DiyMatze hat geschrieben:Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe- einfach die Oberfläche der fertig betonierten Fundamente mit Stahlbürste "aufrauhen" und dann die Unbenheit mit feinem Mörtel bündig glätten?!
Dann ist eine wenige Millimeter dünne Schicht auf dem Fundament- verbindet sich das denn überhaupt und bricht das bei Druckbelastung nicht einfach durch wie ein Knäckebrot?
Ich weiss nicht, ob du Uhrmacher oder Augenchirurg von Beruf bist, aber das hier ist keine extreme Präzisionsarbeit.
Der Zweck der Sache ist nicht, die Oberfläche aufzurauhen, sondern die Zementhaut zu entfernen, die sich aufgrund der Pfütze vermutlich gebildet hat und die verhindert, dass das Neue auf dem weniger Neuen hält. Hohl ist und brechen kann wenn du es richtig machst gar nichts.
Wenn du es gut machen willst, bürstest du die Oberfläche mit der Stahlbürste, machst mit Schwamm oder Quast nass, streust wenig Zementpulver drüber und bürstest das mit einer Wurzelbürste fest ein (Handschuhe!), bevor du den Mörtel aufbringst.
Grundsätzlich ist es aber mühsam bis unmöglich, sehr dünne Ausgleichsschichten aus Mörtel aufzubringen. Dafür gibt es spezielle Ausgleichs- und Spachtelmassen oder auch Reparaturmörtel. Deswegen macht man es gleich auf richtige Höhe oder lässt, wenn noch was drauf soll, einige cm Luft, die man dann durch einen recht trocken angemachten Mörtel (nicht Beton) präzise ausgleichen kann.
In den nicht seltenen Mangelzeiten in Europa haben die Leute solche Schuppen aus irgendwas zusammengeklopft und ganz ohne Beton auf ein paar Ziegelbrocken oder Eisenbahnschwellenabschnitte oder was halt grad da war gestellt. Wenn dann irgendwas schief geworden ist, hat man den Schuppen mit einem Wagenheber etwas angehoben, etwas untergelegt und gut war. Das hält länger als ein Menschenleben.
Ich hab seit 10 Jahren so ein Teil stehen, da sind immer so zwei Festmeter Brennholz drin. Das steht auf vier Betonklötzen 20x30 cm, die ich irgendwo auf dem Abbruch gefunden habe. Löcher einmessen, bis unter den Humus graben, mit Splitt ausgleichen, Betonsteine reinlegen, fertig.
Der Gebrauchswert eines Gartenhäuschens nimmt nur unwesentlich ab, wenn es an einer Ecke um drei Millimeter schief ist. Es ist aber ein Fluch, wenn man viel zu stabil gebaute unsinnige Betonkonstruktionen rückbauen muss, weil der Vorbesitzer irgendwas gebaut hat, was man nicht mehr will, und viel Beton genommen hat, weil der leider so billig ist.
Ich möchte nochmals erwähnen, dass die meisten Laien viel zu stark dimensioniert betonieren, dann aber den konstruktiven Holzschutz vernachlässigen, was viel wichtiger ist.