Re: Obstbaum-Lebens-Gemeinschaft und Wühlmäuse?
Verfasst: So 15. Nov 2015, 10:04
Hallo,
ich habe letztes Jahr eine Streuobstwiese gepflanzt und ansonste auch sehr viele Obstgehölze und Sträucher in die freie Flur gepflanzt. Meine Meinung:
Sobald du etwas "wertvolles" Pflanzt, also etwas, das 1€ oder mehr im Laden kosten würde, dann mach unbedingt einen Wühlmausschutz/korb um den Wurzelballen. Ein schönes Drahtgeflecht, die gibt es auch schon vorgeschnitten. Und dann obenrum um den Baum schön dicht festdrehen, damit auch ja kein Loch mehr entsteht. Als nächstes: Einen Rindenschutz. Da gibt es so Plastikröhren mit kleinen Löchern drin, die man um die Stämme stülpen kann. Unbedingt machen. Im Winter fressen dir sonst Ratten und andere Nagetiere die komplette Rinde runter. Als nächstes: Jeden Baum gut festbinden an einem ausreichend großen Pflanzstab. Eine schöne achter-Schlaufe, damit er sich höchstens seitlich noch etwas bewegen kann.
Dann ist es so ziemlich egal ob du nun mulchst oder nicht.
Es ist sowieso von Fall zu Fall unterschiedlich. Der eine hat mehr Wühlmäuse wenn er mulcht, der andere nicht. Beim anderen funktionieren Knoblauch und Buttersäure in den Wühlmausgängen, beim anderen nicht. Wenn du schon Bäume pflanzt die wohl pro Stück ca. 20€ kosten, dann kannst du für 2€ auch noch einen Wühlmauskorb und einen Rindenschutz bestellen. Ansonsten kann selbst nach 3-4 Jahren die ganze Arbeit über Nacht zunichte gemacht werden.
So sehr ich mir auch wünschen würde, dass Knoblauch und Mulchverzicht auf Dauer helfen würden, so unwahrscheinlich ist es.
Zu deinem Baum: Ist das eine schwachwüchsige Unterlage? Sieht mir schon fast so aus. Der wächst von Haus aus nicht so toll. Ansonten kann man sagen, dass folgende Faktoren ein gutes Wachstum garantieren:
- Wühlmauskorb (der Baum wächst natürlich nicht, wenn andauernd die Wurzeln angenagt werden)
- Gute Befestigung an einem Pflanzstab, bis er ausreichend Wurzeln gebildet hat
- Guter Pflanzschnitt (Pflanzschnitt im Winter für maximales Wachstum im Sommr)
- Gute Pflanzenernährung, also ausreichend Düngen. Bei einem jungen Hochstamm spricht man dabei von ca. 200g NPK Dünger (nicht zu stark N-betont)
Edit: Um die Wühlmäuse wirksam zu bekämpfen hilft nur eine bayerische Drahtfalle oder eine Topcat. Giftköder gegen Wühlmäuse sind mir persönlich zu teuer und scheinbar auch nur begrenzt wirksam.
ich habe letztes Jahr eine Streuobstwiese gepflanzt und ansonste auch sehr viele Obstgehölze und Sträucher in die freie Flur gepflanzt. Meine Meinung:
Sobald du etwas "wertvolles" Pflanzt, also etwas, das 1€ oder mehr im Laden kosten würde, dann mach unbedingt einen Wühlmausschutz/korb um den Wurzelballen. Ein schönes Drahtgeflecht, die gibt es auch schon vorgeschnitten. Und dann obenrum um den Baum schön dicht festdrehen, damit auch ja kein Loch mehr entsteht. Als nächstes: Einen Rindenschutz. Da gibt es so Plastikröhren mit kleinen Löchern drin, die man um die Stämme stülpen kann. Unbedingt machen. Im Winter fressen dir sonst Ratten und andere Nagetiere die komplette Rinde runter. Als nächstes: Jeden Baum gut festbinden an einem ausreichend großen Pflanzstab. Eine schöne achter-Schlaufe, damit er sich höchstens seitlich noch etwas bewegen kann.
Dann ist es so ziemlich egal ob du nun mulchst oder nicht.
Es ist sowieso von Fall zu Fall unterschiedlich. Der eine hat mehr Wühlmäuse wenn er mulcht, der andere nicht. Beim anderen funktionieren Knoblauch und Buttersäure in den Wühlmausgängen, beim anderen nicht. Wenn du schon Bäume pflanzt die wohl pro Stück ca. 20€ kosten, dann kannst du für 2€ auch noch einen Wühlmauskorb und einen Rindenschutz bestellen. Ansonsten kann selbst nach 3-4 Jahren die ganze Arbeit über Nacht zunichte gemacht werden.
So sehr ich mir auch wünschen würde, dass Knoblauch und Mulchverzicht auf Dauer helfen würden, so unwahrscheinlich ist es.
Zu deinem Baum: Ist das eine schwachwüchsige Unterlage? Sieht mir schon fast so aus. Der wächst von Haus aus nicht so toll. Ansonten kann man sagen, dass folgende Faktoren ein gutes Wachstum garantieren:
- Wühlmauskorb (der Baum wächst natürlich nicht, wenn andauernd die Wurzeln angenagt werden)
- Gute Befestigung an einem Pflanzstab, bis er ausreichend Wurzeln gebildet hat
- Guter Pflanzschnitt (Pflanzschnitt im Winter für maximales Wachstum im Sommr)
- Gute Pflanzenernährung, also ausreichend Düngen. Bei einem jungen Hochstamm spricht man dabei von ca. 200g NPK Dünger (nicht zu stark N-betont)
Edit: Um die Wühlmäuse wirksam zu bekämpfen hilft nur eine bayerische Drahtfalle oder eine Topcat. Giftköder gegen Wühlmäuse sind mir persönlich zu teuer und scheinbar auch nur begrenzt wirksam.