Wölfe

DerElch

Re: Wölfe

#211

Beitrag von DerElch »

Mag sein das die Tiere aus osteuropäischen Populationen sind,da deutsche Wölfe ausgerottet wurden,wäre es erstaunlich wenn sie plötzlich wieder durch die Wälder streiffen wuerden.
Und bloss weil der Mensch sie ausgerottet hat,duerfen ihre östlichen Nachbarrudel D nicht betreten?
Du fuehrst Wild ect auch auf...aber nunmal im Ernst...WAS soll der Wolf den nun fressen damit er keinem ans Bein pinkelt??Egal ob Jäger oder Nutztierhalter,es lässt sich immer einer finden der hier ruft.

Im Baltikum,Russland,Schweden gibt es auch Wölfe...aber sie sind bei den Menschen nicht ein solches Dauerthema,wie wenn in D oder der CH sich einer blicken lässt..da wird gleich abschuss geschrien.Und das Argument mit,es hat dort mehr Platz lasse ich da nicht gelten,da zb in Teilen Rumäniens und/oder Polen Wölfe durchaus auch durch die Städte wandern,ohne gross aufsehen zu erregen.(Die meisten werden fuer herrenlose Hunde gehalten)

Und meiner treu..wenn das die schlimmste verschwendung von Steuergeldern ist :lol:
Bhanta

Re: Wölfe

#212

Beitrag von Bhanta »

Bei uns in der Nachbarschaft haben wir z.B. im riesigen Thap Lan Forest (upland rainforest) etwa 350 neue (junge) Indochina-Tiger (Forscher meinen, dass dort allein mehr dieser Grosskatzen leben, als in ganz China) und schaetzungsweide 20.000 Flecken-Linsang. In der Regenzeit von Mai-Oktober betritt kaum einer das Gebiet (fast alle Saeugetiere haben dann Junge). Ueber die Tiger brauch ich nichts zu sagen - alle sind zum Glueck happy :) .
Aber natuerlich gibt es auch Ueberfaelle, besonders der kleineren, wie eben dem Linsang: er liebt Gefluegel, aber auch Hunde und Katzen. Groessere Tiere erlegt er, indem er sie umreisst und solange beisst, bis diese tot sind, kleinere Saeuger und Voegel erlegt er mit einem gezielten Biss in den Nacken. Der Tiger dagegen haelt sich von den Menschen im allgemeinen fern- einen toedlichen Unfall hat es vor 6 Jahren das letzte Mal gegeben. Wenn sein Umfeld, sein Wald wieder waechst, bleibt er auch dort. Die einzige Vorsichtsmassnahme, die hier zum Einsatz kommt, ist die Erhaltung und sukzessive Erweiterung der Lebensraeume auf das Niveau von vor 200 Jahren. LG, Bhanta.
DerElch

Re: Wölfe

#213

Beitrag von DerElch »

:daumen: bhanta

Ja ich denke auch...der mensch soll sich integrieren und nicht dauernd anderen seine spielregeln aufdruecken wollen.Im uebertragenen Sinne ist das nichts anderes als was damals die Entdecker in Amerika mit den Natives gemacht haben...bloss dort erkennt mittlerweile jeder an,dass das mehr wie anmassend war.

Der mensch ist nicht die krone der schöpfung...
DerElch

Re: Wölfe

#215

Beitrag von DerElch »

:hmm: ich will ja nicht motzen..der artikel ist auf den ersten blick positiv...hm aber das (selbst) jungwölfe nicht mitbekommen wenn sich ihnen jemand nähert....noch dazu mit hunden im schlepptau...diese dann wegbringen kann und dann wiederum unbemerkt zurueckkommt und fotos macht :aeh: Entweder die sind krank oder schlafen den ewigen schlaf.
Manfred

Re: Wölfe

#216

Beitrag von Manfred »

Nö. Die Dösen nur. Bei Jungfüchsen, Kälbern und anderen Jungtieren kommt das auch vor, wenn sie vom Spielen richtig schön ausgepowert sind und den Schlaf der Seeligen schlafen. :)
Thomas Mueller

Re: Wölfe

#217

Beitrag von Thomas Mueller »

Hallo!
Ist doch schoen, wenn die Woelfe wieder zurueckkommen, zumindest vereinzelt.
Sorgen braucht man sich deswegen nicht!
Erstens wird eine hohe Wolfsdichte sowieso nicht zugelassen.
Zweitens sind Woelfe fuer Menschen so gut wie ungefaehrlich.
Drittens bekommt man Woelfe, selbst wenn man sie in Anblick bekommen will, so gut wie unmoeglich zu Gesicht.
Und viertens wird man, selbst wenn man Tierverluste durch Woelfe erleidet, dann so gut entschaedigt, dass man hinterher besser dasteht als zuvor.
Also, keine Sorgen machen!
Ich habe viele Jahre in Wolfsgebieten gewohnt (www.thomas-edmund-mueller.com) und ueber 15 Jahre zwei Woelfe in Ansicht bekommen.
Freuen Sie sich wenn Sie mal einen Wolf sehen!
Im Uebrigen, ein Wolf sieht nicht viel anders aus als ein Schaeferhund...
Liebe Gruesse!
Thomas Mueller
Thomas Mueller

Re: Wölfe

#218

Beitrag von Thomas Mueller »

Letzte Nacht haben die Woelfe wieder geheult.

Es ist schon etwas Besonderes, dieses langgezogene, helle Heulen... Ich moechte fast sagen, es gehoert einfach zur Wildnis dazu.
Und ich moechte es auf keinen Fall missen.

Allerdings wagen sich die Woelfe in der Regel nicht an bewohnte Anwesen heran - sie sind sehr vorsichtig.
Sie reissen nur Farmtiere, die sich weiter draussen befinden.

Trotzdem: Auch wenn man die Woelfe selbst nur sehr selten in Anblick bekommt,
es ist doch schoen zu wissen, dass sie da sind! - und uns ihr Heulen die herrliche Wildnis ganz nahe bringt...
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syldron
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Re: Wölfe

#219

Beitrag von syldron »

Thomas Mueller hat geschrieben: Und viertens wird man, selbst wenn man Tierverluste durch Woelfe erleidet, dann so gut entschaedigt, dass man hinterher besser dasteht als zuvor.
Also, keine Sorgen machen!
Bist du sicher, dass das in Deutschland auch so ist?

Ich wohne ja nun auch in einem Land, in dem es Bären, Luchse und eben auch Wölfe gibt. Letztere sind bei uns direkt aber das geringste Problem, unsere östlichen Nachbarn haben da schon mehr mit zu kämpfen.

Der landwirtschaftlich nutzbare Teil der gesamten Fläche Norwegens liegt bei nur etwa 3%. Da hat man die Weideflächen ausschliesslich zur Erzeugung von Winterfutter für das Vieh genutzt, während die Tiere im Sommer im Wald geweidet haben. Dass diese Form der Viehhaltung zu Konflikten mit Raubtieren führt, dürfte auf der Hand liegen. Es gibt ja auch einen Grund dafür, dass dieses in fast allen stärker besiedelten Gebieten ausgerottet wurde.

Heute sehen vor allem die Leute in den Städten das Ganze etwas anders. Sie wollen wieder Bären und Wölfe in den Wäldern haben, kann ihnen dann ja auch egal sein, sie sind ja nicht davon betroffen. In anderen Regionen, wie zum Beispiel hier bei uns in Richtung schwedischer Grenze, sieht das ganz anders aus. Auch wenn es Entschädigungen gibt, wenn die Leute drei Jahre hintereinander 30% ihrer Tiere an die Bären verfüttert haben, dann hören sie schlicht und ergreifen mit der Viehhaltung auf. Mit Arbeitsplätzen ausserhalb der Landwirtschaft sieht es mau aus, die Leute ziehen weg.

Die Raubtierpolitik ist hier eine Riesensache, die in einigen Regionen ganze Wahlen entscheidet. Noch gibt es nur wenig Raubwild in Deutschland, aber es wird mehr werden. Und dann werden auch die Konflikte stark ansteigen. Unterschätzt das nicht. Recht haben weder die, die sich für den Abschuss aller Wölfe starkmachen, noch die, die meinen, die Wölfe seien kein Problem. Die Antwort liegt wie so oft irgendwo in der Mitte.
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Rallymann
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Re: Wölfe

#220

Beitrag von Rallymann »

Zumindet einen Wolf scheint es in meiner Nachbarschaft auch zu geben. :)

http://www.lz.de/home/nachrichten_aus_l ... ahren.html

Sieht man sich mal ne Verbreitungskarte an, hat man das Gefühl, als wäre unser Olaf umzingelt.
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