Heuschnupfen

Gesunde Ernährung, Bewegung, Hygiene etc.
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Waldläuferin
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Re: Heuschnupfen

#21

Beitrag von Waldläuferin »

Hallo,
eine Bekannte von mir trank einen Winter lang Ziegenmilch (aus dem Bioladen) und war danach Heuschnupfenfrei. Konnte aber keine Ziegenmilch mehr sehen.
Keine Ahnung, ob Ziegenmilch homogenisiert verkauft wird.
Ich selbst bin nach Akkupunktur plus Eigenbluttherapie heuschnupfenfrei - und das seit Jahren.
Insofern ist wahrscheinlich auch hier wieder die alte Weisheit richtig: viele Wege führen nach Rom.
:flag:
Grüße
Waldläuferin
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Spottdrossel
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Re: Heuschnupfen

#22

Beitrag von Spottdrossel »

Seit ich 10 Jahre alt bin, darf ich beim Heuschnupfen mitreden. Hatte dann die verschiedenen Evolutionsstufen der Medizin miterlebt, von Tavegil zu Loratadin, und mit 16 eine Desensibilisierung mitgemacht. Der Erfolg war, daß der Körper sich einen neuen "Feind" gesucht hat und von Gräser/Roggen auf Frühblüher umgeschwenkt ist. Einmal hatte ich irgendso ein frei verkäufliches Naturmittelchen gegen Heuschnupfen probiert, konnte ich komplett vergessen, da zahle ich lieber 5 € für einen 100er Pack Loratadin und habe einigermaßen meine Ruhe. Ich finde, Dauerschnieferitis, endlose Niesanfälle plus Kar-Dall-Augen und ein allgemein schlappes Gefühl (der Körper ist ja "im Kampf") schränken mich mehr ein als eine winzige Tablette am Tag.
Muß aber jeder selber wissen, ist ja nicht jeder gleich schwer allergisch.
Beim Thema "alles psychisch" sehe ich auch ein bißchen rot, es gibt schließlich auch sowas wie Vererbungslehre, und wenn Vater und Mutter beide mit Allergien zu tun haben, reicht bei dem Nachwuchs mit bißchen Pech die beste Psyche nix.
Aber beim Thema "Placebo" hatte ich ein witziges Erlebnis: warmes, mildes Frühjahr, extremer Pollenflug schon im März und ich hatte Heuschnupfen und echten Schnupfen gleichzeitig, meine Kollegen prophezeiten schon mein baldiges Ableben ;) .
Dauerniesend fuhr ich zur Apotheke, wurde von der netten Apothekerin noch fleißig bedauert, fahre wieder weg - und merke 3 Ampeln weiter, daß ich, seit das hilfreiche Apothekentütchen auf dem Beifahrersitz liegt, nicht mehr Niesen mußte :mrgreen: . Danach probierte ich es auf der Schiene "Hauptsache, es ist was greifbar, und mal abwarten, ob ich es wirklich brauche."
Seit 2 Jahren schwenkt die Geschichte jetzt allerdings in Richtung Husten/Asthma um, da hört für mich der Spaß auf und ich habe mir grade ein Rezept dagegen geholt - in den Jahren ohne Behandlung saß der Husten bis zum Sommer so fest, daß mir bei der Bellerei fast das Essen hochgekommen ist.
Macht keinen Spaß, muß ich mir nicht antun.
Im Radio hatte ich mal einen interessanten Beitrag dazu gehört, der Fachmann, wer auch immer es war, sagte, es gäbe die Beobachtung, das Allergien erst dann aufkommen, wenn sich ein (Entwicklungs)Land im Gesundheitsbereich dem westlichen Standart nähert und die "richtigen" Krankheiten wie Pest und Cholera ausgerottet sind. Ab dann hat das Immunsystem Langeweile.
Klingt für mich plausibler als das übliche "zu wenig Dreck in der Kindheit", ich hatte beim Pferd mit Sicherheit mehr Dreck und Natur als mein Brüderchen beim CVJM - trotzdem habe ich das komplette Allergiesortiment abbekommen und er hat nur in Extremsituationen mal Probleme.
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Waldläuferin
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Re: Heuschnupfen

#23

Beitrag von Waldläuferin »

Hi Spottdrossel,
ja, bevor ich zum Ökoarzt ging, hatte ich auch einige Tablettengenerationen durchprobiert. Haute mich aber voll um, ich war dauermüde und konnte rein garnix machen.
Jeder Körper reagiert eben anders.
Beste Gesundung allerseits
Waldläuferin
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Spottdrossel
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Re: Heuschnupfen

#24

Beitrag von Spottdrossel »

Waldläuferin hat geschrieben:Hi Spottdrossel,
ja, bevor ich zum Ökoarzt ging, hatte ich auch einige Tablettengenerationen durchprobiert. Haute mich aber voll um, ich war dauermüde und konnte rein garnix machen.
Jeder Körper reagiert eben anders.
Beste Gesundung allerseits
Waldläuferin
Einmal hat mir ein Arzt wieder das Zeug verschrieben, was ich als Kind zweimal täglich locker weggeputzt hatte. Als Erwachsener war ich davon so platt, daß ich mich in der Mittagspause heimlich ins Bett verkrümeln mußte.
Bei Loratadin ist mir nie was Negatives aufgefallen, dafür geht mir das Certritzidingsbums voll auf den Magen.
Einmal waren doch auch diese um den Hals gehängten Wunderkästchen als neues Allheilmittel gepriesen - das scheint hier niemand getestet zu haben?
Räubermutter

Re: Heuschnupfen

#25

Beitrag von Räubermutter »

War gestern in einer TCM-(=Traditionelle Chinesische Medizin)Praxis, da hab ich kurz ein Interview in einer Zeitschrift gelesen, dass TCM auch viel beim Heuschnupfen machen könne - eben damit es nicht auf die Bronchien geht und Asthma wird. Und die TCM arbeitet vor allem mit Kräutern und Ernährung, auch mit Akupunktur, aber eben nicht nur...
Nur mal so eingestreut, ich mußte natürlich gleich an Euch Geplagten hier im thread denken.

Es gibt ja übrigens auch die Theorie, das Impfen auch mit an der Entstehung von Allergien beteiligt sein soll, vor allem wegen der sogenannten Verstärker, die den eigentlichen Impfstoff verstärken sollen. Aber das ist natürlich ein WEIIIITES Feld.... ;) :duckundweg:
Sabi(e)ne

Re: Heuschnupfen

#26

Beitrag von Sabi(e)ne »

Ich krieg von Desloratadin regelmäßig nach 8-10 Wochen Herzrhythmusstörungen, daß ich am Anfang geglaubt habe, ich sterbe jetzt grad und sofort... :platt:
Aber EKG sagte, es ist harmlos, bloß halt verängstigend. :roll:
Ich lese grundsätzlich keine Beipackzettel, sonst würde ich irre bei meiner Medi-Kombination :engel:
Bedauerlicherweise gehen alle meine Allergien auf die Bronchien oder die Haut oder die Gelenke, und TCM oder Ayurveda funzen da ebensowenig wie Bio-Resonanz-Therapie oder Fasten.

Im Moment ist mein Immunsystem halt hyperaktiv - vor 10 Jahren war es fast nicht mehr vorhanden, da bekam ich jeden Infekt von dem KIndergarten nebenan, auch unter AB, und der Hämatologe hatte ein "irgendwie undefinierbares malignes Lymphom" im Verdacht.
Nach der dritten Beckenknochenmarksentnahme mit ungewolltem Durchstich des Knochens (ne Menge Aufregung & Sonos & viel Aua) bin ich umgezogen, und dieses Thema wurde nie mehr akut.
Vor ein paar Jahren wurde dann mal eine "schlafende"nicht-akute CLL diagnostiziert, 25 Jahre zu jung dafür :lol: (normal kriegt man sowas ab 75 aufwärts, aber die hält still bislang.

Jedenfalls bin ich voraussichtlich ab 1.7. wieder Rentnerin, und brauch dringend realistische Zuverdienstideen.... :rot:
Mit den Pollenallergien & Nebenwirkungen kann ich leben, wenn's nicht schlimmer wird, aber es ist ätzend, wenn man ne Menge Drive im Kopf hat, und wie Spottdrossel feststellen muß, daß der Körper einen ausbremst, was größere Aktionen angeht. :bang:
Knurrhuhn

Re: Heuschnupfen

#27

Beitrag von Knurrhuhn »

Sabi(e)ne hat geschrieben:....aber es ist ätzend, wenn man ne Menge Drive im Kopf hat, und wie Spottdrossel feststellen muß, daß der Körper einen ausbremst, was größere Aktionen angeht...
*anschließ* Das gurkt mich auch extrem an, daß ich nicht so kann wie ich gerne möchte. :roll:

Bin auch algerisch gegen diverses Blütenzeugs, hab aber weniger mit Nase und Augen zu tun. Dafür juckt es mich so dermaßen im Hals und in den Ohren (so tief daß man da nicht hinkommt), daß ich kurz vor'm Wahnsinn stehe. Letzte Nacht war es wieder mal extrem.
Im Hoch- und Spätsommer kommt dann mein allergisches Asthma zum vorschein, das sich sonst im Jahr nur durch ganz seltene Anfälle bemerkbar macht.

Ich hab ja auch eine Histaminintoleranz und vertrage viele Lebensmittel nicht (mehr?). Seit ich also Käse, Sauerkraut, Spinat, Auberginen usw. weitgehend meide, hab ich auch weniger Probleme. Bei mir löst Histamin vor allem Migräneattacken aus, die mit vielen weiteren Symptomen und extremer Schwäche einhergehen.

Diese ganzen Allergiemittelchen vertrage ich aber auch nicht - ich werde davon so dermaßen doll im Kopf und sowas von müde, daß ein normaler Tagesablauf nicht möglich ist und ich den Tag wirklich nur noch auf dem Sofa verbringen kann. Ist für mich also auch keine Lösung. :ohoh:
Vor zwei Jahren hab ich zum ersten Mal von Schwarzkümmel-Öl gelesen und habe es damit versucht. Habe mir Bio-SK-Öl gekauft und das teelöffelweise eingenommen, dazu Vitamin C in relativ hohen Dosierungen.
Was soll ich sagen: damals hat es mir tatsächlich geholfen, und das Asthma war für die Saison verschwunden. Jetzt nehme ich es seit März wieder täglich, aber es ist ganz schön teuer auf Dauer und schmeckt auch nicht wirklich gut. Bisher hab ich (toi-toi-toi) keine Asthmaprobleme, aber meine Auslöser blühen ja wohl auch erst so ab Juli/August.

Nun hab ich vorhin mal gegoggelt nach natürlichen Mitteln und eine interessante pdf-Seite gefunden zu natürlichen Antihistaminika, die ich sehr interessant finde. So soll u.a. auch eine ausreichende Wasserversorgung (30-35 ml pro kg Körpergewicht und Tag) und Salzzufuhr helfen, Histamin zu unterdrücken. Anscheinend ist eine Kombination von vielen Sachen das, was helfen kann, also z.B. auch Vitamine und Mineralstoffe, die eben im Körper auf den Histaminhaushalt einwirken.
MIr persönlich erscheint das verfolgenswert, und wer mehr darüber lesen möchte: http://www.ever.ch/PDF/Antihistaminika% ... Crlich.pdf
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