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Re: Düngen mit Schafwolle
Verfasst: Mo 9. Mär 2026, 10:58
von Tscharlie
Ah die feine Dame wäscht, kardiert und spinnt die Wolle bevor sie sie auf die Pflanzen loslässt, nobel, nobel.
*Spaß aus!*
Re: Düngen mit Schafwolle
Verfasst: Mo 9. Mär 2026, 11:28
von Taraxacum
Ne, die feine Dame kleidet sich in selbst gesponnene und verstrickte Wolle und überlässt die stinkige Popowolle gerne den Pflanzen

Re: Düngen mit Schafwolle
Verfasst: Mo 9. Mär 2026, 11:32
von Sonne
Taraxacum hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 10:48
Frag den Bauern, ob du die Ausschusswolle Bauch - Popo - Nacken bekommen kannst. Das wird so wieso meist entsorgt, sollte also nix kosten, wenn du dich erbarmst. Noch einfacher, melde dich als Helferlein bei der Schur und nimm das Aussortierte dann gleich mit.
Fürs waschen und kardieren zahle ich 12 €/ kg und dann ist die Wolle spinnfertig. Mal so zum gegenrechnen.
Haha.

Wollwaschhelferlein. Das wäre sicher interessant. Und ich könnte noch was lernen.
Also ich habe keine Ahnung, was der Bauer mit seiner Wolle so macht. Das erste Mal hat es mir mein Sohn mitgebracht und das zweite Mal war ich selber dort und der war an dem Tag nicht da und hat es mir nur vor die Türe gestellt und Geld habe ich in Briefkasten geworfen. Ich habe letztes Jahr für meine Pflanzen gar nicht soviel davon genommen und vielleicht reicht der Rest noch für heuer.
(Und leider, leider ist in meinem Leben mal wieder alles kopfüber und mir fehlt hinten und vorne die Zeit für wirklich alles was mir wichtig ist...und 'Schafwolle waschen' wäre derzeit die letzte, nein allerletzte Freizeitoption. Bin froh, wenn ich es jetzt endlich noch schaffe Tomaten auszusäen...bzw heuer irgendwie im Garten überhaupt zurechtkomme.

Aber Danke für den Gedanken. )
Re: Düngen mit Schafwolle
Verfasst: Mo 9. Mär 2026, 11:42
von Zacharias
Bloß nicht waschen zum Düngen, je dreckiger umso besser. Aber bezahlen würde ich dafür nichts. Wenn der Bauer die Wolle nicht los wird, muss er sie teuer entsorgen.
Re: Düngen mit Schafwolle
Verfasst: Mo 9. Mär 2026, 12:02
von Taraxacum
Genau, du sollst da nicht waschen, sondern dir die ungewaschene Abfallwolle geben lassen, die der Bauer sonst entsorgen muss. Der sollte froh sein, dass die ihm einer abnimmt. Zahlen würde ich für Popowolle gar nichts. Ich hab letzten Spätherbst einen halben BigPack voll mit Merinowolle bekommen. Leider aus Vertragsnaturschutz, sehr spät geschoren wahrscheinlich auf einer gemulchten Wiese sprich die Wolle nicht nur völlig verklettet sondern auch noch alles mit ollem Gras und Erde verunreinigt. Hab über 80% aussortieren müssen und nutze es dieses Jahr als Dünger. Wollte eigentlich weiße Wolle zum weiter verarbeiten haben, weil ich nur dunkelbraune und schwarze Schafe habe. Dem Schafhalter habe ich nichts dafür gezahlt. Ansonsten hätte er seinen Dreck wieder abholen dürfen. Die Wollqualität an sich war recht gut aber durch die ganzen Verunreinigungen nimmt keine Firma die zum Waschen und Kardieren ab und selber kann ich es nicht mehr. Schade um die gute Wolle.
Ich muss für die Wolle von meinen Schafen für Waschen und kardieren 12€/kg zahlen. Da sind 3€/kg Rohwolle schon sportlich. Meist bekommen Schafhalter um die 50ct/kg.
Re: Düngen mit Schafwolle
Verfasst: Mo 9. Mär 2026, 17:02
von Elli1
Ich habe letztes Jahr für meine Pflanzen gar nicht soviel davon genommen und vielleicht reicht der Rest noch für heuer.
Du kannst die Schafwolle auch für Beerensträucher und Bäume nutzen. Ich hatte sie letztes Jahr dick um meinen Feigenbaum gelegt, mit Erde bedeckt und dann eine Gießkanne Wasser dran gegeben. Letztes Jahr waren die Feigen das erste Mal nicht abgefallen bevor sie reif wurden. Kann Zufall sein aber das werde ich dieses Jahr auch wieder so machen.
Zunächst habe ich versucht sie zu kompostieren und eine stinkende, sehr eklige Masse erhalten.
Das passiert wenn Du sie am Stück vergräbst. Ich habe 3 Abteilungen für den Mist der Schafe und Hühner und hatte die erste Schafwolle auf das Abteil gelegt das ich im nächsten Jahr als Kompost nehmen wollte. Mein Bock hatte immer mal wieder an seinem Wintermantel schnüffeln können und im nächsten Frühling war die Wolle komplett verrottet.