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Re: Mehl und seine Qualität

Verfasst: So 15. Feb 2026, 21:36
von unkrautaufesserin
Thomas/V. hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 18:57
unkrautaufesserin hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 18:25 Milch ist auch ganz furchtbar.
Das war jetzt ironisch gemeint?
Ich dachte, das wäre aus den vorhergehenden Posts schlüssig? Ja, pure Ironie.

Meine Milch hole ich bei dem Bauern, der sie direkt aus der Kuh zapft. Dafür bekommt er von mir doppelt so viel Geld wie von der Molkerei, und da ich pro Woche ungefähr 50l hole, freut er sich sehr darüber. Und ich bekomme ein super Lebensmittel, nicht nach Biorichtlinien hergestellt, aber vernünftig erwirtschaftet.

Nachtrag: ich vertrage keine Laktose, seit ich die Pubertät hinter mir habe. Das scheint genetisch zu sein, denn meine Mädchen haben es alle geerbt. Also mache ich Käse und Joghurt, und für die Kakaomilch gibt es eine kleine Laktasetablette gegen das Bauchweh.

Aber in Rohmilch ist ein Eiweiß namens Beta- Lactoglobulin, und dieses ist ein Beruhigungsmittel für überdrehte Immunsysteme. Also sehr hilfreich bei Allergien, Asthma, Schuppenflechte... alles, was mir so das Leben schwermacht. Ohne Milch brauche ich viel öfter das böse Cortison... dann doch lieber Milch.

Re: Mehl und seine Qualität

Verfasst: So 15. Feb 2026, 21:56
von Zacharias
Es ist doch kompletter Unsinn, einzelne Grundnahrungsmittel zu verteufeln. Laktose, Gluten, Milch, rotes Fleisch und was weiß ich noch alles. Es gibt Menschen, die bestimmte Stoffe nicht vertragen. Aus meiner Sicht eine Langzeitfolge verarbeiteter Lebensmittel. Bin ich auch von betroffen. Aber was ich nicht vertrage, ist doch für meinen Nachbarn nicht ungesund? Also lass dir keinen Mist einreden, Maria. Du kannst ja mal ein paar Wochen konsequent auf Gluten verzichten. Wenn es dir dadurch besser geht, bleib dabei. Wenn nicht, macht es keinen Sinn drauf zu verzichten.

Re: Mehl und seine Qualität

Verfasst: So 15. Feb 2026, 23:13
von Thomas/V.
Ja, irgendwelche Gesundheitsgurus machen aus persönlicher Intoleranz mancher Bervölkerungsgruppen gleich "Giftigkeit".
Wenn der Darm nicht dran gewwöhnt ist, sind auch Linsen oder Bohnen "giftig", denn davon kriegt man leicht Blähungen oder Durchfall, selbst wenn sie gekocht wurden. Ging mir früher auch so, als ich Hülsenfrüchte nur 1x im Jahr gegessen hab.
Daraus basteln sich wieder andere die "Theorie", das alles, was nicht roh gegessen wird, "giftig" ist, und werden Rohveganer oder sowas, weil alles andere "giftig" sei für Primaten.

Es ist einfach nur noch irre.... (Das war jetzt nicht an Dich gerichtet, Elli1! Ist ja i.O. wenn du Bedenken äußerst.)

Re: Mehl und seine Qualität

Verfasst: Mo 16. Feb 2026, 08:06
von Maria
Ich vertrage Topinambur ohne Probleme, aber zuviel fettes Fleisch geht gar nicht 😂
(Verträglichkeit ist sehr individuell!!)

Nee, irgendwas ist glaub ich bei der Zucht mit dem Gluten passiert, weil man nur auf gute Backeigenschaften selektiert hat und nicht auf die gesundheitlich relevanten Inhaltsstoffe.

Re: Mehl und seine Qualität

Verfasst: Mo 16. Feb 2026, 08:13
von Thomas/V.
Maria hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 08:06 Ich vertrage Topinambur ohne Probleme, aber zuviel fettes Fleisch geht gar nicht 😂
(Verträglichkeit ist sehr individuell!!)

Nee, irgendwas ist glaub ich bei der Zucht mit dem Gluten passiert, weil man nur auf gute Backeigenschaften selektiert hat und nicht auf die gesundheitlich relevanten Inhaltsstoffe.
Eben. Wir vertragen kein Topi, dagen fettes Schweinefleisch (auch wenn ich es eklig finde, aber vertragen würde ich es), :lol:
Ja, das Gluten verändert wurde, ist richtig. Daraus aber nun gleich "giftig" zu machen und es zu verteufeln ist einfach Unfug.
Zumal man sich ja aussuchen kann, ob man es essen will oder nicht. Es ist ja nicht so, das alle ansonsten verhungern, wenn sie kein "böses" Gluten essen könnten.

Re: Mehl und seine Qualität

Verfasst: Mo 16. Feb 2026, 08:50
von Rohana
Maria hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 08:06 Nee, irgendwas ist glaub ich bei der Zucht mit dem Gluten passiert, weil man nur auf gute Backeigenschaften selektiert hat und nicht auf die gesundheitlich relevanten Inhaltsstoffe.
Das ist schon n bissl her dass unsere derzeitigen Getreide züchterisch bearbeitet werden, nicht erst 50 Jahre - Getreide ist ja nicht vom Himmel gefallen und hat sich von der Ursprungspflanze SEHR weit wegentwickelt. Wurde ursprünglich auch nicht auf "gesundheitlich relevante Inhaltsstoffe" selektiert sondern auf möglichst viel Ertrag zum satt werden. :ohm:

Ich denke, ganz persönlich, dass es allgemein der Gesundheit wesentlich zuträglicher wäre wenn die Bevölkerung mal wieder etwas körperlich arbeiten müsste statt den halben Tag mit der Optimierung der Nahrung unter gesundheitlichen Gesichtspunkten zuzubringen :aeh:

Re: Mehl und seine Qualität

Verfasst: Mo 16. Feb 2026, 11:37
von osterheidi
Also da bin ich ganz deiner meinung. Ich denke dass die körperlich arbeitenden menschen früher auch nicht alles vertragen haben , aber man hats ertragen . Oft gabs im winter viel kohl zb und brot war grundnahrungsmittel . Da konnte man sich nicht viel aussuchen egal ob selbst gebacken oder gekauft.

Re: Mehl und seine Qualität

Verfasst: Mo 16. Feb 2026, 12:20
von unkrautaufesserin
Getreide wurde in den letzten 30 Jahren auch auf Widerstandsfähigkeit gegen Schadinsekten selektiert. Dadurch wurden sekundäre Pflanzenstoffe im Getreide angereichert, die es auch für Menschen schwerer verdaulich machen.

Auch wichtig zu wissen: Bäcker mischen zusätzliches Gluten in den Teig, damit sie mehr Wasser darin unterbringen können. Das macht die Brötchen weicher und länger frisch.
Außerdem kommt Guarkernmehl in viele Teige. Dadurch können die geformten Teiglinge bis 12 Stunden lang auf den Backofen warten ohne zu übergaren.
Ebenfalls deswegen wird auch ein Ethylester eingesetzt, das im Beipackzettel Übelkeit und Blähungen stehen hat. Es ist besonders oft im Brötchenteig.

Und weil diese Zusatzstoffe ihre Wirkung zwar im Teig entfalten, im gebackenen Produkt jedoch nicht mehr wirksam sind, müssen sie auch nicht in den Inhaltsstoffen angegeben werden... deutsches Lebensmittelrecht.

Wenn also der Arzt den Verdacht auf Glutenunverträglichkeit äußert und zum Verzicht rät, könnte auch eine Unverträglichkeit auf Guarkernmehl oder das Ethylester vorliegen. Wirklich getestet wird das so gut wie nie.

Re: Mehl und seine Qualität

Verfasst: Mo 16. Feb 2026, 12:32
von si001
65375 hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 17:39 Ohne Gluten kein Brot.
Sorry, aber was ist dann bitte das?
b.jpg
b.jpg (113.78 KiB) 656 mal betrachtet
Brot ist meiner Meinung nach nicht über den Glutengehalt definiert.
Links Sauerteigbrot mit Gluten, rechts Sauerteigbrot ohne Gluten.

Bei dem Geläster über Gluten reagiere ich inzwischen empfindlich. Jeder Comedian, der was auf sich hält lästert über Gluten und Laktose. Ja, es gibt Leute, die meinen, sie würden sich ohne besser, gesünder oder sonst was ernähren, aber denen die unbedingt auch auf Suren reagieren, machen sie das Leben unnötig schwer.

Re: Mehl und seine Qualität

Verfasst: Mo 16. Feb 2026, 15:22
von unkrautaufesserin
Das ist wirklich schönes Brot!