Seite 11 von 12
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Sa 9. Mai 2026, 14:50
von RoterFuchs
Hab ich doch gemacht. Dann sind es keine 10 000€ sondern 15 000€. Denn dann rechne ich ungefähr 120€ pro Stunde *40 Stunden = 4800€. Steht aber oben schon. Es sind aber keine 30 000€.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Sa 9. Mai 2026, 15:03
von Kerstines
Und dann noch die Mehrwertsteuer für alles obendrauf, oder ist die auch schon dabei?
Und ein bißchen Gewinn muß ein Selbständiger ja auch noch machen.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Sa 9. Mai 2026, 15:13
von unkrautaufesserin
So darf man aber nicht rechnen.
Ich kann mir meine Arbeitskraft nicht leisten, deshalb muß ich ja alles selber machen.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Sa 9. Mai 2026, 16:08
von Eule
hatten wir schon an anderer Stelle:
viewtopic.php?p=431156#p431156
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Sa 9. Mai 2026, 16:42
von Kerstines
unkrautaufesserin hat geschrieben: Sa 9. Mai 2026, 15:13
So darf man aber nicht rechnen.
Ich kann mir meine Arbeitskraft nicht leisten, deshalb muß ich ja alles selber machen.
Genauso MUSS man aber, wenigstens mal für sich selber, rechnen, wenns keine Milchmädchenrechnung werden soll!
Bsp.: Eine Taxifahrt von, mal angenommen 20 km kostet ca. 45 €, ich glaub, das ist im Moment so etwa der Preis. Da höre ich sooo viele in meinem Umfeld gleich "schreien": "Für 45 € tanke ich mein Auto voll und fahre damit 750 km !!!!" Tja und? Wo sind die Kosten für die Anschaffung und Unterhaltung des Autos berücksichtigt? Reine Augenwischerei! Natürlich sollte ich wenigstens für mich selber rechnen, welchen Wert meine Arbeit hätte, wenn ich sie fremdeinkaufen müßte. Dafür sind natürlich ein paar Kenntnisse in der Kalkulation eines Selbständigen nötig.
Bsp.: Rechtsanwaltskosten, entweder aus Gebührentabelle oder als Stundenlohn, beides ist von Fall zu Fall möglich.
Rechnet als der RA seine Stunden mit z.B. 180,- € ab, schreien genug gleich los: "So einen Stundenlohn hätte ich auch gerne!" (wünschenswerterweise nämlich a 40 Std/Woche). Der RA HAT aber nicht 40 Std./Woche solcherlei Tätigkeiten, sondern vorgegebene Weiterbildungen, einfache Beratungen, gerne auch mal Erstberatungen, die er vlt. kostenlos anbietet ...
Seine Kanzleimiete, die Ausstattung und das Gehalt von Mitarbeitern muß er damit auch noch erwirtschaften.
Achja, und sein eigenes Gehalt wäre ja auch nicht verkehrt.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Sa 9. Mai 2026, 18:26
von RoterFuchs
Wieso darf man so nicht rechnen? Ich hatte es doch eine Seite vorher grob berechnet.
Wärmepumpe 6000€, Sockel ca. 2000-2500€, Kleinzeug Hydraulik nur Material ca. 1000€ (700 ohne Rohre), Elektrik 1000€ sind 10500€.
Und jetzt noch 120€ die Stunde * 40 Stunden = 4800€
= knappe 15 000€ INKLUSIVE der Steuern. Wenn man das von verschiedenen Gewerken machen ließe wäre es günstiger, z.B. der Sockel gießen oder die Elektrik von Elektiker statt von der Klimafirma etc. pp.
Macht man es gänzlich selber ist es noch günstiger.
Was aber nicht dabei heraus kommt sind jene 30 000€ aufwärts, aber billiger bekommt man das nicht. Da kommt aufs Material die Materialgemeinkosten drauf, die Kosten für die Bestellung, Lieferung, das ist mir alles bewusst, und da könnte durchaus 20 000€ rauskommen, was zwar teurer als angenommen, aber noch im Rahmen wäre. 30 000€ ist aber nicht mehr im Rahmen, das ist dann einfach Wucher, und es hat auch gar nichts mehr mit der Wärmepumpe zu tun, wie beschrieben, die Kiste selbst kostet gerade mal 6000€ (und die kostet sogar nur 5500€ + Versand 200€) und das ist eine der großen Kisten. Eine Kleinere ist für viel weniger bestellbar und möglich.
Dann wird aber Vaillant bestellt oder Viessmann, Lambda. Der Großteil braucht solche High-End-Geräte nicht. Und wird dann von den Preisen abgeschreckt. Ich z.B. kann nicht verlangen, hier im Selbstversorgerforum, dass sich viele mit dem Thema so intensiv damit beschäftigen. Die Auswahl und die Möglichkeiten wären nen eigenen Heizungsinstallateur zu lernen. Aber rudimentär sodass man eben Geld spart wenn man weiss, was man will und was man braucht. Aber dann auch, was zur Sicherheit wichtig ist.
Nur so entstehen eben die Gerüchte, die Wärmepumpe wäre so teuer.
____________________________________________________________________________
Alternativ je nach Größe der Wohnung ist die Klimasplit-Wärmepumpe sowieso das Beste. Effizienter geht nicht. Damit heizen wir auch jetzt, später mit Fußbodenheizung für die Grundlast und für Überschüsse aus der PV-Anlage einlagern, und die Klimasplits für die einzelnen Räume zum nachheizen auf gewünschte Temperatur.
Und auch hier:
Unten sind nur Heizkörper installiert. Da war ich letztes Jahr dran. 22er Heizkörper nachmontiert, mit Mehrschichtverbundrohr. Wir kamen auf eine Vorlauftemperatur von 45°C bei außen Minustemperaturen. Ist aber schwer, weil die Heizung nicht immer an war sondern nur ab und zu (noch mit Holz). Wenn sie also durchlaufen würde, gehe ich von weniger aus. Gute Voraussetzungen für Wärmepumpe. Deswegen setze ich dort eine 16KW ein. Weil ich gar nicht weiss, wie hoch die Heizlast ist. Und weil der 1000l Puffer die Wärme abpuffert der Wärmepumpe, die nicht gebraucht wird bei außen noch vielleicht 10°C. Da liefert sie mehr, als man braucht.
Es geht alles, aber man muss wissen wie, sonst wirds teuer.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Sa 9. Mai 2026, 20:09
von emil17
Die Rechnung von Kerstines stimmt schon. Du solltest bei deinem Stundenlohn noch dein Fachwissen einsetzen.
Wenn du Unternehmer bist, kommen noch viele Fixkosten hinzu - Auto, Miete für Werkstatt, Maschinen, Montagematerial, dann muss man bei Firmen mit mehreren Mitarbeitern auch noch das Rechnungswesen zahlen und den, der die Angebote macht. Dann hat man ein gewisses Ausfallrisiko - nicht alle zahlen so pünktlich, wie sie wollen, dass der Handwerker kommt. Dann noch die nicht billigen Unternehmerhaftpflicht- und Beraufsunfähigkeitsversicherungen.
Ich habe auch deshalb bei unserer Ruine von Haus alles selber gemacht, was ich konnte. Das ist im Wesentlichen alles, was viel Personenstunden kostet, wenn es etwas werden soll. Im Altbau Elektro, Sanitär, Fenster einbauen, Böden samt Unterkosntruktion, Fliesen, Dämmen, dann alle Aussenarbeiten, kleinere Maurerarbeiten.
Was sich definitiv nicht lohnt, sind Arbeiten wie Decken betonieren. Man hat die Schalung nicht, und dann ist es von Hand eine elende Schinderei. Betonpumpe und Fahrmischer füllen in einer halben Stunde ein paar Kubikmeter Beton ein.
Ebenso Aussenleitungen verlegen, wenn man Zufahrt hat. Ein Bagger macht den Graben in einem halben Tag auf.
Das Schöne am selber machen ist, dass man auch mit Material arbeiten kann, das vom Abbruch oder Rückbau stammt.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: Sa 9. Mai 2026, 21:12
von Rohana
Kerstines hat geschrieben: Sa 9. Mai 2026, 11:46
So, und wenn Du dann noch ehrlicherweise Deine eigenen Arbeitsstunden mit einem üblichen Stundensatz berechnest, auf welchen Betrag kommst Du dann?
Das gilt ja ebenso für alle Tätigkeiten, die man selber macht.
Das, was man selber so errichtet oder repariert, ist mit "richtigem" Stundensatz berechnet vermutlich nicht günstiger als von einer Firma erledigt.
Speziell wenn man irgendwie die Ausbildung/erworbenen technischen Fähigkeiten/praktischen Kenntnisse noch mit einpreist.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: So 10. Mai 2026, 06:00
von RoterFuchs
@emil17
Das sieht hier nicht anders aus. Hier wird in einem Haus mit ca. 50 Jahren Sanierungsstau von mir alles nach und nach kernsaniert aber während wir drin wohnen. Das hätte eine Baufirma niemals alles machen können, das "günstigste" Angebot war, dass wir 6 Monate ausziehen sollen und 300 000€ hinlegen sollen, da wären 2 Räume mit ca. 50qm dazugekommen und dann saniert. Da wäre es zu dem Zeitpunkt sogar günstiger gewesen das zu verkaufen und woanders hin.
Seitdem mache ich hier quasi alles, als E-Fachkraft (aber ohne Lizenz am eigenen Zählerkasten auch nur ne Sicherung tauschen zu dürfen, dafür benötigt man eine Eintragung beim Stromnetzbetreiber). Die Zeit zum Beschäftigen mit dem eigenen Haus, den eigenen Gegebenheiten und den Komponenten wie PV-Anlage oder eben Heizung allgemein und Wärmepumpen im speziellen kostet Zeit.Kaum einer wiegt die Freizeit auf mit Arbeitszeit. Für mich war und ist die Reduktion von Verbrauch immer mit ein Hobby gewesen, daher auch die exzessive Beschäftigung mit verschiedenen Wärmepumpenarten und Nutzungen. Fachwissen rudimentär.
Und daher auch das Wissen, dass es z.T. deswegen so teuer ist, weil der Hausbesitzer nicht weiss, welche Arbeiten von einem Wärmepumpeneinbau lieber von anderen Handwerkern erledigt werden sollte um Geld zu sparen gegenüber alles aus einer Hand bei einem Klimafachbetrieb/Heizungsfachbetrieb.
Foren bieten da aber kompetente Beratung, nicht direkt speziell, und meist ist eine spezielle Beratung deswegen erschwert oder unmöglich, weil der Besitzer zum größten Teil überhaupt nicht weiss, was er an Heizung HAT und was er WILL. Das macht Beratung schwer. Denn auch nicht immer ergibt eine Wärmepumpe Sinn.
Klar, das Wissen ist erarbeitet, wie es hier auch im Forum erarbeitet ist in vielen anderen Teilbereichen.
Unsere Rechnung damals und heute lautete: Ist es finanziell sinnvoller die Arbeiten alle auszulagern und dafür das Geld aufzubringen oder wenn es einer von uns macht? Und die Lösung ist, dass einer für den Broterwerb arbeiten geht, der Andere kümmert sich um Haushalt + Umbau. Das ging nun die letzten Jahre sehr schleppend, die Kinder sollten nicht den ganzen Tag in einer Kita abgeschoben werden, die Schule machte es uns im zweiten Jahr nicht einfacher indem sie uns Zwang, unser Kind entweder bis 15:00 zu betreuen, oder dann ist Schule eben um 11:30/12:30 aus. Das war uns zu lang, für den Kindergarten und Schule, 15:00. Also bin ich nun nur in der Lage Wochentags für ca. 4 Stunden pro Tag was zu machen. Boden gießen, Badewanne einbauen etc. pp. fällt damit weg. Dazu kommt noch, dass wir vor 2 Jahren Starkregen hatten. Die Gemeinde hat wegen Tieren einen Staubereich nicht betrieben. Folge war dann 80cm hoch das Wasser im Garten. Bei uns und der Nachbarin, alle anderen lagen nicht in der Senke von den Feldern aus. Keller 2,5m unter Wasser. Es war eine enorme Belastung das alles zu entsorgen, aber auch eine Belastung wegen der Dinge, die im Keller lagerten (u.a. Tausende von Perry Rhodan Heften, Insider werden es kennen, ab Band 1 bis 6700? oder waren es schon 7000?), tausende Bücher. Es war echt heftig. Und Glück!
Ja es war Glück, denn das Wasser ist durch die Fenster reingedrückt worden und wie ein Wasserfall lief das Wasser rein. Bis 1cm vor dem Erdgeschoss.
Aber eben nur bis. Und das Glück war, dass wir von anderen Dörfern um uns gehört haben, dass dort stattdessen der Druck von unten kam, über das Grundwasser. Haus unterspült, da war nichts mehr drunter. Einsturzgefahr. Räumung! Haus gebaut, Schulden, und dann kann man ausziehen. Steht vor dem Ruin und der Ruine und hat nichts mehr. Das ist uns erspart geblieben, weil der Keller voller Wasser war drückte das nach unten und stabilisierte den Keller nach unten hin. Auch glücklicherweise befand sich das Baumaterial für den Ausbau im Hof in einem Zelt und in der "Garage", einem Abstellraum. Einzig ein Teil des Elektrowerkzeugs ist unter gegangen. (und sämtliches metallenes Werkzeug habe ich mit Entrosten per Zitronensäure, Essig und danach Drahtbürste sowie WD40 wieder nutzbar gemacht)
Und so macht man dann weiter, der Boden außen, der nur gegen Regen betoniert wurde bekommt Risse, muss also vom Moos befreit werden und dann neu versiegelt, Dachrinne ist abgeschmirgelt vom Ziegelsand, der Garten muss gemacht werden, die Kinder benötigen unzählige Gartenspielzeuge weil die Fahrt zu einem popeligen Spielplatz zu aufwändig wäre (natürlich nicht immer, und wir haben auch nicht alles).
Trotzdem des Ganzen würde ich nicht gerne in eine Mietwohnung zurück. Vieles muss aufgeschoben werden, vieles angepackt. Das wird sich hier sehr bald ändern, dann sind beide in der Schule, dann sind die 15:00 möglich und somit mein Handlungsspielraum extrem erweitert. Und danach, dann geht es sicherlich auch hier im Forum breiter weiter.
Bis dahin habe ich nur ab und zu Zeit zum Schreiben. Sei es hier oder eben in anderen Foren (mit Schwerpunkt PV/Akku/Wärmepumpen). Wenn jemand hier Fragen dazu hat: Nur los ich versuche mein Bestes oder mache ein wenig Werbung fürs andere Forum wenn ich nicht mehr weiter weiss und mehr Augen sehen mehr. Was ich aber weiterhin machen werde ist, wenn ich eben sowas pauschales sehe wie eben die Misere mit den Wärmepumpen in Berlin, oder wenn wieder Nachrichten kommen zum Stromausfall in Spanien wegen der angeblichen PV-Anlagen.... das ist mir ein persönliches Anliegen das richtig zu stellen und nicht per se zu verteufeln. Wahr ist, dass das eine Kette von Ursachen hatte.
PS: Bitte meine ausschweifenden Antworten zu entschuldigen, es wird auch mal wieder kürzer werden. Ich werde mir Mühe geben.
Re: 5 Tage Stromausfall in Berlin - was würdet/könnet Ihr tun, wenn's bei Euch passierte?
Verfasst: So 10. Mai 2026, 06:20
von emil17
RoterFuchs hat geschrieben: So 10. Mai 2026, 06:00
Kaum einer wiegt die Freizeit auf mit Arbeitszeit.
Das ist doch der Punkt. Man kann sich in die Technik einlesen und wenn man nicht abergläubisch ist, versteht man bald viel davon. Ich will es ja wissen. Ist das jetzt Freizeit oder Arbeitszeit?
Die Antwort ist einfach: Wenn man es gerne tut, ist es beides. Wenn man es nicht gerne tut, wird es auch oft nichts und man sieht nur den Ärger, den man damit hat.
Dann hilft auch die Anfangsbegeisterung des Unwissenden. Am Altbau ist dann eine Zeit der Ernüchterung, wenn man dauernd nur Leitungen neu macht und nachher nichts sieht, oder gar morsche Balken rausnimmt und der Bau immer weniger wird. Da muss man durch.
Kinder und Baustelle und Schule und Beruf und Garten und Tiere und und und: Wenn man nicht zu hohe Ansprüche an sich stellt, indem man die Nachbarn nachmachen will, wo scheinbar immer alles wie am Schnürchen läuft, dann muss man sich eben irgendwie durchwurschteln. Kleine Kinder sind dabei nicht das grösste Problem, die kommen mit viel zurecht, solange sich die Eltern nicht zerkriegen. Man ist auch nicht schlechte Eltern, bloss weil die Prinzessin nicht so oft ins Ballett und Frühenglisch gefahren wird. Weil man ja auch nicht allzuviel Zeit für jede Kleinigkeit hat, werden sie dadurch nämlich recht früh selbständig.