... gestern bin ich der Flurbereinigungsbrigarde unserer Strassenbaumeisterei begegnet
Sie bereinigten gerade in einem Akazienwildwuchs den Brandsicherheitstreifen- auf ca auf 2km Länge.
Ich hab angehalten und gefragt ob ich das Holz abholen kann, sie hatten teilweise mit schwerem Gerät die Stämme schön bis an die Strasse gezogen.
Der Cheffe meinte, ja sagen dürfe er nicht- aber sie sind in 10 Min fertig und machen Feierabend
Mann geholt mit Kettensäge, in die Arbeitsklamotten geschmissen, Autositze hochgeklappt ........und geguckt das die Jungens mit der Hächselmaschine nicht zuviel arbeiten müssen
Ich habe auch einen Freund der Gott und die Welt kennt und dauernd fragt was mit dem "Zeug" passieren soll und ob man das haben kann. Was ich über den (z.B. die Fenster für das zukünftige Gewächshaus, Balken, etc.) schon bekommen habe - einfach Wahnsinn.
Gibt es echt noch Straßenmeistereien, die das Zeug auf Haufen häckseln und liegen lassen?
Hier wird (außer unrentabler Kleinmengen) alles abgefahren, für die Heizanlagen.
Wer hier Holz von solchen Maßnahmen einsammelt, darf mit Anzeige wegen Diebstahl rechnen.
...hier (80km nordwestlich von Berlin) werden die Alleebäume jährlich, oft aus nicht erkennbaren Gründen, "gepflegt". Es verdient ein Gutachter und eine lokale Baufirma, die sich entsprechendes Gerät angeschafft hat.
Da spielt auch die Ablehnung von Alleen der "ADAC-Motorwelt" geprägten Landbevölkerung, und überhaupt gegen alles, was "grün-alternativ" ist, eine Rolle. Das Ganze ist ein Politikum...
Sehr schade, weil auch immer mal ein Baum gefällt wird und zu Brennholz verarbeitet, obwohl Eiche, 1,20m stark und augenscheinlich Kern-gesund. Da kommen bei mir Ohnmachtsgefühle hoch...
Aber es gibt noch die Landbevölkerung, die alles maust was geht (Ossi-Klischee trifft hier zu), und ausführende Arbeiter, die ihren Boss für raffgierig halten, und nicht finden, dass der ein Recht auf das Holz hätte... Man kann die Jungs auch fragen, die erzählen einem das dann alles. Einen solidarischen Beitrag fürs Weggucken in die Kaffeekasse gibt man denen gerne, dann erzählen die einem auch, wann der Chef evt. mal vorbeifährt. Also ist das Holz, kaum liegt es am Boden, in irgendwelchen Kofferräumen.
Auch eine Art von Basis-Demokratie...