in jeder Hinsicht sind eh fast alle in den Industrienationen
Hab das bei Renè Gräber gelesen vor Kurzem....:
https://www.gesund-heilfasten.de/blog/b ... 60-ernten/
wenn das echt so ist, dann wird eh bald alles anders

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 18. Jan 2020, 23:07
von Taraxacum
Getreide ständig schon ab Frühstück.
Was soll man denn deiner Meinung nach dann essen, wenn kein Fleisch und nun auch kein Getreide

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 18. Jan 2020, 23:15
von Rohana
strega hat geschrieben: Sa 18. Jan 2020, 22:43
.... bei den Leguminosen interessierts mich nicht mehr, was woher kommt.... fühl mich wesentlich besser dabei
Da denken wohl die meisten so. Ist halt bissl für'n Arsch wenn man uns vorschreiben will was bei uns zu wachsen hat, aber es nicht ausreichend/keinen "gebilligten" Markt dafür gibt.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 18. Jan 2020, 23:43
von Benutzer 4754 gelöscht
Taraxacum hat geschrieben: Sa 18. Jan 2020, 23:07
Getreide ständig schon ab Frühstück.
Was soll man denn deiner Meinung nach dann essen, wenn kein Fleisch und nun auch kein Getreide
Kartoffeln. Kartoffeln. Kartoffeln.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 19. Jan 2020, 09:23
von Taraxacum
Da hat das

gefehlt.
Zum Thema täglich Fleisch. Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Wenn wir ein en schönen Hahn schlachten haben wir an 4 Tage Fleisch zu essen Tag!: Keulen und Brust, Tag2: Frikassee aus denm restlichen Fleisch, Tag3: aus den Innereien eine Art Ragout, Tag4: aus der Karkasse eine kräftige Brühe, wahlweise als Gemüse- oder als Nudelsuppe. Übrig bleiben Federn (kompost), Füße, Kopf und Gedärm. Soll ich unsere Familie jetzt verdammen, weil wir an 4 Tagen hintereinander Fleisch hatten?
Wer Fleisch nur in Schnitzel, Kotlett und Braten denk, denkt viel zu kurz. Wenn von einem Tier alles, was möglich ist, auch gegessen wird, ist es für mich ok, jeden Tag Fleisch zu essen aber unser wohlstandsverwöhntes Volk will halt nur die edlen Teile, der Rest wird zBsp. nach Afrika exportiert und ruiniert die dortigen Viehbauern. Und das ist nur ein Beispiel. Wenn sich etwas ändern soll, darf es so etwas subventioniert nicht mehr geben, nicht nur für landwirtschaftliche Produkte. Wundern, dass die Menschen an unseren Grenzen stehen, aber deren Lebensgrundlage kaputtmachen. Sorry, da muss man ansetzen. Und da sehe ich nicht nur den Verbraucher in der Pflicht sondern vor allem das Kapital.
Wenn hier bei uns die Sachen erzeugt werden, nach unseren Gesetzen und Normen, muss das für alle eingeführten Produkte ebenfalls gelten. Egal, ob Strom, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Bekleidung und Rohstoffe. Dann lohnt es nicht mehr, die Sachen mehrfach um den Erdball zu schippern um den nächsten Verarbeitungsschritt noch billiger zu bekommen. Das wäre fair für alle. Und nicht zu vergessen wir werden einfach zu viele, die Ressourcen verbrauchen (wollen). Das geht nicht auf der vorhandenen Fläche mit traditionellen Mitteln. Schon allein der Gedanke, die Berliner oder Münchner müssten/sollten alle ein Feld/Garten bewirtschaften um sich ihre Nahrung selber zu erzeugen. Wo denn bitte. Wir hier, die die Möglichkeit dazu haben ok aber es reicht leider auch nur für uns gerade so aus. Und was essen dann die anderen?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 19. Jan 2020, 11:30
von Rati
Wildmohn hat geschrieben: Fr 17. Jan 2020, 21:02
Also, wenn ich da an die vielen Bauern denke, die momentan mit ihren Traktoren in Berlin einreiten, um gegen die Sanktionen der Bundesregierung zu protestieren, weil deren Zukunft durch Dünge- und Pestizideinschränkungen gefährdet sei, dann muss ich erkennen, dass diese Zunft im Vorgestern agiert und in keinster Weise an das Morgen denkt.
Fremdschämen ist da in meinen Augen der treffende Begriff...
Oh sicher denken die an Morgen,und gerade deshalb haben sie ja Angst um ihre Höfe.
Fremdschämen würde ich mich eher für Klöckner und Co.
ihno hat geschrieben: Sa 18. Jan 2020, 08:22
Unsere Klöckner ( keine Ahnung für was die gerade Ministerin ist ) hat auf der Grünen Woche gesagt. Wir müssen die Produktion der Landwirtschaft bis zum Jahre 2050 um 70 % steigern. Das geht nicht mit Bauernhofromantik. Zitat Ende
dieses herunterleiern des ewigen Steigerungsmatrats ist bezeichnend für den Blödsinn der da von Großkonzernen in die Ohren der Politiker geflüstert wird.
Ich war gestern auf der Demo in Berlin und eines wurde da ganz oft betont.
Wir wollen keine Spaltung in gute und böse Bauern, zwischen konvi. und bio. Wir brauchen Zusammenarbeit auf Ackerebene, an der Einkaufstheke und auf der Strasse… an der Basis. Wir brauchen Förderung von Qualität statt Quantität und wir brauchen regionale Vermarktungsnetze statt Massenexport.
Die Bauern welche gestern mit ihren Treckern in Berlin waren haben Wege gefunden etwas anders zu probieren (und es waren nicht nur Biobauern dabei!) und sind bereit weiter zu machen.
Wer erzogen werden muss sind die Großkonzerne, die Einzelhandelsriesen und die Gläubigen der ewigen Wachstumsspirale.
Grüße Rati