Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1781

Ungelesener Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben:Ich weiss ja gar nicht was da passiert ist (du im übrigen auch nicht), ausser dass irgendwer die Geruchsbelästigung als "zuviel" empfindet und das übliche Genörgel über Gülledüngung und Grundwassergefährdung, was ohne jegliche Konkretisierung da steht.
Die Bauern sollen von Anfang 2015 bis Mitte November 2018 in der Gemeinde Murfeld die Luft durch ausgehende Emissionen so verunreinigt haben, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung von Menschen möglich gewesen wäre. Zusätzlich sollen die Beschuldigten gegen das Wasserrechtsgesetz verstoßen haben, denn durch Überdüngung mit Schweinegülle und stickstoffhaltigem Mineraldünger soll eine Verschlechterung des Bodens mit Auswirkung auf das Grundwasser eingetreten sein
wenn das nicht konkret genug ist ... Bis zum Urteil gilt die Unschuldsvermutung, aber ohne konkreten Vorwurf tritt kein Gericht überhaupt auf eine Klage ein.
Rohana hat geschrieben:und mich würd ja interessieren in welcher Konzentration (von was?) durch Gülleausbringung die Luft so verunreinigt wäre, dass es zu einer Gefährdung der menschlichen Gesundheit käme... total schwammige Formulierungen, was soll man da mit anfangen?
Nun, es gibt den Tatbestand der Belästigung, der an sich auch dann ausreicht, wenn es nicht zu medizinisch nachweisbaren akuten Schäden kommt.
Übermässige Auswirkungen von Tätigkeiten eines Nachbarn auf sein Grundstück muss niemand hinnehmen, das umfasst Lärm, Dreck, Gestank. Massgeblich für den Entscheid ist dann, was ein normaler Durchschnittsmensch als unzumutbar auffassen würde, der Richter hat also Ermessensspielraum.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1782

Ungelesener Beitrag von Buchkammer »

Beim Lidl scheint es jetzt Bioland-Produkte zu geben. Letzten November haben sie damit angefangen und wohl nun ihr Angebot erweitert. Die Bioland-Milch werde ich mal probieren - und vielleicht noch das ein oder andere Nahrungsmittel von Bioland. :hmm:

(Falls als Werbung eingestuft, bitte entfernen.)
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1783

Ungelesener Beitrag von Rohana »

Yup, Lidl und Bioland haben eine Kooperation gestartet. Da gibts viel Diskussion drum.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1785

Ungelesener Beitrag von Rohana »

https://www.agrarheute.com/management/a ... ieg-551311

Mal ganz abgesehen vom Milchpreiskrieg (H-Milch aus Tschechien, juhu) find ich das Gesamtpaket dieses Discounters mehr als fragwürdig.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1786

Ungelesener Beitrag von Buchkammer »

Metastudie: Ökolandbau bringt Vorteile für Umwelt‐ und Ressourcenschutz (von weltagrarbericht.de)
Der Ökolandbau bringt vor allem beim Umwelt‐ und Ressourcenschutz deutliche Vorteile gegenüber der konventionellen Landwirtschaft. Zu diesem Ergebnis gelangt eine umfassende Metaanalyse unter Leitung des staatlichen Thünen-Instituts und der Universität Kassel, die am 21. Januar veröffentlicht wurde.
...
„Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Ökolandbau ein hohes Potenzial zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser zu zuschreiben ist“, lautet das Fazit in puncto Gewässerschutz. „Positiv wirkt sich der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel aus. Im Mittel vermindert eine ökologische Bewirtschaftung in den ausgewerteten Untersuchungen die Stickstoffausträge um 28%. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel wird der Eintrag von Wirkstoffen mit einer potenziell hohen Umwelttoxizität unterbunden.“ Auch bei Tierarzneimitteln sei wegen der Produktionsvorschriften für die ökologische Tierhaltung von deutlich geringeren Einträgen auszugehen.
...
Ganz eindeutig punktet der Ökolandbau hingegen bei der Artenvielfalt. Im Mittel lagen die Artenzahlen der Ackerflora um 95% höher, bei den Feldvögeln um 35% und bei blütenbesuchenden Insekten um 23% höher. Zu berücksichtigen sei aber, dass die Landschaftsstruktur einen erheblichen Einfluss auf die Artenvielfalt habe und diese die Effekte der Landnutzung stark überlagern könne. Auch beim Klimaschutz brachte der Ökolandbau positive Effekte, doch die Wissenschaftler differenzierten hier nach Emissionen pro Hektar und pro Tonne. Durch eine höhere Kohlenstoffspeicherungsrate – die Forscher sprechen von einem im Schnitt 10% höheren Gehalt an organischem Bodenkohlenstoff und eine um 256 kg C/Hektar höhere jährliche Kohlenstoffspeicherungsrate – sowie verminderte Lachgasemissionen stießen Ökobetriebe laut Studie im Mittel 1.082 kg weniger CO2‐Äquivalente pro Hektar und Jahr aus.
...
Die Autoren schlussfolgern, dass der ökologische Landbau „einen relevanten Beitrag zur Lösung der umwelt‐ und ressourcenpolitischen Herausforderungen dieser Zeit leisten kann und zu Recht als eine Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Landnutzung“ gelte. „Die Studie zeigt, dass Ökolandbau beim Umwelt- und Ressourcenschutz deutliche und messbare Vorteile bringt“, kommentierte Felix Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft.
Quelle: https://www.weltagrarbericht.de/aktuell ... 33559.html
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1787

Ungelesener Beitrag von Rohana »

"Zu berücksichtigen sei aber, dass die Landschaftsstruktur einen erheblichen Einfluss auf die Artenvielfalt habe und diese die Effekte der Landnutzung stark überlagern könne. "

:oma:
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1788

Ungelesener Beitrag von emil17 »

Hier wäre zu differenzieren:
a) jemand der in einer Agrarwüste bio macht und eine gewaltige prozentuale Steigerung erreicht wenn er statt keinen plötzlich wenige Begeitarten (früher "Unkraut") hat;
b) jemand der in einer ohnehin schon struktur- und artenreichen Landschaft bio macht und deshalb nur einen geringen Förderffekt hat;
c) wie b aber wegen besonderer Kulturmassnahmen sind Arten der roten Listen darunter.

Der langen Rede kurzer Sinn, ohne absolute Zahlen kann man mit Prozentwerten wenig anfangen. Andersrum, je nachdem worauf man die Prozent bezieht kann man sich die Sache schönrechnen.
(An der Börse kannst mehrere hundert Prozent gewinnen, aber höchstens hundert Prozent verlieren, also rechnet sich das ...)

Die konvis sind da natürlich ganz anderer Meinung, denn sie beziehen alle Emissionen nicht auf Fläche sondern auf Erntemengen in Tonnen, weil Menge produzieren das einzige ist, was sie besser können als die anderen.
So hat jeder recht, denn es geht hier in dieser Diskussion schon lange nicht mehr darum zu überlegen, ob man selber etwas noch nicht ganz optimal macht.
Nachdem das "die Konsumenten wollen nur billig und deshalb kann man nichts machen" und "ohne viel Geld geht sowieso nichts" durch Gegenbeispiele widerlegt und somit als nicht absolut und überall und immer richtig dargelegt worden sind, schläft der Faden (siehe auch Bienensterben, das ist das selbe Thema) nun etwas ein.
Schade.
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Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1789

Ungelesener Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

http://www.taz.de/!5569575/

selten so ein Quatsch gelesen
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1790

Ungelesener Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Bist oder warst du nicht an einer landwirtschaftlichen Fachschule??
Dort hast du noch nie einen Quatsch gelesen?

Die Erkenntnis kommt allerdings reichlich spät, denn die Tradition, dass jeder Landwirt seine eigene, angepasste Hofsorte selber vermehrt, ist doch schon so gut wie ausgestorben.

Ich hab es noch erlebt (nicht in Europa) und: ja, sicher!! Es gibt, es ermöglicht eine enorme Unabhängigkeit.....
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