Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Benutzer 146 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2591

Beitrag von Benutzer 146 gelöscht »

Oelkanne hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 10:34 Aus deiner Sicht ist die Landwirtschaft alleine Schuld am (noch nicht bewiesenen) Insekten-Rückgang:
Alleine die on-Shore Windkraftanlagen in DE zermalmen jeden Tag 6.000.000.000 Insekten, das summiert sich im Jahr auf 1.200.000kg Insektenbiomasse,
diese Aussage hat mich doch überrascht. Sie bezieht sich auf eine derzeit kontrovers diskutierte DLR-Studie, die allerdings, so wie ich das verstehe, eine theoretische Modellrechnung ist, ohne empirische Daten bzgl. der Schlussfolgerung.
https://www.tagesschau.de/inland/windkr ... n-101.html
Jedenfalls sind mir noch keine Insektenverkrusteten WKA-Rotorblätter aufgefallen(und ich sehe leider täglich Viele davon), bzw. Putzkolonnen, die WKA-Rotorblätter davon befreien :hmm:
Nach der Studie müsste pro Windrad nämlich jährlich über 40kg Insekten an den Flügeln kleben - das würde man SEHEN!
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2592

Beitrag von Rohana »

40kg auf ein son Riesenflügeldings verteilt, meinst du wirklich dass man das sieht? Ich mein, ich sehe die Flügel nicht aus nächster Nähe, nur ab und zu begegnet mir einer beim Transport und dann bin ich ganz :platt: :schaf_1:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2593

Beitrag von Manfred »

Alexander Klümper (einer der umtriebigsten und kompetentesten Direktsaat-Pioniere in Deutschland) zum Thema Glyphosat:

https://www.youtube.com/watch?v=OYyvRuNO0n8

Dass es in D auf vielen Standorten wegen Wasser- und Wärmemangel nicht gelingt, ausreichend Zwischenfrucht-Biomasse für das Roller-Crimper-Verfahren (also die Unkrautunterdrückung durch eine dicke Mulchdecke) zu erreichen, macht No-Till-Direktsaatmethoden mit reduziertem Herbizideinsatz extrem schwierig. Es droht die Rückkehr zur mechanischen Bodenbearbeitung, einem der Hauptübel der menschlichen Zivilisation.
Benutzer 146 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2594

Beitrag von Benutzer 146 gelöscht »

Rohana hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 09:37 40kg auf ein son Riesenflügeldings verteilt, meinst du wirklich dass man das sieht? Ich mein, ich sehe die Flügel nicht aus nächster Nähe, nur ab und zu begegnet mir einer beim Transport und dann bin ich ganz :platt: :schaf_1:
wenn, dann wäre ja nur die Vorderkante der Flügel, und auch nur ca. die äußere Hälfte betroffen, weil nur dort die Geschwindigkeit hoch genug ist.
Nach den Zahlen von Oelkanne wären es 200000 Insekten pro Windrad und Tag, - und die Rotorblätter sind WEISS....
Benutzer 146 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2595

Beitrag von Benutzer 146 gelöscht »

ich kenne die Studie selbst nicht, aber laut verlinktem Artikel wird die Gesamtfläche der Rotorblätter aller Windräder zugrunde gelegt, was ich schon mal für einen systematischen Fehler halte, weil -
1. nur an der Vorderkante Kollisionen möglich sind (die Blätter sind ja gezielt auf optimal laminare Strömung hin ausgelegt, im Gegnsatz z.B. zu einer Auto-Frontscheibe).
2. nur im äußeren Bereich der Rotorblätter so hohe Relativgeschwindigkeiten bestehen, dass Insekten zu Schaden kommen.

Mir ist diese Studie suspekt, wenn der Bericht darüber zutrifft.
Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2596

Beitrag von Rati »

Das Windräder ein Problem für die Population bestimmte Vogelarten darstellen könnten ist bekannt, die Hauptflughöhe von Insekten allerdings nicht im Bereich der Flügel, daher würde ich dieser Aussage auch keinen Glauben schenken.

Güße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2597

Beitrag von Manfred »

Dass Insekten und Fledermäuse nicht hauptsächlich durch Kollision mit den Flügeln, sondern durch die entstehenden starken Druckgefälle in der umgebenden Luft getötet werden, habt ihr schon verstanden?
(Abgesehen davon klatschen auch viele Insekten an die Flügel. Diese haben deshalb spezielle Beschichtungen, die das Anhaften minimieren.)

Und auch dass es nicht hauptsächlich um die paar Windräder geht, die aktuell stehen, sondern um die Massen an Winderädern, die noch zusätzliche errichtet werden müssten, um die 46.000 kWh, die ein Deutscher im Schnitt an Primärenergie bracht, zu ersetzen? Aktuell wird ja nur ein Bruchteil der elektrischen Energie regenerativ erzeugt. Diese macht aber wiederum nur einen Bruchteil des Gesamtbedarfs an Energie aus.

Auch das mit der "Hauptflughöhe" ist quatsch. Selbstverständlich befinden sich die Rotoren im Bereich der Flughöhe spezifischer Insektenarten. Dass "die Insekten" nicht nur aus Honigbienen und einem Teil der Tagschmetterlinge bestehen, scheint für manche "Naturschützer" schwer verständlich.
Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2598

Beitrag von Rati »

ach Manfred,
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:35 Dass Insekten und Fledermäuse nicht hauptsächlich durch Kollision mit den Flügeln, sondern durch die entstehenden starken Druckgefälle in der umgebenden Luft getötet werden, habt ihr schon verstanden?
na sicher , also zumindest was mich betrifft.
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:35 Auch das mit der "Hauptflughöhe" ist quatsch. Selbstverständlich befinden sich die Rotoren im Bereich der Flughöhe spezifischer Insektenarten
eben, spezifische vielleicht zu bestimmten Zeiten ihres Lebensabschnitts, aber nicht so:
oelkanne hat geschrieben:Aus deiner Sicht ist die Landwirtschaft alleine Schuld am (noch nicht bewiesenen) Insekten-Rückgang:
Alleine die on-Shore Windkraftanlagen in DE zermalmen jeden Tag 6.000.000.000 Insekten, das summiert sich im Jahr auf 1.200.000kg Insektenbiomasse,
Und die Frage.. auch was die Vogelschlagzahlen angeht, ist: Wären diese Windradopfer ein Problem für die Populationen der Tiere wenn diese nicht duch sehr viele andere negative Einflüsse unserer ignoranten modernen Lebensart (ohne Aufschlüsselung in Landwirtschaft Wirtschaft und Verkehr) nicht schon unter starkem Druck ständen?
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:35 scheint für manche "Naturschützer" schwer verständlich.
diese Zusammenhänge scheinen für manche "Naturschutzfeinde" schwer verständlich. :aeh:

Grüße Rati
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Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2599

Beitrag von Rati »

Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:35 Dass "die Insekten" nicht nur aus Honigbienen und einem Teil der Tagschmetterlinge bestehen, scheint für manche "Naturschützer" schwer verständlich.
Übrigens, die Hoingbiene litt eher unter einem Imkersterben, aber sie eignet sich sehr gut als Aushängeschild für all die anderen Bienearten welche wirklich ein ernsthaftes Problem haben.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2600

Beitrag von Manfred »

Rati hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:53 ]Übrigens, die Hoingbiene litt eher unter einem Imkersterben, aber sie eignet sich sehr gut als Aushängeschild für all die anderen Bienearten welche wirklich ein ernsthaftes Problem haben.
Die Honigbiene litt nie unter einem Imkersterben, sondern hat weltweit starke Zuwächse verzeichnet.
Es freut mich, dass du verstanden hast, dass die Honigbienen nie das Problem waren und es auch weiter nicht sind.
Das hindert die Herrschaften "Naturschützer" aber nicht daran, sie für ihre Kampagnen zu missbrauchen.
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