Manfreds kleiner Bauernhof
Re: Tanja & Manfred
Schön dunkle Erde habt ihr dort, von der können wir hier nur träumen.
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Manfred
Re: Tanja & Manfred
Wir leider auch. Eigentlich haben wir schweren, roten Lehm mit vielen Steinen. Ca. 20 bis 30 Bodenpunkte.Florian hat geschrieben:von der können wir hier nur träumen
Die Ecke war aber früher schon mal Gemüsegarten und mein Großvater hat dort seinerzeit wagenladungsweise Mist untergegraben, um den Boden zu verbessern.
Außerdem war der Bereich die letzten ca. 10 Jahre der Ausweichauslauf für den Tiefstreustall der Mutterkühe.
Da dürften sie rein, wenn im Stall gemistet wurde oder sonstige Arbeiten anstanden. Das hat nochmal einiges an Mist und Futterresten eingebracht.
Ich habe vor einigen Jahren versucht, dort einfach im Frühjahr, nach dem Weideaustrieb der Rinder, ohne Umbruch auf den durch Trittschäden offenen Boden Gemüse zu säen. Leider ist der Versuch völlig gescheitert, wegen der Verdichtung durch den Tritt der Rinder. Das Gemüse hat zwar gekeimt, dann aber nur vor sich hin gemickert. Gänsefuß dagegen ist jedes Jahr gewachsen wie blöd. Und Umbrechen wollte ich nicht, weil dann in Rinder im nächsten Winter bis zu den Knien im Matsch geständen hätten.
Jetzt bietet sich dort eine gute Möglichkeit, wieder etwas anzubauen. Nährstoffe sollten genug vorhanden sein.
Die halbe Fläche hat mein Vater heute schon mit Kartoffeln bestellt.
Re: Tanja & Manfred
Jaja der Boden ...
In At hatten wir auch viel Lehm und Stein, hier hingegen nur Sand.
Das der Boden durch den Kuhmist so wurde dachte ich mir.
Wir haben hier echt Probleme genügend Mist zu bekommen, fürn Garten reichts ja halbwegs, aber für die Felder nicht.
Rinder gibts hier sowiso wenige, und wenn dann auf Weiden, der Pferdemist ist auf dem Sandigen Boden leider nicht so das wahre.
Ausserdem machen wir das ja alles per Hand, sprich für einen Hektar, falls wir soviel Mist zusammenbekommen, arbeiten wir gut ne Woche
In At hatten wir auch viel Lehm und Stein, hier hingegen nur Sand.
Das der Boden durch den Kuhmist so wurde dachte ich mir.
Wir haben hier echt Probleme genügend Mist zu bekommen, fürn Garten reichts ja halbwegs, aber für die Felder nicht.
Rinder gibts hier sowiso wenige, und wenn dann auf Weiden, der Pferdemist ist auf dem Sandigen Boden leider nicht so das wahre.
Ausserdem machen wir das ja alles per Hand, sprich für einen Hektar, falls wir soviel Mist zusammenbekommen, arbeiten wir gut ne Woche
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Manfred
Re: Tanja & Manfred
Das stimmt. Reiner Sand ist auch nix. Mischen müsste man können... Wenn das bei den Mengen nicht so teuer wäre...
Hab schon mal überlegt, ob man nicht großtechnisch was machen könnte. Z.B. den Sand teilweise zu Lehm vermahlen oder Tonböden eine Art Zement zusetzen, damit sich teils größere, sandartige Körner liefern und den Boden auflockern und drainieren.
Hab schon mal überlegt, ob man nicht großtechnisch was machen könnte. Z.B. den Sand teilweise zu Lehm vermahlen oder Tonböden eine Art Zement zusetzen, damit sich teils größere, sandartige Körner liefern und den Boden auflockern und drainieren.
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luitpold
Re: Tanja & Manfred
ihr könntet ja lastwagenweise eure böden tauschen, gibt dann keine leerfahrten.Manfred hat geschrieben: großtechnisch was machen ......
aber ich glaube terra preta ist auf dauer sinnvoller. ich sollte endlich einmal den biochar-futterdämpfer bauen.
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Manfred
Re: Tanja & Manfred
Inzwischen haben wir zwei weitere Kälbchen. Eines von gestern und eines von heute.
Die erspare ich euch mal. Dafür einige Gartenbilder:
Der hintere Teil des Obstgartens sieht wüst aus. Dort habe ich gestern mit dem Radlader einige alte Baumstümpfe erntfernt, die lästig bem Mähen waren.
In die Mitte soll ein neuer Birnenhochstamm kommen.
Im Vordergrund einer meiner Neffen mit seinem Riesenpapierflieger aus einem Zeitungsblatt.
Papas neuer Kartoffelacker:
Der Bärlauch mit Frostschäden und Blütenansatz:
Ein Birnen-Buschbaum zwischen den Johannisbeeren steht geade in voller Blüte:
Im Zwiebelbeet tut sich auch was. (Die Sägespäne verstreut mein Vater. Er meint, sie helfen gegen Schnecken.)
Beim Rhabarber steht bald die erste Ernte an. Höchste Zeit, die Blütenansätze zu entfernen. Andererseits sind die Blüten sooo schön...
Drumherum hat mein Vater gekaufte Gemüseplanzen gesetzt in der Hoffnung, der Rhabarber würde sie nicht überwuchern.
Die Plastiktöpfe mit Aufschrift hat er zur Kennzeichnung mit eingegraben.
Sein Gerüst für die Stangenbohnen. Habe meine Zweifel, ob die hier was werden. Mein Versuche sind bisher gescheitert. Aber er hatte die Samen schon gekauft und war nicht zu überzeugen, lieber Feuerbohnen zu setzen. Evtl. wird der Sommer ja so heiß, dass wir doch eine Ernte einfahren können.
Der Grünspargel hat dieses Jahr schon im März losgelegt. Die Austriebe sind aber mehrfach erfroren, so dass ich erst vor 2 Tagen zum ersten Mal ernten konnte. Heute steht die 2. Ernte an.
Die erspare ich euch mal. Dafür einige Gartenbilder:
Der hintere Teil des Obstgartens sieht wüst aus. Dort habe ich gestern mit dem Radlader einige alte Baumstümpfe erntfernt, die lästig bem Mähen waren.
In die Mitte soll ein neuer Birnenhochstamm kommen.
Im Vordergrund einer meiner Neffen mit seinem Riesenpapierflieger aus einem Zeitungsblatt.
Papas neuer Kartoffelacker:
Der Bärlauch mit Frostschäden und Blütenansatz:
Ein Birnen-Buschbaum zwischen den Johannisbeeren steht geade in voller Blüte:
Im Zwiebelbeet tut sich auch was. (Die Sägespäne verstreut mein Vater. Er meint, sie helfen gegen Schnecken.)
Beim Rhabarber steht bald die erste Ernte an. Höchste Zeit, die Blütenansätze zu entfernen. Andererseits sind die Blüten sooo schön...
Drumherum hat mein Vater gekaufte Gemüseplanzen gesetzt in der Hoffnung, der Rhabarber würde sie nicht überwuchern.
Die Plastiktöpfe mit Aufschrift hat er zur Kennzeichnung mit eingegraben.
Sein Gerüst für die Stangenbohnen. Habe meine Zweifel, ob die hier was werden. Mein Versuche sind bisher gescheitert. Aber er hatte die Samen schon gekauft und war nicht zu überzeugen, lieber Feuerbohnen zu setzen. Evtl. wird der Sommer ja so heiß, dass wir doch eine Ernte einfahren können.
Der Grünspargel hat dieses Jahr schon im März losgelegt. Die Austriebe sind aber mehrfach erfroren, so dass ich erst vor 2 Tagen zum ersten Mal ernten konnte. Heute steht die 2. Ernte an.
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roland
Re: Tanja & Manfred
Hi Manfred,
mmm, grüner Spargel, ich glaub, ich verleg meinen Urlab nach vorne
- lach mich nich aus, aber das ist das erst mal, das ich den mal ungeschnitten sehe
. Hier gibts nur Sandhügel.
Roland
mmm, grüner Spargel, ich glaub, ich verleg meinen Urlab nach vorne
Roland
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Manfred
Re: Manfreds kleiner Bauernhof
Zeit, den Tread umzubennen, nachdem Tanja ja schon länger umgezogen ist.
Heute war Blutentnahme bei den Rindern angesagt. Für die jährliche Pflichtuntersuchung auf BHV1, sowie die 3-jahres-Untersuchung auf Leukose und Brucellose.
Obwohl ich über eine Woche täglich mit der Bande Fanganlage geübt hatte und sie die letzten Tage auch halbwegs brav rein und durch sind, haben sie sich heute angestellt wie die Böcke. Nur ca. die Hälfte der Tiere habe ich auf Anhieb erwischt. Den Rest musste ich nach und nach einzeln einsammeln und mit in den Fangraum schleusen.
Dafür lief das Blutnehmen selber wie am Schnürchen. Alle sind brav durch den Treibgang in den Fangstand marschiert. Der Tierarzt war sehr zufrieden.
Mittags gab es zur Belohnung ein dickes Stück Rhabraberkuchen.
Dann ging es weiter mit Färsen (weibliche Jungrinder) Anführen an den Elektrozaun.
Wie haben noch 4 Färsen aus der Milchvieh-Anbindehaltung meines Vaters, die vorher noch nie auf der Weide standen. Solche Tiere müssen erst an den Elektrozaun gewöhnt werden. 2 haben wir heute Nachmittag geschafft. Die anderen beiden sollen nächstes Wochenende folgen.
Dann stehen nur noch ein paar Mastbullen im Anbindestall. Der letzte davon soll im Sommer geschlachtet werden.
Akustisch begleitet wurden wir den ganzen Tag vom einem Kuckuck, der sich anscheinend das Feldgehölz mitten in der Weide als Warte ausgesucht hat.
Und es gibt weitere Neuigkeiten. Nachdem vor einigen Wochen das geplante Beweidungsprojekt im Grünen Band gescheitert ist (Thüringen hat kein Geld mehr übrig für neue Naturschutzprojekte), hat sich eine weitere Möglichkeit aufgetan. Noch ist die Sache nicht in trockenen Tüchern, es scheinen aber alle Beteiligten mitzuziehen und damit stünde auch die Finanzierung. Wie es aussieht, werden wir noch diesen Sommer mit der Beweidung einer neuen 9 ha Fläche beginnen können, unter mehreren Stromleitungstrassen im Wald. Wo bisher in mehrjährigen Abständen der Forstmulcher den gesamten Aufwuchs platt gemacht hat, damit er nicht in die Leitungen wächst, soll eine extensive, strukturreiche Weidefläche entstehen. Das Gelände ist sehr abwechslungsreich. Teils sehr trocken, teils vernässt, teils flach, teils sehr steil, im einem Bereich wächst Heidekraut und ca. 1 ha besteht aus einer Streuobstwiese, in die überall Bärwurz und Lupinen eingestreut sind.
Die Obstbäume sind für mich eine besondere Herausforderung. Sie wurden vor über 20 Jahren gepflanzt, aber auf dem Trockenstandort nie gepflegt. Allesamt sehr mickrig für ihr Alter. Die Schwächsten haben nur geschätze 5 cm Brusthöhendurchmesser, die Stärksten knappe 15. Einige sind so vergreist, dass sie wohl nicht zu retten sind, mit nur 1 oder 2 noch lebenden Ästen. Alle stehen sie unter den Leitungen und müssen deshalb niedrig gehalten werden. Manche haben nicht mehr als 3,5 bis 4 m Luftraumhöhe zur Verfügung. Gleichzeitig muss ich sie vor zu starkem Verbiss durch die Rinder schützen, die Äste dürfen also nicht zu nah über dem Boden beginnen.
Laut Förster tragen sie nichts oder nur einzelne Früchte, was mich bei dem Zustand und Standort nicht wundert. Ich werde versuchen, einige zu flachen Hohlkronen umzuerziehen. Mit etwas Glück nutzen die Rinder ihren Schatten als Ruheplatz und düngen sie durch den vermehrten Aufenthalt an diesen Stellen.
Wäre doch schade, wenn bei geschätzten 60 Bäumen kein Obst zu holen ist...
Zu ernten gab es heute neben Rhabarber die ersten Salatköpfe aus Papas Mistbeet. Gemeinsam selbstversorgt es sich leichter.
Morgen ist wieder mein Spargel dran.
Papa hat richtig Freude am Gärtnern gefunden, seit er mehr Zeit zur Verfügung hat. Auf der ehemaligen Mistplatte hat er heute die verrotteten Futterreste aus dem alten Gras-Hochsilo (das wurde bei der letzten Nutzung von über 10 Jahren nicht richtig entleert und soll bald abgerissen werden) zu einem Komposthaufen aufgetürmt, den er mit Kürbissen bepflanzen will.
Heute war Blutentnahme bei den Rindern angesagt. Für die jährliche Pflichtuntersuchung auf BHV1, sowie die 3-jahres-Untersuchung auf Leukose und Brucellose.
Obwohl ich über eine Woche täglich mit der Bande Fanganlage geübt hatte und sie die letzten Tage auch halbwegs brav rein und durch sind, haben sie sich heute angestellt wie die Böcke. Nur ca. die Hälfte der Tiere habe ich auf Anhieb erwischt. Den Rest musste ich nach und nach einzeln einsammeln und mit in den Fangraum schleusen.
Dafür lief das Blutnehmen selber wie am Schnürchen. Alle sind brav durch den Treibgang in den Fangstand marschiert. Der Tierarzt war sehr zufrieden.
Mittags gab es zur Belohnung ein dickes Stück Rhabraberkuchen.
Dann ging es weiter mit Färsen (weibliche Jungrinder) Anführen an den Elektrozaun.
Wie haben noch 4 Färsen aus der Milchvieh-Anbindehaltung meines Vaters, die vorher noch nie auf der Weide standen. Solche Tiere müssen erst an den Elektrozaun gewöhnt werden. 2 haben wir heute Nachmittag geschafft. Die anderen beiden sollen nächstes Wochenende folgen.
Dann stehen nur noch ein paar Mastbullen im Anbindestall. Der letzte davon soll im Sommer geschlachtet werden.
Akustisch begleitet wurden wir den ganzen Tag vom einem Kuckuck, der sich anscheinend das Feldgehölz mitten in der Weide als Warte ausgesucht hat.
Und es gibt weitere Neuigkeiten. Nachdem vor einigen Wochen das geplante Beweidungsprojekt im Grünen Band gescheitert ist (Thüringen hat kein Geld mehr übrig für neue Naturschutzprojekte), hat sich eine weitere Möglichkeit aufgetan. Noch ist die Sache nicht in trockenen Tüchern, es scheinen aber alle Beteiligten mitzuziehen und damit stünde auch die Finanzierung. Wie es aussieht, werden wir noch diesen Sommer mit der Beweidung einer neuen 9 ha Fläche beginnen können, unter mehreren Stromleitungstrassen im Wald. Wo bisher in mehrjährigen Abständen der Forstmulcher den gesamten Aufwuchs platt gemacht hat, damit er nicht in die Leitungen wächst, soll eine extensive, strukturreiche Weidefläche entstehen. Das Gelände ist sehr abwechslungsreich. Teils sehr trocken, teils vernässt, teils flach, teils sehr steil, im einem Bereich wächst Heidekraut und ca. 1 ha besteht aus einer Streuobstwiese, in die überall Bärwurz und Lupinen eingestreut sind.
Die Obstbäume sind für mich eine besondere Herausforderung. Sie wurden vor über 20 Jahren gepflanzt, aber auf dem Trockenstandort nie gepflegt. Allesamt sehr mickrig für ihr Alter. Die Schwächsten haben nur geschätze 5 cm Brusthöhendurchmesser, die Stärksten knappe 15. Einige sind so vergreist, dass sie wohl nicht zu retten sind, mit nur 1 oder 2 noch lebenden Ästen. Alle stehen sie unter den Leitungen und müssen deshalb niedrig gehalten werden. Manche haben nicht mehr als 3,5 bis 4 m Luftraumhöhe zur Verfügung. Gleichzeitig muss ich sie vor zu starkem Verbiss durch die Rinder schützen, die Äste dürfen also nicht zu nah über dem Boden beginnen.
Laut Förster tragen sie nichts oder nur einzelne Früchte, was mich bei dem Zustand und Standort nicht wundert. Ich werde versuchen, einige zu flachen Hohlkronen umzuerziehen. Mit etwas Glück nutzen die Rinder ihren Schatten als Ruheplatz und düngen sie durch den vermehrten Aufenthalt an diesen Stellen.
Wäre doch schade, wenn bei geschätzten 60 Bäumen kein Obst zu holen ist...
Zu ernten gab es heute neben Rhabarber die ersten Salatköpfe aus Papas Mistbeet. Gemeinsam selbstversorgt es sich leichter.
Papa hat richtig Freude am Gärtnern gefunden, seit er mehr Zeit zur Verfügung hat. Auf der ehemaligen Mistplatte hat er heute die verrotteten Futterreste aus dem alten Gras-Hochsilo (das wurde bei der letzten Nutzung von über 10 Jahren nicht richtig entleert und soll bald abgerissen werden) zu einem Komposthaufen aufgetürmt, den er mit Kürbissen bepflanzen will.
- ahora
- Beiträge: 2354
- Registriert: Di 31. Jan 2012, 12:01
- Familienstand: glücklich verheiratet
- Wohnort: spanien
Re: Manfreds kleiner Bauernhof
halllo manfred,
dann hast du und deine rinder eine stressige zeit hinter dir. die wissen ja nicht, was man von ihnen will - ihr leben - oder nur ein wenig blut.
aber meinst du nicht, dass sie sich über kraftfutter mehr gefreut hätten, als über ein stück rhabarberkuchen
von den obstbäumen ist sicherlich was zu retten. sowie die nährstoffe bekommen, erlebt man manches wunder. die rinder werdens richten.
viel erfolg weiterhin
ahora
- hier regnets - das ist herrlich - ich muß nicht giessen und habe zeit
dann hast du und deine rinder eine stressige zeit hinter dir. die wissen ja nicht, was man von ihnen will - ihr leben - oder nur ein wenig blut.
aber meinst du nicht, dass sie sich über kraftfutter mehr gefreut hätten, als über ein stück rhabarberkuchen
von den obstbäumen ist sicherlich was zu retten. sowie die nährstoffe bekommen, erlebt man manches wunder. die rinder werdens richten.
viel erfolg weiterhin
ahora
- hier regnets - das ist herrlich - ich muß nicht giessen und habe zeit
