Windrad im Wohngebiet

Sonne, Wind und Feuer
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Benutzer 662 gelöscht

Windrad im Wohngebiet

#1

Beitrag von Benutzer 662 gelöscht »

Gestern war Tag der offenen Tür im Drebkau'er Ortsteil Kausche, besser Neukausche, denn Kausche wurde für die Braunkohlegewinnung abgebaggert.
Hier hat sich einer auf ein ca. eintausend m² Grundstück mit Wohnhaus, Dreifachgarage, Nebengelass und goßem Gartenhaus ein 10m hohes Kleinwindrad hingestellt.
deutlich zu erkennen die dichte Bebauung
deutlich zu erkennen die dichte Bebauung
Foto-0042.jpg (14.95 KiB) 2310 mal betrachtet
Foto-0043.jpg
Foto-0043.jpg (14.42 KiB) 2310 mal betrachtet
Entfernung zu den Nachbarn kaum 20m! Geräuschpegel angeblich max. 35 db.
Nach Aussage des Bauherren 18- 19 Tsd,€ Investition, nach Aussage des ausführenden Unternehmens zwischen 2000 und 3000 kWh p.a.
mutig oder verrückt?

Leider lief die Anlage gestern noch nicht, der Netzbetreiber hat den Zweiwegezähler noch nicht instaliert.
An dem Teil bleib ich aber erstmal drann, zumal das Teil übern Teich nicht die Hälfte kostet und wenn die Lärmangaben stimmen eine Alternative zu anderen Kleinanlagen.

Den Hersteller, bzw. EU-Händler hab ich hier gefunden: http://www.windtronics-windturbinen.com/index.html

Kleinerklaus
Manfred

Re: Windrad im Wohngebiet

#2

Beitrag von Manfred »

Auch eine Möglichkeit, sein Geld zu verbrennen.
Rechne doch mal nach. Das Ding wirft mit Glück die Verzinsung fürs Eigenkapital ab. Amortisation unmöglich. Das wird nur älter und weniger wert.
Wenn du dein Geld in Windkraft stecken willst, dann kauf dir einen Anteil an einer größeren Bürgeranlage.
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Reisende
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Re: Windrad im Wohngebiet

#3

Beitrag von Reisende »

Richtig Manfred.
Unsere Solaranlage hat nur die Hälfte gekostet, in 14 Monaten 3100kWh produziert und bringt uns eine Rendite von knapp 8%. Also ca 12 Jahre bis zur Armortisation, steigende Stromkosten noch nicht eingerechnet.
Unsere Solargenossenschaft plant auch irgendwas mit Windrädern, hab da aber keine Details im Kopf, mein Mann geht immer zu den Versammlungen. Ich werd ihn mal nach Hersteller und Kosten fragen.
da ich laktose und gluten hervorragend vertrage, leiste ich mir als ausgleich dafür einige intoleranzen im zwischenmenschlichen bereich.
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ahora
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Re: Windrad im Wohngebiet

#4

Beitrag von ahora »

hallo reisende,

wie groß ist eure dachfläche und was für eine leistung = kWp haben die module?

lg ahora
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Reisende
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Re: Windrad im Wohngebiet

#5

Beitrag von Reisende »

2,820 kWp
12 Module auf dem Dach unserer Doppelgarage. qm-Zahl weiß ich leider nicht.
da ich laktose und gluten hervorragend vertrage, leiste ich mir als ausgleich dafür einige intoleranzen im zwischenmenschlichen bereich.
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Spottdrossel
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Re: Windrad im Wohngebiet

#6

Beitrag von Spottdrossel »

Hier war mal ein Bericht in der Zeitung von jemandem im Landkreis, der sich so ähnliche Dinger aufs Dach getüddelt hat und ganz begeistert ist.
Die Teile wirkten aber irgendwie länglicher.
Leider sind die Debatten über die großen Windparks so dominant, daß ich es per Google nicht mehr finden kann.

Na bitte, hat doch noch geklappt: http://www.kleinwindanlagen.de/Forum/cf ... php?t=3790
http://www.windkraftanlage.de/nc/news/d ... ichtigung/
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ahora
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Re: Windrad im Wohngebiet

#7

Beitrag von ahora »

hallo reisende,

danke für deine antwort. damit kann ich was anfangen.

lg ahora
Manfred

Re: Windrad im Wohngebiet

#8

Beitrag von Manfred »

Das Problem mit den Kleinstwindrädern ist halt nach wie vor die Wirtschaftlichkeit.
Wer keinen extrem guten Windstandort hat (Berghütte, Segelboot auf See, Windkante an der Küste) kommt damit nicht mal annähernd auf einen grünen Zweig.
Bei Kleinwindrädern mit einigen kW sieht es schon freundlicher aus, wenn der Standort passt und der Strom komplett und ohne Speicherung selbst verbraucht werden kann, z.B. in mittleren Landwirtschafts- und Handwerksbetrieben.
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Löwenzahn
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Re: Windrad im Wohngebiet

#9

Beitrag von Löwenzahn »

Nein, es ist eigentlich umgekehrt.

KleinST-Windräder mit wenigen hundert Watt (solange kein Vertikal-Spielereien) und somit auch nur einige hundert Euro, notfalls mehrere davon. Sind in der Regel günstiger - in Anschaffung und Betrieb und demzufolge im Wattstundenpreis. Wenn es sein muss, einige nebeneinander montiert, um auf die Leistung eines solchen Großen zu kommen, beim Bruchteil der Anschaffungskosten - vor allem wenn man den Aufwand für den Mast und Montage berücksichtigt.

Und dieser Strom sollte dann selbst verbraucht werden! Daher schon immer eine sinnvolle Ergänzung für autarke Anlagen, Spielerei wenn es um Einspeisevergütung geht. Ausnahme: an der Nordsee-Küste und auf dem Brocken.

Der o.g. Händler, ist wie so viele, schon nicht mehr aktiv. "Meine" Produkte gab es schon vor 10, 15 Jahren und wird es dann sicherlich auch noch geben...
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