Die Marktstabilisierung der EU im großen Stil ist ein alter Hut, man hat sie schlicht weg weitgehend abgeschafft. Selbst die summe von 103 Millionen ist ein Witz gesehen am gesamten Produktionsvolumen.emil17 hat geschrieben:Es gibt kein Land in Europa, das unabhängig ist im Sinne von "wir brauchen nichts von unseren Nachbarn und konsumieren unsere Erzeugnisse selber."Manfred hat geschrieben:
Das ist die falsche Frage.
Die richtige Frage ist, ob es schlau ist, die geringe Eigenproduktion, die man noch hat, auch noch aufzugeben, zugunsten aktuell billig erscheinender (da guckt ja seltsamer Weise niemand auf ökologische, soziale und volkswirtschaftliche Folgewirkungen) Importe, und sich so vollständig abhängig zu machen.
Ohne fossile Energie funktioniert sehr bald gar nichts mehr, deshalb ist Nahrungsmittelautarkie ein Witz - oder ein Schlagwort, um die hohen Subventionen für inländische Produktion zu rechtfertigen. Deutschland könnte sehr wohl ohne Erdölimporte weiter vorankommen.
Dazu muss man "nur" im Rheinischen Revier und in der Lausitzt die Bagger wieder anwerfen. Die Kohle hält 300 Jahre bis dahin wird man die Autarkie nicht mehr brauchen. Bei euch schweizern sieht das schwer aus, das bischen Wald ist schnell verheizt, Öl und Gas gibt es nicht.
Zudem ist Deutschland Exportmeister der EU, da ist es etwas eigenartig, einfach mal gegen Exporte zu sein. Wer exportiert, muss auch importieren - der Fairness und der Zahlungsbilanz wegen.
Abgesehen davon ist die Behauptung, "die geringe Eigenproduktion, die man noch hat" schlicht falsch. Die EU kauft jedes Jahr für Hunderte Millionen Landwirtschaftsprodukte auf, um die Preise zu stützen:... dasselbe mit Fleisch, das vorher ebenfalls mit vielen Subventionen produziert worden ist. Immerhin fliessen über 40% des gesamten EU-Haushalts in den Agrarsektor.Weil die Bauern zu viel Milch produziert haben, sind die sprichwörtlichen Butter- und Milchpulverberge der EU stark gewachsen. 2016 haben die Behörden in Deutschland für 103,2 Millionen Euro vor allem Milchprodukte aufgekauft und eingelagert, wie das Bundesagrarministerium auf eine Frage des grünen Bundestagsabgeordneten Friedrich Ostendorff geantwortet hat. (taz vom 23.7.2017)
In deutschalnd wurde 2018 Milch im Wert von 11.620.000.000€ erzeugt.
Also haben die Behörden 0,9% der Produktion gekauft ...
also praktisch nichts...


