Pioniere gesucht: Gründung eines autarken Dorfes („Walnut Grove“) im Raum Bielefeld / OWL

Dinge, Dienstleistungen, Mitfahrgelegenheiten und vieles mehr
Benutzeravatar
Tscharlie
Beiträge: 1251
Registriert: Do 27. Jan 2022, 07:45
Familienstand: verheiratet

Re: Pioniere gesucht: Gründung eines autarken Dorfes („Walnut Grove“) im Raum Bielefeld / OWL

#21

Ungelesener Beitrag von Tscharlie »

Im Raum München wurden am Rand zwischen den Weltkriegen Grundstücke für Selbstversorger abgesteckt, das waren 2000 m² um eine Familie weitgehend zu ernähren.

Meine Eltern haben in den 1950er Jahren ein Grundstück mit 700 m² gepachtet, das reichte um sich mit Gemüse weitgehend über das Jahr zu bringen.

das sind die Flächen die nötig sind.

Wenn ein Landwirt einen Traktor für über 50.000 € haben will, braucht er mehr Fläche
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4284
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Pioniere gesucht: Gründung eines autarken Dorfes („Walnut Grove“) im Raum Bielefeld / OWL

#22

Ungelesener Beitrag von Zacharias »

Ich weiß nicht, wo ihr so viel Zeit hernehmt, euch mit solchen Filmen zu beschäftigen, aber da ist doch ein ganz großer Denkfehler drin: Es spricht explizit Leute an, die diese Serie gucken. Und diese Leute sollen dann in ein Dorf ziehen, wo der Fernseher kein Bestandteil sein sollte?
@unkrautaufesserin
300ha? Hast du da nicht ein paar Nullen zu viel? Man müsste ausrechnen, wie viel Waldfläche für 10 Familien nötig sind. Nicht jede Familie muss alle Viecher halten, da reicht im Durchschnitt 1ha pro Familie, würde ich mal grob schätzen. Aber selbst das ist in D, dazu noch im dicht besiedelten Bielefelder Raum völlig unrealistisch. Das kriegt man vielleicht in einem strukturschwachen Gebiet hin, wenn man die Berge der bürökratischen Hürden überwinden kann.
Kerstines
Beiträge: 771
Registriert: Mo 9. Aug 2010, 14:58
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: im Osten, wo die Sonne aufgeht / na wschodzie, gdzie słońce wchodzi

Re: Pioniere gesucht: Gründung eines autarken Dorfes („Walnut Grove“) im Raum Bielefeld / OWL

#23

Ungelesener Beitrag von Kerstines »

Weder 700 m² noch 2000 m² reichen, um eine Familie komplett selbstzuversorgen, Obst und Gemüse - ja, aber sobald Kaninchen, Hühner oder noch Größeres dazukommen - Hühner leben nicht nur von Salat.
"Es sind die Fantasten, die die Welt in Atem halten. Nicht die Erbsenzähler." Erich von Däniken
Elli1
Beiträge: 525
Registriert: Sa 8. Jun 2024, 19:13
Wohnort: Eifel

Re: Pioniere gesucht: Gründung eines autarken Dorfes („Walnut Grove“) im Raum Bielefeld / OWL

#24

Ungelesener Beitrag von Elli1 »

Ich weiß nicht, wo ihr so viel Zeit hernehmt, euch mit solchen Filmen zu beschäftigen, aber da ist doch ein ganz großer Denkfehler drin: Es spricht explizit Leute an, die diese Serie gucken. Und diese Leute sollen dann in ein Dorf ziehen, wo der Fernseher kein Bestandteil sein sollte?
Das ist eine Serie die in den 60ger Jahren sonntags lief. Keine Ahnung ob sie heute wieder läuft aber als Kind hatte ich sie auch gerne gesehen.
sybille ist nach PC-Problemen Elli1
moorhexe
Beiträge: 868
Registriert: Fr 6. Aug 2010, 19:36

Re: Pioniere gesucht: Gründung eines autarken Dorfes („Walnut Grove“) im Raum Bielefeld / OWL

#25

Ungelesener Beitrag von moorhexe »

stimmt Kerstines, es war eine kinderserie, die gar nichts mit selbstversorgung zu tun hatte.
was regen wir uns auf, wenn es es die richtigen leute zusammenbringt, ich glaube nicht so recht an einen erfolg, auf die gesuchte weise.
Benutzeravatar
Tscharlie
Beiträge: 1251
Registriert: Do 27. Jan 2022, 07:45
Familienstand: verheiratet

Re: Pioniere gesucht: Gründung eines autarken Dorfes („Walnut Grove“) im Raum Bielefeld / OWL

#26

Ungelesener Beitrag von Tscharlie »

Wir haben mit 6 Personen von den 700 m² viel für die eigene Ernährung geerntet.
Aber sicher wissen das viele besser.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4284
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Pioniere gesucht: Gründung eines autarken Dorfes („Walnut Grove“) im Raum Bielefeld / OWL

#27

Ungelesener Beitrag von Zacharias »

Viel ist aber nicht alles, für Tiere braucht es zusätzlichen Platz und heizen will man auch noch. Bedenke, im 19. Jahrhundert gab es keine Wärmepumpen und Solarzellen.
Benutzeravatar
Rohana
Förderer 2018
Förderer 2018
Beiträge: 4712
Registriert: Mo 3. Feb 2014, 20:31
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Oberpfalz

Re: Pioniere gesucht: Gründung eines autarken Dorfes („Walnut Grove“) im Raum Bielefeld / OWL

#28

Ungelesener Beitrag von Rohana »

Tscharlie hat geschrieben: Sa 4. Jul 2026, 14:06 Warum soll das nicht ohne Pflanzenschutzmittel gehen? Wir kennen mindestens 15 Demeterbauern die das zum Teil seit 1950 so machen und immer noch nicht verhungert sind.
Ich kenne auch einige Bio-Kollegen. Grade deswegen weiss ich um die Probleme die sich im Bio-Anbau stellen, teilweise mit denen der Konvis überlappend, und ich sag dir eins, der Klimawandel mit dem ganzen Rattenschwanz der dranhängt, macht da nix besser...
Vor nicht allzulanger Zeit waren wir alle noch Bio weils keinen chemischen Pflanzenschutz gab. Und weisst du was? Es war so unglaublich geil dass sie alle wollten dass es so bleibt... oh wait, war es nicht. Ohne Not hätt man's nicht erfinden brauchen. :kuuh:
Wir leben hier auf Grenzertragsstandorten, dort wo früher die Leute wirklich arm waren. Hat so seine Gründe.

Und ja... ich zweifel auch an den Erfolgschancen eines Projekts was *genau so* funktionieren soll wie vorgestellt. Da ist m.E. wesentlich mehr Romantik als Realistik dabei (was ich durchaus verstehen kann), die Kritikpunkte wurden hier schon ziemlich alle genannt... mein grösster wäre aber, dass Leute dazu kommen und Geld mitbringen sollen die dann aber nix zu sagen haben. Würd ich nicht machen wollen. Wünsche dem Projekt trotzdem viel Erfolg. Wer weiss wie das Leben spielt :lala:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
woidler
Administrator
Beiträge: 630
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 00:03

Re: Pioniere gesucht: Gründung eines autarken Dorfes („Walnut Grove“) im Raum Bielefeld / OWL

#29

Ungelesener Beitrag von woidler »

Die Idee auf Lebzeiten Chefin einer eingetragenen Genossenschaft in der BRD zu werden, ist rechtlich etwas kompliziert.
Nach dem Genossenschaftsegsetz muß der Vorstand in bestimmen zeitlichen Abständen auf der
Generalversammlung von den Mitgliedern gewählt werden.
Und dabei hat lt. Gesetz jedes Mitglied bei der Abstimmung /Wahl nur eine Stimme - egal ob er nur einen Geschäftsanteil a 500 € oder 150 Geschäftsanteile a 500 €hat.
Da kann es dann bei mehr als den drei vorgeschriebenen Genossenschaftsmitgliedern , schon mal zu einem Wechsel der Vorstandschaft kommen.

Wohnungsbaugenossenschaften, auch die neuen / "alternativen" funktionierten bisher eigentlich nur dadurch, daß zB die Kommune ein sehr billiges/oder gar kostenloses Baugrundstück zur Verfügung stellt, und eine wohlwollende Bank der fast mittellosen Genossenschaft ein Darlehen gewährt. Das Eigentkapital wird aus den Einlagen der Genossen aufgebraucht . Zinsen und Tilgung des Darlehens werden dann aus den Nutzungsvergütungen gezahlt, die die Genossen für die Nutzung der ihnen überlassenen Wohnungen erhalten. Bei Auszug gibts dann die Einlage zurück- so zumindest das allgemeine System .

Da kann dann bei einer Insolvenz schnell ein Großteil der Einlage weg sein und die Behausung dann auch.
Eule
Beiträge: 513
Registriert: So 8. Aug 2010, 19:06
Wohnort: Hunsrück

Re: Pioniere gesucht: Gründung eines autarken Dorfes („Walnut Grove“) im Raum Bielefeld / OWL

#30

Ungelesener Beitrag von Eule »

ich kenne die Serie nur vom Hörensagen und habe mal Tante G. befragt, eigentlich mit der Erwartung von Irgendetwas in der Art "..and they lived happily ever after", aber stattdessen diese, irgendwie nicht sehr motivierende, wenn auch nicht ganz unrealistische Perspektive.... :pfeif:
https://de.wikipedia.org/wiki/Unsere_kleine_Farm
Große Probleme treffen Walnut Grove am Schluss der Serie, als bekannt wird, dass es auf Indianerterritorium liegt und der Bau des Ortes seinerzeit ohne Rechtsgrundlage erfolgte. Das Gebiet, auf dem sich Walnut Grove befindet, wird der US-Regierung nun von einer großen Firma abgekauft. Anschließend sollen die Bewohner viel Geld bezahlen, um ihre Häuser zu behalten. Als sie sich weigern, lässt der neue Besitzer die US Army anrücken, um seine Rechte mit Gewalt durchzusetzen. Daraufhin beschließen die Einwohner, ihre Häuser zu sprengen, und auf diese Art endet die Fernsehserie mit der Vernichtung des Ortes durch seine Bewohner, die lieber ihre Heimat zerstören, anstatt sich zu beugen.
Antworten

Zurück zu „Suche, Biete, Tausche, Schenke“