Seite 259 von 535

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 30. Okt 2019, 18:08
von emil17
Rohana hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 14:07 Der Grundtenor ist halt doch "Chemie ist böse"
Lies einmal "The silent spring" von Rachel Carson und du weisst warum.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 30. Okt 2019, 18:45
von Benutzer 4754 gelöscht
emil17 hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 18:08
Rohana hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 14:07 Der Grundtenor ist halt doch "Chemie ist böse"
Lies einmal "The silent spring" von Rachel Carson und du weisst warum.
Nicht alles was hinkt ist ein vergleich.
Das Buch ist nun 57 Jahre alt, alle dort beschrieben Techniken und Wirkstoffe gibt es hier nicht mehr.
Die Wirkstoffe die auf Aldrin, Chlordan, Heptachlor, Dieldrin & co folgten sind deutlich ausreifter, wirken spezifischer und sind in der Toxizität gegenüber nicht-ziel Organismen nicht zu vergleichen.
in den 1940er bis 60er Jahren gab es praktisch keine Vorschriften zur Zulassung von PSM die in Wirkstoff verhindert haben, ebenso waren Anwendungsbeschränkungen ein Fremdwort.

Heute braucht es zur Entwicklung eines neuen Wirkstoffes etwa 10 Jahre,
hat dann die Industrie eine Wirkstoff gefunden muss sie einen Antrag stellen und dann wird dieser Wirkstoff 5 Jahre lang von den diversen Zulassungsbehörden geprüft.
Ist der Wirkstoff zugelassen kann die Firma daraus ein Produkt herstellen und dann für dieses Produkt eine Zulassung beantragen, hierbei muss jede Kultur und jeder Schadererreger extra beantragt werden.
wird diesem Antrag stattgegeben ist das mittel für 10 Jahre zugelassen.

Außer es gibt neue Erkenntnisse und die EU oder das BVL entzieht die Zulassung für das Mittel oder den Wirkstoff, dann war alles für die Katz.
Je nach dem wie die EU oder das BVL die Gefahr einschätzt gibt es vom sofortigen Verbot bis zur zwei jährigen Aufbrauchsfrist alles.


Ja, emil
du wirst nun schreiben "alles heißes bla blubb", wir seien blind und blöd außerdem seien wir ja von der Industrie gekauft und wollen das immer alles beim alten bleibt.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 30. Okt 2019, 19:00
von Benutzer 4754 gelöscht
Auf meinen Vorschlag das du dir einen Betrieb kaufst (bei einem mittleren Betrieb wäre das nur eine Summe von etwa 10.000.000€, das wäre für dich ja ein klacks), bist du nicht näher eingegangen.

Als halblebige Alternative könnte ich dir anbieten das du eine Stelle als Betriebsleiter annimmst.
Durch dein großes umfangreiches Wissen auf dem Gebiet der Landwirtschaft wird der Betrieb mit Sicherheit zu einem der Vorzeigebetriebe schlecht hin aufsteigen.
https://de.indeed.com/Jobs?q=Betriebsle ... f97ed0e4d1
https://de.indeed.com/Jobs?q=Betriebsle ... af9d0e670f
https://de.indeed.com/Jobs?q=Betriebsle ... 17b53802b6
https://de.indeed.com/Jobs?q=Betriebsle ... df24df4493

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 30. Okt 2019, 21:25
von Benutzer 72 gelöscht
Oelkanne hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 19:00Auf meinen Vorschlag das du dir einen Betrieb kaufst (bei einem mittleren Betrieb wäre das nur eine Summe von etwa 10.000.000€, das wäre für dich ja ein klacks), bist du nicht näher eingegangen.
Mir hast du den Vorschlag nicht gemacht, aber ...
Wir überlegen schon länger, das zu tun und haben es auch teilweise getan, na gut - keine Hof, nur ein Grundstück...

Ich hab da gefragt, wer Landwirt ist: ein Städter, der sich verschuldet, um einen Hof zu kaufen oder ein Bauer, der seinen Grund verpachtet und davon lebt - hm?
Magst du mir antworten?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 30. Okt 2019, 21:35
von Rohana
Landwirt ist der, der das Land bewirtschaftet... da steckt "Wirtschaft" drin, die über Selbstversorgung hinaus geht.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 30. Okt 2019, 21:44
von emil17
1. Das Buch von Carson ist zwar älter, aber leider immer noch aktuell - vor allem was den Umgang der Behörden und der einflussreichen Agroindustrie mit besorgten Bürgern angeht.
Neue Mittel sind effizienter und abbaubarer, aber eben auch nicht fehlerlos und unproblematisch. Wer das abstreitet, ("die Vorschriften sind streng und folglich ist alles gut") muss sich schon den Vorwurf gefallen lassen, von der Industrie gekauft worden zu sein.
2. "Als halblebige Alternative könnte ich dir anbieten das du eine Stelle als Betriebsleiter annimmst."
Man provoziert ein bisschen. Keine Argumente auf Sachebene mehr?
Falls du es noch nicht gemerkt haben solltest: Mich interessieren vor allem die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt. Dazu muss man nicht Betriebsleiter sein.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 31. Okt 2019, 09:03
von Rati
Heute läuft die Verhandlung der Klage dreier Bauernfamilen + Greenpeace gegen die unzureichende Klimapolitik der Regierung. Mal sehen was die Justiz dazu sagt.
Nicht das plötzlich alles anders werden würde, aber das die Klage berechtigt ist wäre ein gutes Ergebniss.

Grüße Rati

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 31. Okt 2019, 09:35
von Rohana
Halte ich ehrlich gesagt für sehr vermessen. Nichts was Deutschland allein tun kann, hält den Klimawandel auf. Wenn "wir sehen uns in unserer Existenz gefährdet" ein Klagegrund ist, haben den nicht nur die Bauern auf Pellworm...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 31. Okt 2019, 09:52
von Benutzer 4754 gelöscht
ina maka hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 21:25
Oelkanne hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 19:00Auf meinen Vorschlag das du dir einen Betrieb kaufst (bei einem mittleren Betrieb wäre das nur eine Summe von etwa 10.000.000€, das wäre für dich ja ein klacks), bist du nicht näher eingegangen.
Mir hast du den Vorschlag nicht gemacht, aber ...
Wir überlegen schon länger, das zu tun und haben es auch teilweise getan, na gut - keine Hof, nur ein Grundstück...

Ich hab da gefragt, wer Landwirt ist: ein Städter, der sich verschuldet, um einen Hof zu kaufen oder ein Bauer, der seinen Grund verpachtet und davon lebt - hm?
Magst du mir antworten?
Es steht jedem frei innerhalb des rechtlichen Rahmens Betriebe zu kaufen/pachten oder sich als Betriebsleiter anstellen zu lassen.

Landwirt ist eine geschützte Berufsbezeichnung, du darfst dich nur Landwirt nennen wenn du die Abschlussprüfungen in diesem Beruf bestanden hast.
Und ja, ich darf mich Landwirt nennen.

Zu deiner Frage:
Beide sind Unternehmer.

Dein Hobby-Garten auf deinem Grundstück unterscheidet sich in sofern von einem landwirtschaftlichen Betrieb, das du keine Gewinnerzielungsabsicht hast,
ein Betrieb muss Gewinn erwirtschaften sonst ist er über kurz oder lang pleite und weg vom Fenster.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 31. Okt 2019, 10:34
von Benutzer 4754 gelöscht
emil17 hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 21:44 1. Das Buch von Carson ist zwar älter, aber leider immer noch aktuell - vor allem was den Umgang der Behörden und der einflussreichen Agroindustrie mit besorgten Bürgern angeht.
Neue Mittel sind effizienter und abbaubarer, aber eben auch nicht fehlerlos und unproblematisch. Wer das abstreitet, ("die Vorschriften sind streng und folglich ist alles gut") muss sich schon den Vorwurf gefallen lassen, von der Industrie gekauft worden zu sein.
2. "Als halblebige Alternative könnte ich dir anbieten das du eine Stelle als Betriebsleiter annimmst."
Man provoziert ein bisschen. Keine Argumente auf Sachebene mehr?
Falls du es noch nicht gemerkt haben solltest: Mich interessieren vor allem die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt. Dazu muss man nicht Betriebsleiter sein.
Zu 1.
Sorge dich mal nicht um den Einfluss von Externen auf Behörden:
der NABU und Greenpeace haben das UBA und das BMU sehr effektiv infiltriert.

Fehlerlos gibt es nicht, aber fehler arm,
es gibt nirgends auf dieser Erde strengere Regeln beim Pflanzenschutz als bei uns in DE, ja auch bei dir in der Schweiz ist es laxer.

2.
Ich provoziere nicht, aber auf meine Aufforderung dir einen Betrieb zu kaufen (im nord-osten von DE gibt es genügend) bist nicht näher eingegangen.
Also, ein alternativ Vorschlag: nimm eine Betriebsleiterstelle an.
Die Argumente auf Sachebene möchtest du doch gar nicht hören :haha: :haha: :haha: :haha:

Schön das dich die Auswirkungen interessieren,
aber dann beobachte sie objektiv und suche nicht immer die Ursache für irgend etwas was dir nicht gefällt in der Landwirtschaft:
Aus deiner Sicht sind allein die Landwirte für jede Wasserbelastung verantwortlich:
Berliner Kläranalgen belaste die Spree so stark das dort ein Badeverbot herscht.

Aus deiner Sicht ist die Landwirtschaft allein schuldiger wenn man PSM-Wirkstoffe in Gewässern findet:
Diuron: ein Deutschland anfang der 2000er die Zulassung als PSM verloren, wird es in steigendem Mase in Fassadenfarben verwendet und mit jedem Regen ausgewaschen
Terbutryn: schon anfang der 90er seine Zulassung als PSM verloren, wird es in steigendem Mase in Fassadenfarben verwendet und mit jedem Regen ausgewaschen
Glyphosat: die deutsche Bahn ist mit 70t Wirkstoff größter Einzelverbraucher. Sie behandelt damit im Jahr etwa 12.000ha Gleisanlagen,
da ergibt 5,833kg/ha Wirkstoff,
das ist das 1,6 fache von dem in der Landwirtschaft maximal zugelassenen.
So ein Schotter-Gleisbett bindet kein Gramm wirkstoff, das wäscht der Regen alles ab...

Aus deiner Sicht ist die Landwirtschaft alleine Schuld am (noch nicht bewiesenen) Insekten-Rückgang:
Alleine die on-Shore Windkraftanlagen in DE zermalmen jeden Tag 6.000.000.000 Insekten, das summiert sich im Jahr auf 1.200.000kg Insektenbiomasse,
der KFZ-Verkehr tut sein übriges.
Jeden Tag werden 70ha landwirtschaftliche Fläche mit Beton und Asphalt versiegelt,
deiner logik nach (die LW ist schuld,je weniger LW desto besser) dürften wir bald vor lauter Insekten die Hand vor Augen nicht mehr sehen...

Jetzt solltest auch du gemerkt haben das du deine Scheuklappen abnehmen und deine Filterblase verlassen solltest.