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Re: Mehl und seine Qualität
Verfasst: Mo 16. Feb 2026, 15:35
von Zacharias
Rohana hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 08:50
Ich denke, ganz persönlich, dass es allgemein der Gesundheit wesentlich zuträglicher wäre wenn die Bevölkerung mal wieder etwas körperlich arbeiten müsste statt den halben Tag mit der Optimierung der Nahrung unter gesundheitlichen Gesichtspunkten zuzubringen
Die "Arbeit" landet dann in der Muckibude, soviel körperliche Arbeit gibt's nimmer. Aber es würde schon sehr helfen, wenn das sitzende Volk die Kohlehydrate ordentlich zurückschrauben würde.
Re: Mehl und seine Qualität
Verfasst: So 22. Feb 2026, 15:36
von unkrautaufesserin
Wer medizinischen Fachtext lesen kann und sich für Studien und medizinische Forschung interessiert, findet hier
https://www.doccheck.com/de/detail/arti ... lid=174599
einen sehr intrressanten Artikel zu Glutenunverträglichkeit, Zöliakie und Differentialdiagnosen.
Re: Mehl und seine Qualität
Verfasst: So 22. Feb 2026, 16:32
von si001
Ich hatte die Phase 2: Z.-Diagnose serologisch und histologisch mit Bravour bestanden. Seither is´s wie´s is.
Re: Mehl und seine Qualität
Verfasst: So 22. Feb 2026, 16:44
von Zacharias
Interessant. Ich weiß nicht worauf ich reagiere, vertrage Weißmehl bis 550, darüber geht nichts. Gluten ist also kein Problem. Es ist mir auch nicht so wichtig zu wissen, worauf ich genau reagiere, viel wichtiger ist, herausgefunden zu haben, was ich essen kann und was nicht.
Re: Mehl und seine Qualität
Verfasst: So 22. Feb 2026, 17:31
von Rohana
Ganz interessant finde ich diese Einlassung: "Die klinische Präsentation der NZGS hat eine hohe Überlappung mit dem Reizdarmsyndrom. Zudem besteht eine Assoziation mit Angsterkrankungen und Depression. Insgesamt wird die NZGS dem Spektrum der sogenannten Disorders of Gut-Brain Interaction zugeordnet (s. u.)." und wesentlich weiter unten:
"Vor diesem Hintergrund erscheint es zielführender, den Fokus weniger auf die Identifikation eines „schuldigen“ Proteins zu legen, sondern eher mit anderen Taktiken zu versuchen, den Darm der Betroffenen zu beruhigen und die Darm-Hirn-Interaktion zu modulieren. Mögliche Stellschrauben sind hier neben einer individuell angepassten Ernährung auch Stressregulation, achtsamkeitsbasierte Verfahren, kognitiver Verhaltenstherapie und Entspannungsübungen.
Vielen Betroffenen hilft es beispielsweise schon, die Essgeschwindigkeit zu reduzieren." (Hervorhebung durch mich)
Und die Moral von der Geschicht:
"[...] da wissenschaftlichen Erkenntnissen ein großer Markt für glutenfreie Produkte gegenübersteht. Dieser Markt ist für verschiedene Akteure ein starker Motivator, weiterhin konstruierte Gesundheitsrisiken durch Gluten zu propagieren – die letztlich auch die Forschung, sowie die Wahrnehmung der Ärzte und Patienten beeinflussen."
Erschwerend kommt hinzu, dass Ärzte einen gern nicht ernst nehmen. Ich hab jetzt tatsächlich keine Probleme mit Gluten oder ähnlichem, aber schon genug Anlässe gehabt (Neurodermitis...).
Re: Mehl und seine Qualität
Verfasst: So 22. Feb 2026, 19:17
von si001
Naja, wo soll denn das alles hin, was bei der Produktion Saitan und anderen veganen Fertigprodukten übrig bleibt? Man verkauft das Gluten = Weizeneiweiß teuer und den Rest vertickt man mindestens genau so teuer als glutenfreie Produkte. Ist doch ein feines Geschäftsmodell und dazu braucht es genügend Leute, die "kein Gluten vertragen".
Leider ist aber der Nebeneffekt, dass einen niemand mehr erst nimmt, wenn man sagt, man muss streng glutenfrei essen. Der Kellner im Restaurant dreht augenrollend ab und ich bekomme trotzdem ein Eis mit Waffel serviert. Ich kann die Waffel ja rausziehen, wenn ich sie nicht mag... Hey, das geht bei Zöli nicht! (Ich habe es zurückgehen lassen)
Re: Mehl und seine Qualität
Verfasst: So 22. Feb 2026, 21:17
von unkrautaufesserin
Ich hatte eine Klassenkameradin mit Zöliakie, sie hat zwei Jahre neben mir gesessen. Von daher habe ich von Kindheit an ein großes Herz für Leute mit Ernährungseinschränkungen.